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Der
Wandel
Noch
während des Zechenbetriebes als Verbundbergwerk wurde das Projekt
"Nordsternpark" im Juni 1989 vom Dezernat Wirtschaft und Planung
der Stadt Gelsenkirchen bei der IBA eingereicht. Der "Nordsternpark"
beinhaltete auf 100 Hektar Gesamtfläche zwei Fördertürme
(Schacht 1 und 2), der Wagenumlauf und die Sieberei, einen Kohlebunker,
eine Kohlenmischanlage, einen Kühlturm, die Lohnhalle, sowie die
Waschkaue und das Magazin.
Die
Projektidee des ersten Entwurfs (1989) war der Erhalt der Industriebauten
des Architekten Fritz Schupp. Weiter sollte die Freizeitindustrie durch
Ansiedlung von Bootsbau- und Bootsreparaturbetrieben das Gelände
am Rhein-Herne-Kanal nutzen. Mit dem Wegfall des größten Arbeitgebers
in Gelsenkirchen-Horst (Zeche Nordstern) sollte durch ein Branchenmix
auf dem ehemaligen Zechengelände der Verlust der Arbeitskräfte
aufgefangen bzw. die problematische soziale Situation des Stadtteils entschärft
werden. Außerdem sollte die Renaturalisierung des Geländes
(Dekonterminierung), sowie ein öffentlich nutzbarer Erlebnisraum,
eine grüne Lunge, geschaffen werden, bei der die Nordsternhalde zentraler
Bestandteil des Landschaftsparks durch den begehbaren Uferbereich war.
Diese ganzen Ideen wurden unter dem Leitthema "Arbeiten im Park/Industriedenkmäler
als Kulturträger" zusammengefaßt.
Dabei sollte dieses Projekt mit anderen Projekten verknüpft werden.
So sollte die Umgestaltung und "Wiedernutzung des Geländes"
im direkten Zusammenhang mit dem anderen IBA-Projekt "Stadterneuerung
Horst-Mitte" stehen.
Mit
der Bewerbung um die Bundesgartenschau 1997 (BUGA97) durch die Stadt
Gelsenkirchen änderte sich das Konzept im Mai 1990. Die BUGA97
diente dabei als Organisationsstruktur bzw. als Motor des Projektes, es
erfolgte die Aufnahme des Nordsternparks in die IBA im Juni 1994 mit dem
Titel: Landschafts- und Gewerbepark Nordstern.
Die
Aufgabe der Bundesgartenschau Gelsenkirchen 1997 sollte zum ersten die
Schaffung des Wohn- und Gewerbeparks Nordstern, zum zweiten die Schaffung
des Landschaftsparks Gelsenkirchen Horst/Heßler und zum dritten
die Veranstaltung der Bundesgartenschau Gelsenkirchen 1997 sein.
Allerdings
gab es auch Probleme um die Bewerbung. Die Stadt Essen erwog nämlich
ebenfalls eine Bewerbung um die Bundesgartenschau 1997, sie wollte den
Gruga-Park näher an die Innenstadt führen. Außerdem war
von seiten der VEBA-Kraftwerke Ruhr auf einem Teil des Nordsterngeländes
eine Sondermüllverbrennungsanlage, später Kohlekraftwerke, geplant.
Ein
weiteres Problem waren die Altlasten. Die Beseitigung der Altlasten (unter
anderem Arsen, Blei, Aromate, Chlorverbindungen, Öle, Schmier- und
Kampfstoffen) dauerte von 1992 bis Ende 1995. Teile des Geländes
konnten nur durch eine Abschottung durch spezielle Planen und der Aufschüttung
von neuem Boden urbar gemacht werden.
Für
die Umgestaltung des Geländes wurden Wettbewerbe ausgeschrieben und
mehr als 28 Arbeiten zwischen April bis Mai 1992 geprüft und bewertet.
Sieger des Wettbewerbes wurde der eingereichte Gemeinschaftsentwurf von
den Architekten Pridik + Freese aus Marl, Feldmeier + Wrede aus Hagen
und des Künstlers Rellecke aus Möhnesee-Wamel.
Des
weiteren gab es weitere Wettbewerbe zur Umnutzung der Gebäude (1993),
ein Förderwettbewerb für junge Landschaftsarchitekten (1995)
und ein Wettbewerb zur Wohnbebauung (Wohnpark, 1996/97).
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