Biowissenschaftler entschlüsseln Erbinformation
Manche mögen es heiß
[08.02.2012] Einen entscheidenden Erfolg können UDE-Biowissenschaftler feiern: Ihnen ist es gelungen, die Erbinformation eines wichtigen und besonders vielseitigen Vertreters aus der Domäne der Archaea zu entschlüsseln. Ihre Ergebnisse wurden jetzt im internationalen online-Fachmagazin PLoSone (Siebers et al. 2011, 6 (10), e24222) veröffentlicht.
„Dieser Organismus, Thermoproteus tenax, ist deshalb so interessant, weil er physiologisch vielseitig ist und unter extremen Bedingungen gedeiht. Zum Wachsen benötigt er nämlich Temperaturen um 86 Grad Celsius und ein leicht saures Milieu“, verrät Prof. Dr. Bettina Siebers, Expertin für Molekulare Enzymtechnologie und Biochemie.
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Prof. Carsten Schmuck im Vorstand der Liebig-Vereinigung
Elementare Berufung
[13.12.2011] Als Dozent fördert er schon lange den wissenschaftlichen Nachwuchs. Seit kurzem macht er sich auch als Dekan der Fakultät für Chemie für sein Fach stark. Mit diesen guten Voraussetzungen wurde Prof. Dr. Carsten Schmuck von der Universität Duisburg-Essen (UDE) nun in den Vorstand der Liebig-Vereinigung gewählt. Als eine der größten Fachgruppen der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) vertritt sie die Interessen der Organischen Chemie. In den kommenden vier Jahren will Schmuck vor allem den Dialog mit der Öffentlichkeit suchen und zeigen, wie wichtig das Fach für die Naturwissenschaften aber auch die moderne Gesellschaft ist.
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Wahl in die Leopoldina
Prof. Dr. Erich Gulbins, Leiter des Instituts für Molekularbiologie (Tumorforschung), wurde als Mitglied in die Nationale Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.
UDE ist „Ausgewählter Ort 2011“ im Land der Ideen
Neues HIV-Diagnoseverfahren prämiert
[25.11.2011] Der HIV-Erreger gilt als besonders tückisch: Seine hohe Anpassungsfähigkeit ermöglicht es ihm, den Schutz des menschlichen Immunsystems zu umgehen. Neue Wirkstoffe und diagnostische Verfahren verbessern jedoch die Behandlungsmöglichkeiten. So konnten Wissenschaftler am Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) der Universität Duisburg-Essen (UDE) im letzten Jahr eine neue Computermethode entwickeln, die eine Diagnose genauer und damit die Behandlung erfolgreicher machen könnte. Das vielversprechende Forschungsprojekt wird am 1. Dezember, dem Welt-AIDS-Tag, im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ als „Ausgewählter Ort 2011“ geehrt.
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Wasserstoffbrücken-Netzwerk direkt beobachtet
Wie werden Proteine gefaltet?
[25.11.2011] Zu den wichtigsten Bausteinen des Lebens gehören Proteine. Damit sie im Körper richtig funktionieren, muss deren Aminosäuresequenz in jeder Zelle in eine definierte dreidimensionale Struktur gebracht werden. Gelingt dieser hochkomplizierte Faltungsvorgang nicht, kann dies zu zahlreichen Krankheiten führen, zum Beispiel Krebs, Alzheimer oder Parkinson.
Mediziner und Biologen fragen sich schon seit langem, wie diese Prozesse im Detail ablaufen. Wie funktionieren zum Beispiel Faltungshelfer-Enzyme wie die Parvuline? Eine erste Antwort auf diese Frage können nun Wissenschaftler des Zentrums für Medizinische Biotechnologie (ZMB) der Universität Duisburg-Essen (UDE) geben. Prof. Peter Bayer und Dr. Jonathan W. Mueller konnten nämlich kürzlich einzelne Wasserstoff-Atome im Kern von sehr hoch auflösenden Proteinkristallen sichtbar machen. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse jetzt in der renommierten Fachzeitschrift "Journal of the American Chemical Society".
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Exklusives Mentoringprogramm
Stars der Forschung geben Tipps
[18.10.2011] Die eigene Doktorarbeit mit einem Nobelpreisträger zu diskutieren – ein kühner Traum für einen Nachwuchsforscher. Ihn seinen Mentor nennen zu dürfen – erst recht utopisch. Immerhin handelt es sich um einen der klügsten Köpfe der Welt. Das Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) der Uni macht gleich beides möglich: Eine Handvoll Laureaten, mit der höchsten Auszeichnung in Medizin bzw. Chemie dekoriert, steht 25 Promovierenden zur Seite.
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Nobelpreisträger Kurt Wüthrich hält einen Vortrag
Eiweißmolekül mit verheerenden Folgen
[19.10.2011] Was passiert bei BSE oder der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, der menschlichen Variante der Rinderseuche? Ein körpereigenes Eiweiß macht das Gehirn zum Schwamm. Diesen Prionproteinen hat Nobelpreisträger Prof. Dr. Kurt Wüthrich einen Großteil seiner Forschung gewidmet. Hierüber hält er am Donnerstag, 20. Oktober, einen englischsprachigen Vortrag an der UDE.
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Virologen widerlegen japanische Forschungsergebnisse
Unter die Lupe genommen
[09.09.2011] Manchmal ist Wissenschaft richtige Detektivarbeit: Das stellten auch die Mitarbeiter der Forschungsgruppe um Prof. Dr. Ulf Dittmer und Dr. Gennadiy Zelinskyy an der Universität Duisburg-Essen (UDE) fest. In der renommierten Wissenschaftszeitung Journal of Immunology entdeckten sie in einem Beitrag einer japanischen Arbeitsgruppe fehlerhafte Forschungsergebnisse – und prüften diese erst einmal intensiv nach.
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Neue Veröffentlichung in Nature Communications
Molekulare Eindringlinge
[31.08.2011] Wege durch die Zellmembran: Kurze eiweißartige Molekülketten untersuchen Wissenschaftler des Zentrums für Medizinische Biotechnologie der Universität Duisburg-Essen (UDE). Diese so genannten Cell Penetrating Peptides (CPPs) dringen in Zellen ein, doch was sie von gewöhnlichen Peptiden unterscheidet, war bislang weitgehend unbekannt. Ein Kombination aus Experimenten und Simulationen lieferte überraschende Erkenntnisse, die Manuel Prinz und Prof. Dr. Daniel Hoffmann aus der Abteilung für Bioinformatik nun mit internationalen Kollegen in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht haben.
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Lättig-Tünnemann G, Prinz M, Hoffmann D, Behlke J, Palm-Apergi C, Morano I, Herce HD, Cardoso MC. Backbone rigidity and static presentation of guanidinium groups increases cellular uptake of arginine-rich cell-penetrating peptides. Nat Commun. 2011 Aug 30;2:453. doi:10.1038/ncomms1459.
Veröffentlichung in der Nature Cell Biology
Spät wirkende Mutationen
[10.08.2011] Verzögerte Entwicklung: Manche Zellmutationen befinden sich schon lange im menschlichen Körper, führen jedoch erst ab dem 40. Lebensjahr zu bestimmten Erkrankungen. Damit befassen sich Biologen der Universität Duisburg-Essen (UDE). Ihre Ergebnisse haben sie jetzt in der Online-Ausgabe der renommierten Nature Cell Biology veröffentlicht.
„Wir arbeiten seit Jahren an einem System, in dessen Zentrum VCP/p97 – eine Art Nanomaschine – steht. Sie reguliert viele grundlegende und lebenswichtige zelluläre Prozesse wie die Zellteilung. Kürzlich wurde entdeckt, dass bestimmte Mutationen in der Nanomaschine zu einer degenerativen Erkrankung führen. Dies war erstaunlich, da diese Krankheiten trotz der grundlegenden Funktionen in VCP/p97 erst im Alter von etwa 40 bis 60 Jahren auftreten“, erklärt Prof. Dr. Hemmo Meyer vom Institut für Molekularbiologie.
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Sieger im Wettbewerb „NanoMikro+Werkstoffe.NRW“
Zell-Sortieranlage für die (bio)medizinische Forschung
[02.08.2011] Eine mikrochip-basierte Zell-Sortieranlage für die biomedizinische und klinische Forschung will ein neues Konsortium im Ruhrgebiet entwickeln. Die Jury des Landeswettbewerbs NanoMikro+Werkstoffe.NRW hat das Konzept, an dem die Uni Duisburg-Essen (UDE) maßgeblich beteiligt ist, überzeugt.
In den nächsten drei Jahren bekommt das Projekt insgesamt 1,59 Millionen Euro Fördermittel. Die Projektpartner sind das Institut für Zellbiologie (Tumorforschung) des Uniklinikums, das Fachgebiet Allgemeine und Theoretische Elektrotechnik der UDE, das Duisburger Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme sowie die Dortmunder Firma Bartels Mikrotechnik. Die Partner stocken die Mittel auf 1,83 Millionen Euro auf.
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Transregio 60 ist den Viren auf der Spur
Erfolge in der Hepatitis- und Aidsforschung
[06.07.2011] Mehr als 500 Millionen Menschen sind weltweit mit HIV oder den Hepatitisviren B und C infiziert. Forscher der UDE und aus Wuhan konnten nun entschlüsseln, wie Viren chronische Infektionen verursachen. Ein wichtiger Schritt, damit Impfstoffe und neue Therapien entwickelt werden können.
Seit 2009 untersucht der deutsch-chinesische Sonderforschungsbereich Transregio 60, wie es Viren gelingt, dem Abwehrmechanismus des Körpers zu entkommen. Nach nur anderhalb Jahren intensiver Studien geben die Virologen jetzt erste große Erfolge zur Bekämpfung von Hepatitis C und HIV bekannt.
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Wirkstoffe gegen Krebs und Stoffwechselerkrankungen
Mit Naturstoffen heilen
[28.06.2011] Neue Wirkstoffe zur Bekämpfung von Krebs und Stoffwechselerkrankungen auf der Basis von Naturstoffen zu entdecken, ist Ziel eines neuen Konsortiums aus Unternehmen, Forschungsinstituten und der Universität Duisburg-Essen (UDE). Das Gemeinschaftsprojekt ist einer der Gewinner des Wettbewerbs Bio.NRW und wird in den kommenden drei Jahren mit rund 3,6 Mio. Euro durch das Wissenschaftsministerium gefördert.
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Prof. Dr. rer. nat. Matthias Gunzer
Neu am ZMB
[17.06.2011] Im Juni 2011 hat Prof. Dr. rer. nat. Matthias Gunzer die neue Brückenprofessur für Molekulare Immunologie am Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) angenommen.
Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Gunzer liegen im Bereich der zellulären Dynamik, insbesondere in der Charakterisierung der Dynamik des Verhaltens von Immunzellen, ihrer Sterblichkeit und ihrem Wandermuster.
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Stärkung der biomedizinischen Strahlenforschung
Neues Graduiertenkolleg
[17.05.2011] Die Deutsche Forschungsgemeinschaft richtet in der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) ein weiteres Graduiertenkolleg (GRK) ein. Mit dem neuen GRK („Molekulare Determinanten der zellulären Strahlenantwort und ihre Bedeutung für die Modulation der Strahlensensitivität“) verfügt die UDE jetzt über insgesamt sechs DFG-Graduiertenkollegs, drei davon im Bereich Biomedizin.
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29.500 Euro Preisgeld für Krebsforscherin Shirley Knauer
Wie Tumorzellen überleben
[11.04.2011] Tumorzellen sind keine Leisetreter. "Sie tun was, um sich vor Therapien zu schützen", sagt Prof. Dr. Shirley Knauer vom Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB). Welche Strategien Kopf-Hals-Tumore dabei an den Tag legen, untersucht das aktuelle Projekt der Krebsforscherin.
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Engagement in der Begabtenförderung
Prof. Shirley Knauer leitet Lebenswissenschaftliches Kolleg „Onkologie“ der Studienstiftung des Deutschen Volkes
[05.04.2011] Bereits zum zweiten Mal leitete die Krebsforscherin Prof. Shirley Knauer vom Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) der Universität Duisburg-Essen das Lebenswissenschaftliche Kolleg „Onkologie“ der Studienstiftung des Deutschen Volkes, in diesem Frühjahr unterstützt von ihrem Mainzer Kollegen Prof. Dr. Roland Stauber.
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Prof. Dr. Markus Kaiser erhält europäischen Förderpreis
Großer Erfolg für Chemische Biologie
[31.01.2011] Internationale Anerkennung: Für seine Forschungen in der Chemischen Biologie wurde Prof. Dr. Markus Kaiser von der Universität Duisburg-Essen (UDE) mit einem hochrangigen Förderpreis des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) ausgezeichnet. Er erhielt den „Starting Independent Researcher Grant“, der mit 1,49 Millionen Euro dotiert ist.
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UDE-Beitrag im Wissenschaftsmagazin NATURE GENETICS
Zwei neue Gene aufgespürt
[06.12.2010] Gesichtsveränderungen, wie nach außen abfallende Lidachsen, unterentwickelte Jochbögen, kleine fehlgebildete Ohren und ein kleines Kinn sind die auffälligsten Kennzeichen einer vererbbaren Erkrankung namens Franceschetti-Syndrom (Treacher Collins-Syndrom). Bislang führte man sie nur auf Veränderungen in einem bestimmten Gen, TCOF1, zurück.
Dass auch Defekte in zwei weiteren Genen diese Krankheit verursachen, haben jetzt 20 europäische Forscher unter der Leitung von Prof. Dr. Dietmar Lohmann und Prof. Dr. Dagmar Wieczorek vom Institut für Humangenetik am Universitätsklinikum der Universität Duisburg-Essen (UDE) herausgefunden. Die renommierte Wissenschaftszeitschrift Nature Genetics publiziert ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe vom 5. Dezember.
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Weiterförderung des DFG-Graduiertenkollegs 1431
Wie wird die Erbinformation abgelesen?
[02.12.2010] „Hervorragende Arbeit – weiter so!“ lautet das Fazit der Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), als sie die bisherige Arbeit des Graduiertenkollegs „Transkriptionskontrolle, Chromatinstruktur und DNA-Reparatur in Entwicklung und Differenzierung“ (GRK 1431) an der Universität Duisburg-Essen (UDE) zu bewerten hatten. Jetzt liegt der Förderbescheid für die kommenden viereinhalb Jahre vor.
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Neues Forschungsprojekt am Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ)
DFG fördert Lungenkrebsforschung mit 370.000 Euro
[26.11.2010] Jährlich erkranken in Deutschland fast 40.000 Menschen – meist Raucher - an nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen. Da diese überwiegend in fortgeschrittenen Stadien entdeckt werden, ist dieser Lungenkrebs mit großem Abstand die häufigste Krebstodesursache.
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WTZ im Deutschen Konsortium für Krebsforschung
Mit vereinten Kräften gegen Krebs
[09.11.2010] Das Westdeutsche Tumorzentrum (WTZ) am Universitätsklinikum der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist Partner im "Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung". Das gab nun das Bundesministerium für Bildung und Forschung bekannt. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg übernimmt dabei die Funktion eines Kernzentrums, das mit exzellenten universitären Krebszentren an sieben Partnerstandorten kooperiert. Insgesamt hatten sich 17 Universitätskliniken als Partnerstandorte beworben.
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Verbesserung immunologischer Behandlungsmöglichkeiten
Antikörper gegen Krebs
[10.11.2010] Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Vor allem bei älteren Menschen findet sich in den letzten Jahrzehnten mit der gesteigerten Lebenserwartung eine deutliche Zunahme an Tumorerkrankungen. Die Behandlungsmöglichkeiten für Krebserkrankungen umfassen Chirurgie, Strahlentherapie und Chemotherapie. In den letzten Jahren konnte dieses Arsenal durch die erfolgreiche Einführung sogenannter zielgerichteter Tumormedikamente wie z.B. monoklonale Antikörper erweitert werden. Am Westdeutschen Tumorzentrum des Universitätsklinikums Essen durchgeführte Behandlungsstudien haben hierzu wesentlich beigetragen.
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Neue Graduiertenschule BIOME startet am 5. Juli
Biomedizinisches Netzwerk
[28.06.2010] Das gemeinsame disziplinübergreifende Lernen und Forschen steht im Mittelpunkt der neuen Graduiertenschule für Promovierende in der Medizin und Biologie an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Die Graduate School of Biomedical Science (kurz: BIOME) öffnet am 5. Juli offiziell ihre Pforten. (Beginn: 13 Uhr, Audimax am Universitätsklinikum Essen, Hufelandstraße 55). Als Gastredner konnte Nobelpreisträger Prof. Dr. Robert Huber gewonnen werden.
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Prof. Dr. Rudolf Jaenisch ist Scientist in Residence 2010
Berühmter Stammzellforscher zu Gast
[29.06.2010] Ein Pionier der Stammzellforschung kommt an die UDE: Prof. Dr. Rudolf Jaenisch, einer der berühmtesten deutschen Wissenschaftler und seit über 25 Jahren Forscher am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT), ist in diesem Jahr "Scientist in Residence". An der UDE tauscht er sich mit Nachwuchswissenschaftlern aus und hält einen öffentlichen Vortrag über die Chancen und Grenzen der Stammzellforschung. Interessierte sind hierzu am Dienstag, 6. Juli, 18 Uhr, in das Audimax am Essener Campus (Segerothstraße) eingeladen.
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Computerprogramm für bessere HIV-Diagnose entwickelt
Virusvariante zuverlässig bestimmen
[26.04.2010] Der HIV-Erreger gilt als besonders tückisch, weil er viele außergewöhnliche Eigenschaften besitzt und es versteht, der Kontrolle des menschlichen Immunsystems zu entkommen. Bis heute gibt es keine Therapie, um das Aids-Virus auszumerzen. Bioinformatiker am Zentrum für Medizinische Biotechnologie der UDE haben nun eine neue Computermethode entwickelt, die eine genauere Diagnose und damit eine verbesserte Therapie ermöglichen könnte. Es ist ein Programm, das mit hoher Genauigkeit vorhersagt, welche Korezeptoren ein Virus bevorzugt, um neue Zellen zu infizieren.
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Dybowski JN, Heider D, Hoffmann D (2010). Prediction of Co-Receptor Usage of HIV-1 from Genotype. PLoS Comput Biol.6(4): e1000743.
Einblicke in die Entstehung von Knochentumoren
Aus der Trickkiste der Molekularbiologie
[23.02.2010] Einer seltenen Erkrankung des Skeletts sind Wissenschaftler der Uni Duisburg-Essen (UDE) auf der Spur. Sie verursacht bei den Betroffenen – besonders bei Kindern – oft Bewegungseinschränkungen, Schmerzen und ein verkürztes Wachstum der Knochen. Dabei entstehen in der Nähe der Gelenke gutartige Knochentumoren, sogenannte kartilaginäre Exostosen oder Osteochondromen. Anhand eines neuen Mausmodells lassen sich diese nun bereits in einem frühen Stadium erforschen.
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300.000 Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Malaria wirksam bekämpfen
[09.02.2010] Mit 300.000 Euro unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in den kommenden drei Jahren ein neues Projekt zur Bekämpfung tropischer Infektionskrankheiten an der Universität Duisburg-Essen (UDE) unter der Leitung von Prof. Dr. Carsten Schmuck, Organische Chemie.
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Gut gerüstet für die Zukunft
Bestnoten für Absolventen der Medizinischen Biologie
[14.10.2009] Erstmalig feierten in diesem Jahr gleich zwei Jahrgänge Ihren erfolgreichen Abschluss im Studienfach Medizinische Biologie. In einem Festakt wurden sowohl die Bachelor-, als auch die Master-Absolventen an der Universität Duisburg-Essen gebührend gefeiert.
Mehr Informationen
Nature Veröffentlichung September 2009
Zellen auf Wanderschaft
[28.09.2009] Viele Zellen im menschlichen Körper sind mobil, die Immunzellen beispielsweise bewegen sich zielgerichtet auf Krankheitserreger zu, um diese zu vernichten. Auch bei Verletzungen machen sich körpereigene Zellen, wie die Fibroblasten, auf den Weg, um das in Mitleidenschaft gezogene Gewebe zu erneuern.
Die Bewegung einer Zelle innerhalb eines Organismus ist ein komplexer Prozess, an dem das zelleigene Skelett, das sogenannte Zytoskelett, maßgeblich beteiligt ist. Aber woher weiß die Zelle welchen Weg sie gehen muss und wie organisiert sie ihr Fortkommen?
Dieser Frage geht die Juniorprofessorin Perihan Nalbant am Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) der Universität Duisburg-Essen nach. Sie erforscht die molekulare Maschinerie, die im Zusammenspiel mit dem Zytoskelett die Fortbewegung der Zelle ermöglicht. Die Zellbewegung läuft dabei grundsätzlich in zwei Phasen ab: Die Zelle streckt zunächst einige Fortsätze aus, von denen sich viele wieder zurückbilden. Einige wenige Fortsätze werden jedoch stabilisiert und verankern fest mit dem Substrat, wodurch die Bewegungsrichtung vorgegeben wird. In der zweiten Phase wird der gesamte restliche Zellkörper in die Richtung der stabilisierten Fortsätze gezogen, wodurch effektiv eine Nettobewegung erreicht wird.
Eine besondere Herausforderung ist es, die Prozesse, die bei der Zellbewegung ablaufen, für das menschliche Auge sichtbar zu machen. Dank der konfokalen Lasermikroskopie und verbesserter Verfahren zur Markierung von Proteinen ist es heute möglich die Moleküle, die beispielsweise das Ausbilden der Zellfortsätze fördern und stabilisieren, in lebenden Zellen bei ihrer Arbeit zu beobachten. Durch neueste Bilddaten zu einem dieser Moleküle, Cdc42, konnte Frau Prof. Nalbant kürzlich zur detaillierten zeitlichen und räumlichen Aufklärung der Fortbewegungsmaschinerie beitragen: In der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Nature wird beschrieben, dass Cdc42 nicht, wie bisher angenommen, an der anfänglichen Ausbildung der Zellfortsätze beteiligt, sondern vielmehr für die eigentliche Stabilisierung verantwortlich ist.
Wie wichtig das Verständnis dieser Prozesse ist, wird deutlich, wenn diese außer Kontrolle geraten. Erst durch die Aktivierung der Migrationsmaschinerie sind Tumorzellen in der Lage, aus ihrer angestammten Umgebung auszubrechen, über das Blutgefäßsystem in andere Gewebe einzudringen und auf diese Weise die gefürchteten Metastasen zu bilden.
Machacek M, Hodgson L, Welch C, Elliott H, Pertz O, Nalbant P, Abell A, Johnson GL, Hahn KM, Danuser G. Coordination of Rho GTPase activities during cell protrusion. Nature 2009;461(7260):99-103.
Wirksames Potenzial von Stammzellen
Fortschritt in der Schlaganfalltherapie
[08.07.2009] Wer einen Schlaganfall erleidet, braucht schnelle Hilfe. Das große Potenzial von Stammzellen könnte nun zu einer Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten beitragen. Neurologen am Universitäts-klinikum der Universität Duisburg-Essen (UDE) stellten in einer Kooperation mit dem Ospedale San Raphaele (Mailand) fest, dass eine zellbasierte Therapie auch noch 72 Stunden nach dem Ereignis wirksam ist. Die Wissenschaftler veröffentlichen dazu experimentelle Daten in der renommierten Zeitschrift „Brain“.
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Neuer Sonderforschungsbereich Transregio 60
Immuntherapie bei chronischen Virusinfektionen
Erneut erfolgreich abgeschnitten hat die Universität Duisburg-Essen (UDE) bei der jüngsten Vergaberunde der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Nachdem kürzlich bereits ein neues DFG-Graduiertenkolleg bewilligt wurde, wird ab dem 1. Juli einer von neun neuen Sonderforschungsbereichen (SFB) an der UDE eingerichtet und ein bereits bestehender SFB für weitere vier Jahre gefördert. Im neuen SFB/Transregio 60 soll erforscht werden, wie es Viren gelingt, den Abwehrmechanismen des Körpers zu entkommen.
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Forschungsverbund zu Imprintingerkrankungen
Institut für Humangenetik erhält 500.000 Euro
[10.04.2009] Der von Prof. Dr. Bernhard Horsthemke, Direktor des Instituts für Humangenetik, koordinierte Forschungsverbund für "Imprintingerkrankungen" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. In den kommenden drei Jahren hat das BMBF dafür 1,5 Mio. Euro fünf deutschen Universitätskliniken zur Verfügung gestellt; ein Drittel dieser Summe fließt davon in das Institut für Humangenetik am UK Essen.
Gegenstand des Forschungsvorhabens sind Erkrankungen, die durch einen sogenannten "Imprintingfehler" verursacht werden. Genomisches Imprinting - auch "Genomische Prägung" genannt - beschreibt einen epigenetischen Prozess, bei dem bestimmte Gene in der männlichen oder weiblichen Keimbahn stillgelegt werden, sodass nach der Befruchtung nur die mütterliche oder väterliche Kopie dieser Gene aktiv ist. Fehler in diesem Prozess führen zu veränderten Genaktivitäten, die die Ursache von Krankheiten sein können. Ziel der Forschungen sind die Beschreibungen molekularer Veränderungen sowie klinischer Symptome von Imprintingerkrankungen.
Comprehensive Cancer Center für Region Rhein Ruhr
Deutsche Krebshilfe zeichnet Westdeutsches Tumorzentrum als Onkologisches Spitzenzentrum aus - 3 Mio. Euro Förderung
[02.04.2009] Das Westdeutsche Tumorzentrum (WTZ) am Universitätsklinikum Essen wurde heute im Rahmen einer Förderinitiative der Deutschen Krebshilfe als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet. Es ist nun eines von elf sogenannten Comprehensive Cancer Centers, die über drei Jahre mit drei Mio. Euro von der Deutschen Krebshilfe gefördert werden. Ausgewählt wurden sie von einem internationalen Gutachtergremium.
„Durch das innovative Konzept des WTZ nach dem amerikanischen Vorbild eines Comprehensive Cancer Centers soll die Versorgung krebskranker Menschen in Nordrhein-Westfalen und insbesondere in der Region Rhein-Ruhr grundlegend verbessert werden“, freut sich Prof. Dr. Gerald Holtmann, Ärztlicher Direktor des UK Essen. Das WTZ bietet einerseits interdisziplinäre Krebsmedizin auf höchstem Niveau mit enger Verzahnung von stationärer und ambulanter Behandlung. Andererseits bewirkt die enge Kooperation von klinischer Versorgung und patientenorientierter Forschung den schnellen Einzug neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Behandlungskonzepte für Krebs-Patienten.
„Die Anerkennung als Onkologisches Spitzenzentrum bestätigt uns in dem eingeschlagenen Weg", sagt Prof. Dr. Angelika Eggert, Geschäftsführende Direktorin des WTZ. Die 41-jährige Onkologin mit internationalem Ruf auf dem Gebiet der Neuroblastom-Forschung wird sich künftig für die konsequente Weiterentwicklung des WTZ als Modelleinrichtung für umfassende Krebsdiagnostik und –therapie einsetzen, um das Essener Krebszentrum zu einer klinischen und wissenschaftlichen Einrichtung von internationaler Bedeutung weiter auszubauen. Nach Vorstellung von Prof. Eggert sollten die ausgewählten nationalen Onkologischen Spitzenzentren gemeinsam eine übergeordnete Koordinierungsfunktion wahrnehmen, um nationale Netzwerke in der Krebstherapie, der Krebsdiagnostik und der Krebsvorsorge zu etablieren.
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DFG-Graduiertenkolleg bekommt 3,5 Millionen Euro für die zweite Förderungsphase
Gemeinsam den Viren auf der Spur
[30.01.2009] Die Winterzeit ist auch Grippezeit: Viren haben Hochkonjunktur, denn sie lieben die kühlen Temperaturen. Ein Mal angehustet im Bus – und schon breiten sich die ungebetenen viralen Gäste bei vielen Menschen im Organismus aus.
Eine Forschergruppe mit Nachwuchswissenschaftlern und Doktoranden der Universitäten Duisburg-Essen, Bochum und Düsseldorf will den Viren das muntere Spiel verderben. Seit 2003 wird ihr Graduiertenkolleg "Modulation von Wirtszellenfunktionen zur Behandlung Viraler und Bakterieller Infektionen" von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Gerade wurden für die zweite Forschungsphase der Wissenschaftler 3,5 Millionen Euro bereit gestellt, damit sie bis 2013 weiter den Krankheitserregern auf den Leib rücken können, denn von Viren ausgelöste Infektionen sind immer noch eine der häufigsten Todesursachen weltweit.
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Individuelle Krebstherapie
Wie Antikörper noch besser wirken
[18.11.2008] Sie sorgen für eine kleine Revolution in der modernen Krebstherapie: die so genannten monoklonalen Antikörper. Die Abwehrmoleküle des Immunsystems wirken zielgenau und haben geringe Nebenwirkungen.
In Kombination mit der Chemotherapie wurden dadurch besonders bei Darmkrebs, Lungenkrebs, Brustkrebs und Lymphknotenkrebs große Behandlungserfolge erreicht. Doch nicht alle Patienten profitieren davon, denn nicht alle Tumore reagieren auf eine Antikörper-Behandlung. Wie der Therapieerfolg noch genauer vorhergesagt werden kann, beschreibt die aktuelle Veröffentlichung von Wissenschaftlern des Westdeutschen Tumorzentrums (WTZ) und des Zentrums für Medizinische Biotechnologie (ZMB) am Universitätsklinikum Essen.
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Chancen im Kampf gegen bakterielle Infektionen
Ein Molekül räumt auf
[21.05.2008] Forscher am Zentrum für Medizinische Biotechnologie an der Universität Duisburg-Essen haben ein Aufräumkommando der Zelle untersucht und berichten darüber in der neuesten Ausgabe des angesehenen Wissenschaftsmagazins Nature. Im Mittelpunkt steht das Molekül DegP, das defekte Proteine erkennt und in seinem Reaktionszentrum repariert oder vernichtet. Intakte Proteine werden vom Molekül wie in einen kleinen Käfig umschlossen und sicher an ihren Zielort transportiert.
Proteine vermitteln alle lebenswichtigen Prozesse in der Zelle. Deshalb betreibt die Zelle einen erheblichen Aufwand, um ihre Eiweiße in der richtigen Form, zum richtigen Zeitpunkt und in der geforderten Menge zu produzieren. Auch Proteine, die bereits im Einsatz sind, müssen ständig auf Ihre Funktionsfähigkeit hin überwacht werden. Defekte Proteine stellen nämlich eine tödliche Gefahr für die Zelle und den ganzen Organismus dar. Sie können beim Menschen beispielsweise zu solch komplexen Krankheitsbildern wie Parkinson, Kreutzfeld-Jacob (BSE) und Alzheimer führen. Bei der Qualitätskontrolle kennt die Zelle deshalb kein Pardon, sie überprüft genau, wie die Proteine aussehen und ob sie ihre Arbeit in der Zelle ausführen können.
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Wichtig für die richtige Therapiewahl
AIDS genauer diagnostizieren
[09.05.2008] Ein neues Verfahren für die HIV-Diagnostik entwickeln derzeit Forscher der Universität Duisburg-Essen zusammen mit mehreren Partnern im Verbund "CORUS". Dieser entscheidende Schritt wird in Zukunft eine genauere Diagnose der HIV-Infektionen und eine individuell auf den Patienten zugeschnittene Therapie ermöglichen.
Der Verbund wird vom Bundesforschungsministerium gefördert und von Prof. Daniel Hoffmann am Zentrum für Medizinische Biotechnologie der UDE koordiniert. Das AIDS hervorrufende Virus HIV („Humane Immundefizienz-Virus“) kommt in zwei Varianten vor, sogenannte X4- und R5-Viren. Beide dringen auf verschiedenen Wegen in menschliche Zellen ein und sind unterschiedlich aggressiv. Die Überlebensprognose und richtige Therapiewahl hängen davon ab, welche der beiden Varianten im Patienten vorherrscht oder sich gerade entwickelt.
Die Forscher im CORUS-Verbund arbeiten jetzt an der Entwicklung von Molekülen, mit denen X4- und R5-Viren aus Blutproben von Patienten herausgefischt und selektiert werden können. Die verschiedenen Virusvarianten können dann mit bewährten Labormethoden sehr viel genauer untersucht werden, als das heute der Fall ist.
Verbundpartner sind neben der UDE das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, das Chemotherapeutische Forschungsinstitut Georg-Speyer-Haus in Frankfurt, die Universitätskliniken in Köln und Düsseldorf, sowie Siemens Diagnostics.
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Infektionsmechanismus entschlüsselt
Neue Chancen in der Krebstherapie
[11.04.2008] Die Entschlüsselung eines neuen Infektionsmechanismus, der Chancen in der Krebstherapie eröffnet, wird in der neuesten Ausgabe der renommierten internationalen Wissenschaftszeitung Nature vorgestellt. Mitverfasser ist der Chemie-Nobelpreisträger Professor Robert Huber, der als Gastprofessor am Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) lehrt und forscht. Seine Arbeiten tragen wesentlichen zur Aufklärung eines neuartigen Virulenzfaktors bei.
Krankmachende Bakterien benutzen spezielle Moleküle, um die Stärke, mit der sie Organismen oder Zellen infizieren („Virulenz“), zu erhöhen. Ein internationales Team bestehend aus Forschern der Universität Zürich, der TU München, der Universität Cardiff, der Max-Planck-Gesellschaft, der US-amerikanischen Universitäten auf Hawaii und in Kalifornien sowie der Universität Duisburg-Essen hat jetzt einen neuen Virulenzfaktor entdeckt (Syringolin A), der die Infektionsrate dadurch erhöht, dass er den Proteasomkomplex der Wirtszelle blockiert. Durch die Schwächung des Proteasoms, einer wichtigen Schaltstelle in der Zelle, die für den korrekten Abbau von Proteinen verantwortlich ist, sind die Abwehrmechanismen der Zelle zum großen Teil außer Gefecht gesetzt.
Die Wirkungsweise des Syringolin A ist zunächst bei Pflanzen gefunden und analysiert worden. Weitere Untersuchungen dieser Studie haben ergeben, dass ein ähnlicher Faktor (Glidobactin), der bei humanpathogenen Bakterien vorkommt, in gleicher Weise das Proteasom hemmt und vermutlich für die Pathogenizität verantwortlich ist. Das macht die Molekülfamilie der Syrbactine, zu der Syringolin und Glidobactin gehören, interessant für die medizinische Anwendung und Medikamententwicklung.
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