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Schart, Aaron, last edited: 2007-07-10
Loth Hauptstudium
2007ws017
Fundamentalismus in den Weltreligionen
M5-HT (LP/L1B3/L2 C4)
SE2, Do 14-16, R09 S02 B18, Beginn: 18.10.2007
Obgleich die großen Weltreligionen alle Barmherzigkeit und Nächstenliebe lehren und den Weg der Toleranz verpflichtend vorschreiben, beobachten wir doch weltweit, dass religiöse Lehren machtpolitisch missbraucht und zu Instrumenten der Menschenverachtung werden können. Die eigenen Überzeugungen werden zu absoluten Wahrheiten, die scheinbar nur noch in der Konfrontation mit den Anderen gelebt werden können. Der weltweite islamische Jihad hat ganz offensichtlich auch die fundamentalistischen Tendenzen in den anderen Reli-gionen gestärkt. Deshalb finden wir die doktrinäre Betrachtung der Welt und die damit ver-bundene Unfähigkeit, Andersgläubige tolerieren zu können, auch in Christentum, Judentum, Hinduismus und Buddhismus. Fundamentalismus ist heute ein globales Phänomen, das uns noch lange beschäftigen wird!
Literatur:
-Wilfried Joest, Fundamentalismus, in: Theologische Realenzyklopädie Bd. 11, S.
732-738;
-Martin E. Marty, R. Scott Appleby, Herausforderung Fundamentalismus: radikale
Christen, Moslems und Juden im Kampf gegen die Moderne, Frankfurt/Main-New York
1996;
-Olivier Roy, Der islamische Weg nach Westen: Globalisierung, Entwurzelung und
Radikali-sierung, München 2006;
-Christian Weiß, Tom Weichert, Evelin Hust, Harald Fischer-Tiné, Hrsg., Religion
– Macht – Gewalt: religiöser „Fundamentalismus“ und Hindu-Moslem-Konflikte in
Südasien, Frank-furt/Main 1996;
-Tessa J. Bartholomeusz, Chandra R. de Silva, eds., Buddhist Fundamentalism and
minority identities in Sri Lanka, Albany, New York 1998;