Im Zeitalter steigender Energiepreise und wachsenden Umweltbewusstseins spielt bei der Anschaffung eines neuen PCs neben der reinen Leistungsfähigkeit des Rechners auch dessen Stromverbrauch eine große Rolle.
In den letzten Jahren hat sich die Technologie diesbezüglich deutlich weiterentwickelt. Mit neuer Technologie und abgestimmten Komponenten kann ein neues PC-System mit einem Bruchteil des Stromverbrauchs eines herkömmlichen Büro-PCs auskommen.
CPU und Grafikkarte sind zusammen bereits für ca. 60% des Stromverbrauchs eines PCs verantwortlich. Alleine durch die Auswahl der richtigen Komponenten kann damit bereits bei der Anschaffung aktiv Strom gespart werden:
- Dual-Core Prozessoren sind besonders energiesparend. Bei 40% mehr Leistung benötigen sie 40% weniger Energie
- Eine Onboard-Grafik genügt in vielen Fällen den Kunden-Bedürfnissen. Sie ist günstiger in der Anschaffung und benötigt weniger Energie
Auf unseren Campi finden sich Geräte, die sich in ihrem Energieverbrauch, allein auf Grund des Technologiewandels, um bis zu 300% unterscheiden. Allein der Einsatz einer modernen Grafikkarte, anstelle des Onboard-Grafikchips, kann den Verbrauch per Std. um bis zu 120 Watt erhöhen.
Ein möglicher Durchschnittswert umfasst das Spektrum von 130 – 250 Watt für PC mit Monitor. Sonstige Peripheriegeräte sind dabei nicht berücksichtigt.
Die günstigeren Verbrauchswerte treffen z. Zt. auf ca. 40% der im Verwaltungsbereich im Einsatz befindlichen PCs zu, bis zum Sommer 2008 wird sich der Anteil durch Austausch von energieintensiveren „Altgeräten“ auf ca. 60% erhöhen (gilt für Duisburg).
In einer ersten Energiebetrachtung im März 2007, zu finden unter Erste Überlegungen vom März 2007 weiter unten in diesem Artikel, haben wir einen Dell-PC vom Typ GX-620 betrachtet und mussten dabei eine maximale Leistungsaufnahme von 128 Watt berücksichtigen.
- Seit dem 1.1.2007 wurden 227 Geräte des Typs Dell OptiPlex 745 MT mit 114 Watt geliefert.
- Im November 2007 haben wir für den Einsatz in PC-Pools den Typ 740 MT mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 103 Watt beschafft.
- Zurzeit werden Rechner des Typs Dell OptiPlex 755 MT beschafft, die nur noch 73 Watt Leistungsaufnahme benötigen.
Zum Rechner kommt ein Bildschirm hinzu, der z.B. als Flachbildschirm des Typs Dell 1707FP mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 65 Watt eingeplant werden muss.
Energiesparen durch den Einsatz moderner 80 + Netzteile
Die Techniker des IT-Servicecenter empfehlen generell den Einsatz moderner 80+Netzteile.
Diese Netzteile gewährleisten bei fest definierten Leistungsabgaben einen Wirkungsgrad von mindestens 80% und mehr. Je höher der Wirkungsgrad ist, umso geringer die Verlustleistung und die Wärmeentwicklung. Bei der Bemessung eines Netzteiles auf seine Gesamtleistung sind unterschiedlichste Faktoren wie Prozessor, Grafik und auch die Anzahl der angeschlossenen Verbraucher von entscheidender Bedeutung. Hierbei sind Ihnen die Mitarbeiter des IT-Servicecenter gerne behilflich.
Bei älteren PC’s oder defekten Netzteilen lohnt sich generell der Austausch gegen neue 80+Netzteile, wobei sich die Mehrkosten bei der Anschaffung innerhalb kürzester Zeit über den Verbrauch amortisieren und einen geringeren CO2 Ausstoß gewährleisten. Bei vielen neueren nachfolgend aufgeführten Dell Optiplexmodellen sind bereits zertifizierte 80+Netzteile verbaut.
Computer Model Power Supply
Optiplex
360 DT
M618F und M619F
740 DT
alle
760 SFF
RM112 und WU136
760 MT
PW115 und FR607
760 DT
CY826 und RM110
960 SFF
RM112 und WU136
960 MT
PW115 und FR607
960 DT
RM110 und CY826
Erste Überlegungen vom März 2007
Die Techniker unserer ZIM-Werkstätten haben einmal nachgerechnet, wie hoch der Stromverbrauch eines Standard - Arbeitsplatzrechners ist. Dabei wurden ein Dell-PC vom Typ GX-620 und ein TFT-Display NEC 15“ zugrunde gelegt. Deren Stromverbrauch addiert sich während einer 8-stündigen Dienstzeit auf 2120 Wattstunden. Bleiben diese Systeme auch außerhalb der Dienstzeiten angeschaltet, fällt in der Regel der gleiche Verbrauch an, so dass ein außerdienstliches Abschalten von DV-Anlagen den gesamten Verbrauch auf 1/3 reduziert.
Wichtig bei dieser Problematik erscheint jedoch der relativ hohe CO2 Ausstoß während der nächtlichen Betriebszeit. Der von uns ermittelte CO2 Ausstoß von 12 kg täglich würde sich bei einer außerdienstlichen Abschaltung auf ca. 4 kg reduzieren, also um ca. 66%. Diese Werte beziehen sich auf die Primär-Energieerzeugung mittels Steinkohle. Im internationalen “Energie Drittel-Mix“ würde sich der CO2 Ausstoß noch weiter erhöhen.
Einen stationären Arbeitsplatz eingeschaltet zu lassen bedeutet, dass sich der außerdienstliche Stromverbrauch bezogen auf 5 Arbeitstage um 2/3 erhöht!
Bei einer nächtlichen Datensicherung durch das Backup-System werden relativ geringe Datenmengen gesichert, der Arbeitsplatzrechner wäre jedoch ca. 16h länger in Betrieb. Auch Windows und Viren Updates lassen sich in der Regel ohne größeren Aufwand tagsüber bewerkstelligen.
