Aktuelles - Nov '10

Forschungsvorhaben Effizienzsteigerung von Fahrbahnbelägen auf Stahlbrücken

Das Institut für Strassenbau und Verkehrswesen bearbeitet in Kooperation mit dem Institut für Metall- und Leichtbau der Universität Duisburg-Essen, das von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) geförderte Forschungsprojekt „Effizienzsteigerung des Fahrbahnbelags auf Stahlbrücken mit Schäden in Form von Rissen im Bereich von Anschlüssen am Deckblech (Kategorie-1-Schäden)“.

Bei  Stahlbrücken, die in den 60er Jahren gebaut wurden, ist seit etwa 20 Jahren eine stetige Zunahme von Schäden zu verzeichnen. Verursacht werden diese Schäden durch die unzureichende Ermüdungsfestigkeit einzelner Konstruktionsdetails in Kombination mit erhöhten Beanspruchungen durch den wachsenden Verkehr, insbesondere den Schwerverkehr. Da aber auch bei starken Schädigungen die Instandsetzung einer Stahlbrücke deutlich kostengünstiger ausfällt als ein Neubau, gilt es, den Bestand der vorhandenen Bauwerke nachhaltig zu sichern. In der Vergangenheit durchgeführte Instandsetzungen, die sich meist nur auf das Ausfugen und Nachschweißen der schadhaften Stellen beschränkt haben, erwiesen sich im Nachhinein oft als kostspielige Maßnahmen, da sie in etlichen Fällen nicht zu einem dauerhaften Erfolg führten. Um auch bei weiter ansteigenden Ermüdungsbeanspruchungen eine hinreichende Gesamtlebensdauer ohne erhöhten Wartungs-aufwand sicherzustellen, werden wirksame Konzepte und neue Lösungen für die nachhaltige Instandsetzung von Stahlbrücken erforderlich.

Im Rahmen des Projekt „Untersuchung zur nachhaltigen Instandsetzung von orthotropen Fahrbahnplatten von Stahlbrücken unter Berücksichtigung des Belagsystems“ wurden verschiedene Verstärkungsmaßnahmen zur Verringerung oder Vermeidung der besonders kritischen Schäden in Form von Rissen im Bereich von Anschlüssen am Deckblech (Kategorie-1-Schäden) betrachtet. Demzufolge wäre es eine vielversprechende Lösung, den herkömmlichen Fahrbahnbelag so zu modifizieren oder durch alternative Materialien zu ersetzen, dass eine erhöhte und dauerhafte mittragende Wirkung gewährleistet ist.

Die Schutzschicht und die Decksicht von herkömmlichen Fahrbahnbelägen auf Stahlbrücken sind gemäß den TL BEL-ST (aufgrund der Wasserdichtigkeit) aus Gussasphalt herzustellen. Neben den eigentlichen Funktionen als Abdichtung des Bauwerks und als befahrbare Oberfläche mit ausreichender Ebenheit und Griffigkeit für den überrollenden Verkehr bewirkt der Fahrbahnbelag eine deutliche Verringerung der Spannungen in der orthotropen Fahrbahnplatte. Die Materialeigenschaften von Gussasphalt verändern sich jedoch stark in Abhängigkeit der jahreszeitlich bedingten Temperaturschwankungen. Bei sommerlichen Asphalttemperaturen von bis zu 50°C verringert sich die mittragende Wirkung des Fahrbahnbelags deutlich, was die Spannungen in der orthotropen Fahrbahnplatte erhöht und wiederum die Zunahme der oben beschriebenen Schäden begünstigt.

Kooperationspartner: www.uni-due.de/iml

Aktuelles - Mrz '10

Forschungsprojekt colognE-mobil

colognE-mobil

Geräuscharme Elektroautos benötigen neue Standards für die Verkehrssicherheit nichtmotorisierter Verkehrsteilnehmer

Der Lehrstuhl für Straßenbau und Verkehrswesen erforscht im Rahmen des colognE-mobil Projektes die Auswirkungen reduzierter Wahrnehmbarkeit der Elektrofahrzeuge auf die Verkehrssicherheit nichtmotorisierter Verkehrsteilnehmer. Die Motor- und Antriebsgeräusche von Elektrofahrzeugen gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sind deutlich geringer. Zusätzlich liegt es im Interesse der Kommunen lärmmindernde Asphalte in Städten und Gemeinden einzusetzen, um die Reifen-Fahrbahn-Geräusche zu vermindern. Beide Entwicklungen führen zu einer reduzierten Wahrnehmbarkeit der Elektrofahrzeuge. Alle nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer, insbesondere Blinde und sehbehinderte Menschen, spielende Kinder, alte Menschen, uvm., sind auf die Geräusche von Fahrzeugen bei der Überquerung einer Straße angewiesen.

 

Unterschiedliche Wege werden in diesem Forschungsvorhaben beschritten, einige werden nachfolgend kurz beschrieben.

  • Erforschung des subjektiven Sicherheitsempfinden nichtmotorisierter Verkehrsteilnehmer
    Aufgrund der geringen Anzahl an Elektrofahrzeugen werden hierfür zunächst Radfahrer (leises Fahrzeug) und Fußgänger in Essen und in Münster befragt. Zeigen Fußgänger in Münster (hohes Radverkehrsaufkommen) ein anderes Sicherheitsempfinden gegenüber Radfahrern als ein Fußgänger in Essen (geringes Radverkehrsaufkommen)? Wie lassen sich die hier erzielten Forschungsergebnisse auf die Interaktion Fußgänger/Elektoauto übertragen?
  • Verkehrskonflikttechnik
    Reaktionen zwischen nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmern und Elektroautos werden erfasst und dokumentiert, um hieraus das Unfallrisiko abzuschätzen zu können.
  • Experimentstudie vor Ort in Köln
    Nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer werden nach ihrer Wahrnehmung der Elektrofahrzeuge befragt.

Mit den Erkenntnissen aus den o.a. und weiteren Untersuchungen sollen Maßnahmen entwickelt werden, die zur Verbesserung der Wahrnehmung geräuscharmer Elektrofahrzeuge, ggf. unter Berücksichtigung lärmmindernder Fahrbahnbeläge, beitragen. Einbezogen werden Erfahrungen und Meinungen von Vertretern verschiedener Verbände wie z.B. Blindenverbände.

Projektwebseite: www.colognE-mobil.de

Aktuelles - Dez '09

Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest

Weihnachtskarte 2009

Das Institut für Straßenbau und Verkehrswesen wünscht Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2010.

Aktuelles - Nov '09

Webangebot überarbeitet

Die beiden Wegangebote der Fachbereiche Straßenbau und Verkehrswesen sind erfolgreich zusammengelegt worden. Das neue Webangebot bietet allen Gästen und Studierenden übersichtliche Informationen rund um das Institut für Straßenbau und Verkehrswesen.