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Die Krankheit tritt mit folgendem Schadbild
auf:
Auf der Oberseite von Birnenblättern
orangefarbene Flecken, denen auf der Blattunterseite gelbliche,
knötchenartige Anschwellungen entsprechen.
Schaderreger:
Der Birnengitterrost ist ein wirtswechselnder Pilz, der während
der Wintermonate auf verschiedenen Wacholderarten, vorwiegend
auf dem Sadebaum (Juniperus sabina) oder auf Zierwacholdern,
wie Juniperus chinensis 'Pfitzeriana'
oder Juniperus virginiana lebt. Er bildet dort an den Ästen
Verdickungen, auf denen sich im Frühjahr gelbbraune Sporenlager
entwickeln. Von dort aus werden bei günstigem Wetter (feucht,
regnerisch) die Birnbäume durch die Sporen infiziert. Andere
Obstarten werden nicht befallen. Im Frühjahr sollte man
darauf achten, ob sich an Wacholdern im Garten oder in der Umgebung
die beschriebenen Symptome zeigen.
Gegenmaßnahmen:
Am einfachsten ist der Pilz durch die Entfernung des Winterwirts
Wacholder zu bekämpfen. Falls das nicht möglich ist
(z.B. bei Pflanzen auf Nachbargrundstücken), so können
vielleicht zumindest befallene Triebe entfernt werden. In den
letzten Jahren konnte sich die Krankheit allerdings sehr stark
ausbreiten. Dadurch sind auch Birnbäume betroffen, die nicht
in unmittelbarer Nähe von Wacholdern stehen. An Wacholder
ist die Krankheit nicht chemisch bekämpfbar. Befall an Birnbäumen
kann man zumindest verringern, wenn man ab dem Austrieb bis Anfang
Juni bei niederschlagsreichem Wetter mindestens vier- bis fünfmal
im Abstand von 7 bis 12 Tagen mit Polyram Combi behandelt.
Die chemische Bekämpfung wollten die Vereinsmitglieder nicht
durchführen, deswegen entschlossen sie sich, alle Wacholderarten,
die als Überträger gelten, aus ihrer Anlage zu verbannen.
Es folgte eine große Abholzaktion, die über die
die Presse berichtete und
die das WDR-Fernsehen zu einem Bericht
veranlaßte. |