Entwicklung ein neuen Diagnose-Verfahrens für HIV-Infizierte

Forscher der UDE entwickeln im Verbund "CORUS" mit mehreren Partnern ein neues Verfahren für die HIV-Diagnostik. Hintergrund ist, dass das AIDS hervorrufende Humane Immundefizienz Virus (HIV) in zwei Varianten vorkommt, sogenannten X4- und R5-Viren. Diese beiden Varianten dringen auf verschiedenen Wegen in menschliche Zellen ein und unterscheiden sich durch ihre Aggressivität. Für Arzt und Patient ist wichtig zu wissen, welche der Varianten im jeweiligen Patienten vorherrscht oder sich gerade entwickelt, da auch die Überlebensprognose und die richtige Therapie stark von der Virusvariante abhängen.

Die Forscher im CORUS-Verund arbeiten an der Entwicklung von Molekülen, mit denen X4- und R5-Viren aus Blutproben von Patienten herausgefischt und selektiert werden können. Die verschiedenen
Virusvarianten können dann mit etablierten Labormethoden sehr viel genauer untersucht werden als das heute der Fall ist. Dieser entscheidende Schritt  wird in Zukunft eine genauere Diagnose der HIV-Infektionen und eine
individuell auf den Patienten zugeschnittene Therapie ermöglichen. Verbundpartner sind neben der Universität Duisburg-Essen das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, das Chemotherapeutische Forschungsinstitut Georg-Speyer-Haus in Frankfurt, das Universitätsklinikum Köln, das Universitätsklinikum Düsseldorf, sowie Siemens Diagnostics.

Der Verbund wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und
koordiniert von Prof. Daniel Hoffmann am Zentrum für Medizinische Biotechnologie der UDE.