Das Institut für Soziologie der Universität Duisburg-Essen und der Fachbereich Gesellschaftswissenschaften trauern um Frau Prof. Dr. Doris Janshen, die Mitte Februar im Alter von 62 Jahren viel zu jung und für uns alle unerwartet verstorben ist. EIN NACHRUF
Forschung
SCHWERPUNKTE
Konzeption einer Technischen Universität der Frauen Europas Prof. Dr. Doris Janshen, Dr. Luise Berthe-Corti (Biologie), Prof. Dr. Ilse Dröge-Modelmog (Soziologie), Heli Ihlefeld-Bolesch (Frauenförderung), Dr. Wolfgang Neef (Elektrotechnik, Soziologie), Prof. Dr. Irene Pieper-Seier (Mathematik), Prof. Dr. Hedwig Rudolph (Ökonomie), Prof. Dr. Dr. Britta Schinzel (Informatik), Dr. Susanne Schön (Politikwissenschaft), Prof. Dr. Burghilde Wieneke-Tuotaoui (Maschinenbau) Die Forschungsgruppe "Frauen, Technik, Zivilisation" beschäftigt sich seit längerem mit der Frage, ob ein quantitativ relevanter Einfluß von Frauen auf die (Technische) Zivilisation qualitativ neue Weichenstellungen zur Folge hätte. Zu den Aktivitäten im Berichtszeitraum gehört die Konkretisierung des Projektes "Konzeption einer Technischen Universität der Frauen Europas". Die Planungen für Forschung, Lehre und Organisation wurden u.a. an verschiedenen Universitäten in Workshops mit ExpertInnen diskutiert. Das Buch "Forschung und Lehre für eine neue Zivilisation an der Technischen Universität der Frauen" ist derzeit im Abschluß und wird im Herbst '99 veröffentlicht. Förderung: verschiedene Einrichtungen und Universitäten
Mensch-Tier-Kommunikation in der modernen Zivilisation Prof. Dr. Doris Janshen Auf der Grundlage einer qualitativen Erhebung (30 Leitfadeninterviews mit Frauen und Männern) wird die Vielfalt der Beziehungsaspekte zwischen Frauen, Männern und Tieren analysiert. Nicht nur die Gesellschaft und ihre Mitglieder sind durch Prozesse der Zivilisation geformt, sondern auch das domestizierte Tier, wo immer wir es in der Gesellschaft antreffen. Die eigentliche Projektarbeit ist beendet und die Forschungsergebnisse werden gegenwärtig für eine Veröffentlichung vorbereitet.
Förderung: Schweisfurth-Stiftung
Soziale Konversion der militärischen Männerkultur in zivile Professionalität Univ. Prof. Dr. Doris Janshen, Katrin Borrmann Dieses Projekt basiert auf einer Pilotuntersuchung über die Sozialisation von Männern im Militär und ist Ergebnis einer interdisziplinären Kooperation im Hochschullehrerarbeitskreis "Konversionsforschung" in NRW. (Mitglieder sind folgende Hochschullehrer: Klemmer (Ökonomie, Koordination), Heilmann (Wirtschaftsforschung), Heinz (Maschinenbau), Ipsen (Recht), Janshen (Soziologie), Kunzmann (Raumplanung), Nuscheler (Politikwissenschaft), Petzina (Geschichte), Schatz (Politikwissenschaft). Während des Berichtszeitraums wurde ein gemeinsames Dachpapier für einen Forschungsschwerpunkt erarbeitet und die Fragestellung der Einzelprojekte entworfen. Aus diesem Kontext ist das Forschungsvorhaben "Soziale Konversion" entstanden, das in Kürze eingereicht wird. Bearbeitet wird in diesem Projekt die Relation zwischen militärischen und zivilen Lernprozessen von Männern unter besonderer Berücksichtigung der professionellen Verwertung.
Förderungen: MWF
Konzeptionalisierung, Aufbau und Etablierung der Zentralen Einrichtung "Essener Kolleg für Geschlechterforschung"
PROJEKTE
"Zivilisation und Geschlecht". Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes haben sich folgende vier Forschungsgruppen etabliert:
Technik, Geschlecht, Innovation: (Prof. Dr. D. Janshen, Prof. Dr. A. Fischer, Dr. P. Döge, PD Dr. V. John-Mikolajewski)
Perspektiven geschlechterbewusster Identitätsbildung: (Prof. Dr. H. Hoppe, PD Dr. M. Meuser, Dr. I. Stahr)
Geschlecht und (Verkehrs-) Raum: (Prof. Dr. M. Limbourg)
Migration, Ethnie und Geschlecht: (Prof. Dr. U. Boos-Nünning, PD Dr. M. Meuser)
Geschlechterdialog und Mediation in Unternehmen zur Prävention gegen sexualisierten Machtmissbrauch.
Leiterin/ BearbeiterInnen: Prof. Dr. D. Janshen, Dr. B. Degen, Dr. R. Klees-Möller, G. Reimer
Laufzeit des Projektes: 01.01.2000 - 30.09.2000