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Zur Person

 

Mein Interesse gilt der Verbindung von empirischer Forschung und grundlagentheoretischem Arbeiten und den Themenbereichen Transnationalisierung sozialer Ungleichheit, Rassismus und ethnischer Konflikt, Migration von Hochqualifizierten.

Theoretisch arbeite ich an einem Modell für eine transnational angelegte Ungleichheitsforschung. Bisher muss die Ungleichheitsforschung den nationalen Rahmen normativ wie forschungspragmatisch voraussetzen. Der von mir entwickelte theoretische Vorschlag denkt das Verhältnis von Personen, ihren Ressourcen und Umwelten (u.a. mit Luhmann und Bourdieu) offener. Das erleichtert nicht nur eine fundierte Erfassung der sozialen Lage von MigrantInnen. Auch die soziale Lage (und Mobilität) sesshafter Bevölkerungsteile lässt sich mit einer transnationalen Perspektive auf soziale Ungleichheit besser verstehen.

Das von mir vorgeschlagene Modell sozialer Lagen in der Weltgesellschaft basiert auf empirischen Ergebnissen aus meinem DfG-Projekt „Hochqualifizierte Migrant/innen. Zur Transnationalisierung sozialer Lagen“ (2002-2005). Durch einen maximal konstratierenden Vergleich von IT-Fachkräften mit „Green Card“ in Deutschland, deutschen Expatriates in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie Akademikern, die aus afrikanischen Herkunftsländern nach Westafrika eingewandert sind, sammelte ich empirische Anhaltspunkte, die für und gegen die These einer transnationalen Klassenbildung sprechen.

Danach leitete ich die internationale Studiengruppe zu „Kulturelles Kapital in der Migration. Zur Bedeutung von Bildungs- und Aufenthaltstiteln während der Statuspassage in den Arbeitsmarkt“ [Link: www.cultural-capital.net] zusammen mit Karin Schittenhelm (Siegen), Arnd-Michael Nohl (Berlin) und Oliver Schmidtke (Victoria, CA), die von der VW-Stiftung im Programm „Migration und Integration“ von August 2005 bis Juli 2008 gefördert wurde. Meine Arbeiten in diesem Projekt konzentrieren sich auf rechtliche Barrieren, die eine Arbeitsmarktintegration beeinträchtigen, auch im Ländervergleich mit der Türkei.

 

Wissenschaftliche Tätigkeiten

 

Aug 2005 - Nov 2007   Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie, Lehrbereich Ulrich Beck, Ludwig-Maximilians-Universität München
Jul 2005 - Jul 2008   Studiengruppe der VW-Stiftung "Kulturelles Kapital in der Migration. Zur Bedeutung von Bildungs- und Aufenthaltstiteln während der Statuspassage in den Arbeitsmarkt"
Aug 2002 - Jul 2005   Leitung und Durchführung des DFG-Projekts zur Förderung der eigenen Stelle „Hochqualifizierte Migrant/innen. Zur Transnationalisierung sozialer Lagen“.
Okt 1999 - Jul 2002   Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Mobilitätspioniere“ im SFB 536 „Reflexive Modernisierung“.
23. Aug 1999 - 22. Okt 1999   Visiting Scholar am Institute for Conflict Analysis and Resolution der George-Mason-University, Fairfax, VA. Diverse Gastvorträge u.a. am Weatherhead Center for International Affairs der Harvard University, Cambridge, MA, USA.
Mai 1994 - Dez 1998   Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Berghof Forschungszentrum für Konstruktive Konfliktbearbeitung, Berlin·
Evaluationsstudie über das US-initiierte osteuropäische Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen „Partners for Democratic Change“ in Zusammenarbeit mit CDR Associates, Boulder, CO und der CS Mott Foundation (beide USA).
Wissenschaftliche Dokumentation und Veröffentlichungen im „Support-project for peace builders in the countries of the former Sowjet Union and (Central-) Eastern Europe“ (gefördert vom PHA-RE/TACIS Democracy Programme der EU).
Qualitative Bedarfsanalyse zum Pilotprojekt „Strategies and Needs of Peace NGOs in the New Eastern Democracies.“

 

Mitarbeit in Wissenschaftlichen Organisationen

 

Vorstandsmitglied der Sektion „Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.

Kooptiertes Mitglied des Instituts für Weltgesellschaft an der Universität Bielefeld.

 

Wissenschaftliche Ausbildung

 

Nov 1996 - Jul 2001   Promotion in Soziologie bei Klaus Eder an der Humboldt-Universität Berlin. Thema: “Rassistische Effekte unter antirassistisch engagierten MultiplikatorInnen. Zur interaktiven Reproduktion einer symbolisch vermittelten Dimension sozialer Ungleichheit.”
Okt 1996 - Feb 1998   Teilnahme an Forschungswerkstätten im Aufbaustudiengang “Qualitative Methoden” bei Ralf Bohnsack, FU Berlin.
Nov 1987 - Feb 1992   Diplomstudium der Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München

 

Pädagogische Ausbildung

 

Dez 1995 - Sep 1998   Zweijährige Langzeitfortbildung “Pädagogisches Psychodrama” und anschließende einjährige Supervision.