Lehrfilm: Frühentwicklung der Amphibien und wichtige klassische Experimentehe Experimente,u.a. Organisator-Experiment von Hans Spemann und Hilde Mangold (Nobelpreis für Spemann 1935
In dem Film wird die Embryonalentwicklung des Alpenmolches (Triturus alpestris) mit Zeitrafferaufnahmen gezeigt. Weiterhin werden wichtige klassische Experimente demonstriert. Dazu gehört der Einsteckversuch (Organisator-Experiment von Hans Spemann und Hilde Mangold), für dessen Analyse der Bildung des Zentralnervensystems und Organisation der Embryonalanlagen (Pattern Formation) Spemann 1935 den Nobelpreis erhielt. Weiterhin wird anhand von Experimenten über das Induktionsspektrum des ersten in hochgereinigter Form isolierten Wachtumsfaktor (Vegetalisierender Faktor = Activin) berichtet. Ektodermzellen werden unter seinem Einfluß zu Muskulatur und Darmstrukturen induziert (transformiert). Diese Befunde sind bedeutsam im Zusammenhang mit der Stammzellforschung. Von zentraler Bedeutung sind Experimente mit Einzelzellen, die sich wie Amöben bewegen, und deren Wanderung und gegenseitige Zellerkennung wichtig sind für die Bildung eines komplex gebauten Embryos (Nobelpreis Edelmann). Eine Störung dieser Abläufe kann zu Mißbildungen und Krebsentstehung führen. Es handelt sich bei den Filmaufnahmen mit Ausnahme der Einleitung mit den einheimischen Molchen im Aquarium durchweg um Material des Autors, also dem Embryonalsystem, mit dem wir in Berlin alle Untersuchungen durchgeführt haben. In Essen hat meine Arbeitsgruppe dann als weiteres Vertebraten-Modellsystem Embryonen vom Krallenfrosch (Xenopus laevis, Anura) verwendet. Diese Embryonen sind im Gegensatz zu Molchembryonen (Urodela) ganzjährig nach Hormonstimulation der Frösche erhältlich. Daher waren wir dann in Essen in der Lage, unsere molekularbiologischen Untersuchungen unabhängig von einer saisonalen Laichperiode durchzuführen.
Der Film hat eine Größe von 368 MB und der Download ist nur für schnellen Breitbandanschlüsse empfehlenswert.