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un-sichtbar: start:
unsichtbares design?    

Seit mehr als 80 Jahren werden in Marburg, zunächst in der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V., heute in der Blista-Brailletec gemeinnützige GmbH, technische Hilfen für Blinde entwickelt und produziert. Und seit 16 Jahren wirken Studenten der Universität GH Essen an der Gestaltung dieser Produkte mit. Das persönliche Engagement der unmittelbar Betroffenen, in Marburg Dipl.Ing. Manfred Harres und in Essen, nach dem Tod von Prof. Rainer Bergmann, seit 1987 Prof. Friedbert Obitz, hatte drei Gründe:

Die Ausbildung von Industrial Designern

Der Designer entwirft auf der Grundlage ästhetischer, technischer, wirtschaftlicher und ergonomischer Analysen industriell zu fertigende Geräte und Systeme. Für Menschen mit funktionellen Einschränkungen gelten aber besondere Anforderungen. Die "richtige" physio- und psychokonforme Gestaltung zu

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erforschen und beispielhaft anzuwenden, war das Ziel der hier gezeigten Studienprojekte.

Das soziale Engagement

In der Bundesrepublik Deutschland leben ca. 80 000 Blinde. Für die Integration dieser Menschen in unsere Arbeits- und Lebenswelt sind Blindenhilfsgeräte zur elektronischen Erfassung, Verarbeitung und Darstellung von Texten und Daten unabdingbar. Es ist eine soziale Aufgabe, die speziellen gestalterischen Bedürfnissen und Wünsche der Blinden nach funktioneller Handhabung und emotionalem Wohlbefinden bei der Nutzung ihrer Hilfen zu erfüllen und sie nicht durch schlechte Gestaltung ihrer Hilfsmittel zu stigmatisieren.

Die unternehmerische Zielsetzung

Industrial Design sollte Bestandteil jeder unternehmerischen Zielsetzung sein. Besonders die Hersteller technischer Hilfen für Behinderte brauchen die Unterstützung von Designern, denn die "richtige" Gestaltung ihrer Produkte ist oft der entscheidende Wettbewerbsvorteil im Markt. Sie dient der Identifikation des Kunden mit dem designorientierten Unternehmen.

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