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Der
Park als Naherholungsgebiet
Die Naherholung
im Landschaftspark Duisburg-Nord ist ein sozialpolitisch orientiertes
Ziel mit primär lokalem Einzugsbereich. Es sollen vorwiegend
Bürger, die in Duisburg, insbesondere in der Nähe des
Landschaftsparks, wohnen, durch die Angebote angesprochen werden.
Die meisten Maßnahmen orientieren sich an den primär
lokalen Bedürfnissen und Erwartungen an wohnungsnahe, täglich
nutzbare Freiräume.
Hier stellen
sich drei Fragen:
- Erstens,
wer wohnt in unmittelbarer Nähe des Landschaftsparks und
wie haben diese Menschen auf den Ausbau des Parks reagiert?
- Zweitens,
wie wohnen die Menschen dort?
- Und drittens,
welche Naherholungsangebote gab es in der unmittelbaren Umgebung
bereits vorher?
Zu der ersten
Frage kann man sagen, dass in unmittelbarer Nähe des Landschaftsparks
viele Menschen wohnen, die noch vor einigen Jahren auf dem alten
Thyssengelände gearbeitet haben. Sie sind jeden Tag dorthin
gegangen, um ihre Pflicht zu tun, nämlich Geld zu verdienen,
um zu überleben.
Dieses Gelände
war für sie jahrelang das Symbol für Arbeit und Pflicht.
Die Arbeit, die sie dort verrichteten, war meistens sehr hart und
körperlich und sie war sehr geregelt und sehr streng. Über
das Werk und die Arbeit wurde oft sehr negativ gesprochen. Es fielen
in Verbindung mit ihm zum Beispiel Sätze wie: "Hier endet
der demokratische Sektor Deutschland."
Heute soll er
gerade diesen Menschen als Naherholungsgebiet dienen. Es soll ein
Ort sein, den sie mit Ruhe, Freizeit, Spaß und Erholung verbinden,
also genau das Gegenteil von Arbeit. Das war für einige Menschen
mit Sicherheit nicht einfach zu akzeptieren oder anzunehmen. Das
Gebiet galt jahrelang als die "verbotene Stadt", besonders
auch für die Angehörigen der dort tätigen Arbeiter.
Es war der Ort, zu dem ihre Männer oder Väter morgens
hin verschwanden und von dem sie abends geschafft wiederkehrten.
Den Angehörigen blieb der Zugang zu diesem Gelände oft
verwehrt. Nun, nach der Schließung des Werks ist es ihnen
1991 auf einmal möglich dieses Gelände zu erkunden und
zu besuchen, die "verbotene Stadt" und mehr noch, sie
können ihre Freizeit dort verbringen: Die "verbotene
Stadt"hat sich zu einem Erholungsort entwickelt.
Natürlich war das anfangs nicht einfach für die Anwohner
und mit einiger Zurückhaltung und Scheu dieser Menschen verbunden.
Einige ehemalige Arbeiter hätte, es auch gerne gesehen, wenn
man die alten Fabrikhallen einfach abgerissen hätten, weil
es für sie sinnlos war diesen Ort so zu erhalten, da sie mit
ihm nur negatives verbinden. Inzwischen erfreut sich der Park allerdings
immer größerer Beliebtheit. Menschen, die früher
dort gearbeitet haben, sind heute stolz, wenn sie mit ihren Kindern
und Familien durch den Park gehen können und ihnen ihre alte
Arbeitsstelle zeigen können. Die Möglichkeit hat schließlich
nicht jeder. Und sie können ihre Freizeit mit ihren Familien
dort verbringen.
Bessere
Lebensqualität
Die
zweite Frage die sich gestellt hat war, wie diese Menschen dort
wohnen und welche Bedürfnisse sie haben. Die Menschen die dort
leben, wohnen zum Teil noch in alten Werks-wohnungen. Besonders
in den Stadtteilen Unter- und Mittelmeiderich gibt es viele Mehrfamilienhäuser,
in denen mehrere Familien auf engem Raum zusammenleben. Das Angebot
an Sportflächen, Gärten und Parks war vor dem Ausbau des
Landschaftsparks minimal. Die Anwohner haben vor allem das Bedürfnis
nach einer Verbesserung der Lebensqualität. Sie wollen täglich
nutzbare Freiräume, zum Beispiel Spielplätze und Kleingärten,
damit ihre Kinder nicht zwischen den Autos spielen müssen und
sie nicht ihre Freizeit in ihren Wohnungen verbringen müssen.
Deswegen wurde beim Ausbau des Parks besonders darauf geachtet,
die Parkrandbereiche, die Vorparks, Ingenhammshof, Emstermannshof,
sowie die Parkteile an der Lösorter Strasse auszubauen und
weitgehend fertigzustellen. Dort befinden sich heute Kleingärten,
Spielplätze, Sportflächen und siedlungsnahe Grünflächen,
die von den Anwohnern täglich genutzt werden können und
alle Altersbereiche ansprechen. Aber nicht nur an den Parkrandbereichen
wurde gearbeitet, auch im Inneren des Parks gibt es eine Vielzahl
von neuen Naherholungsangeboten und Angeboten für sportliche
Aktivitäten, die ich nun vorstellen werde.
Im Park gibt
es weitere Spielplätze, an einigen Stellen wurden Grillplätze
eingerichtet und es gibt mehrere begehbare Gärten im Bereich
der Sinteranlage. Skating-elemente wurden ebenfalls aufgestellt,
die sehr gut angenommen wurden.
Besonders wichtig
war die Vernetzung von Siedlungs-bereichen und Freiflächen
über Rad- und Fußwege, damit die Anwohner die neuen Angebote
auch problemlos erreichen und nutzen können. Heute ist der
gesamte Landschaftspark erschlossen durch ein Netz von Wander- und
Radwanderwegen, aber er ist auch angebunden an regionale Landschaften
der Rhein-Emscherregion durch verknüpfende Freizeitwege. Es
gibt zum Beispiel den IBA-Wanderweg und den Emscherpark-Radwanderweg,
die durch den Park verlaufen. Besonders interessant ist auch der
"Grüne Pfad". Der "Grüne Pfad" ist
ein (Rad-)Wanderweg, der auf der stillgelegten Güterbahntrasse
zwischen Duisburg-Ruhrort und Oberhausen entstanden ist. Kilometersteine
und Signalschilder erinnern heute noch an die Zeiten des Eisenbahngütertransports
zwischen den Ruhrorter Häfen und der Schwerindustrie in Duisburg
und Oberhausen. Dieser (Rad)Wanderweg verbindet heute 3 IBA-Projekte
miteinander, den "Hafenstadtteil Ruhrort", den "Landschaftspark
Duisburg-Nord" und die "Grüne Mitte Oberhausen"
Der
Lehrbauernhof Ingenhammshof
Ein besonders interessantes Projekt, was auch
von Beginn an in die Planung des Landschaftsparks mit einbezogen
und berücksichtigt wurde, ist der Ingenhammshof. Zu diesem
Hof gehören sechs Hektar bewirtschaftete Äcker und Weiden.
Der Ingenhammshof ist einer der wenigen Zeugen bäuerlicher
Kulturlandschaft. Seit dem Mittelalter wurde hier Landwirtschaft
betrieben. Er stand aber auch in enger Beziehung zum damaligen Thyssenwerk.
Seit dem Anblasen des ersten Hochofens 1903 im neuen Hüttenwerk,
war der Hof Lieferant für werkseigene Lebensmittelgeschäfte
und später auch Fuhrhalterei.
1919 kaufte August Thyssen den Hof mit seiner gesamten Fläche.
1974 verkaufte er ihn wieder an die Stadt Duisburg. 1980 drohte
dann der Abbruch des Hofes, aber die AWO setzte sich erfolgreich
für dessen Erhaltung ein und wurde Pächterin des Hofes.
Bis 1993 betrieb die AWO auf dem Ingenhammshof eine offene Kinder-
und Jugendarbeit. 1992 bewilligte der Stadtrat schließlich
das Konzept "Lernbauernhof im Landschaftspark Duisburg Nord".
Duisburger Schulen, Kindergärten, Kinder- und Freizeiteinrichtungen
erhalten hier die Möglichkeit, in einem kleinen landwirtschaftlichen
Betrieb die Arbeitsabläufe eines Bauernhofs mitzuerleben und
selbst aktiv zu gestalten. Durchgeführt werden können
beispielsweise Projekte, Unterrichtseinheiten oder Arbeitsgemeinschaften,
als Ergänzung zum theoretisch ausgerichteten Unterricht an
Schulen. Hierzu gibt es 4 Seminar- und Gruppenräume. 
Die AWO arbeitet bei diesem Projekt eng mit der Uni Duisburg und
der Meidericher Realschule zusammen. Die Meidericher Gesamtschule
schickt regelmäßig ihre Naturwissenschaftlichen Klassen
auf den hof. Studenten der Universität Duisburg haben hier
ihre Seminare und leiten Schulklassen bei der Arbeit auf dem Hof
an.
Die Bodenbearbeitung und der Anbau erfolgen nach umweltschonenden
Methoden und die landwirt-schaftlichen Erzeugnisse werden an die
artgerecht gehaltenen Tiere verfüttert. Die Tiere gehören
meist seltenen Rassen an. Ebenfalls verfügt der Hof über
genügend Platz für Schul- und Klassenfeste. Für private
Feste können die Räumlichkeiten ebenfalls angemietet werden.
Der Hof ist meistens bereits Wochen im Voraus ausgebucht.
Aber nicht nur die Schulen wenden sich an den Hof. Seit 1994 besteht
auf dem Hof eine Tagesgruppe in der vom Jugendamt vermittelte Kinder
betreut und gefördert werden und auch die Lebenshilfe, eine
Behindertenvereinigung, veranstaltet Freizeit-programme dort. Neu
ist auch ein Sozialarbeitsansatz. Arbeitslose bekommen die Möglichkeit
hier zu arbeiten.
Besonders
attraktiv für die direkten Anwohner des Landschaftspark ist
zum einen die große Spielwiese mit dem großen Spielplatz,
aber auch die wöchentlichen Treffen von verschiedenen Gruppen
auf dem Hof. Dort gibt es zum Beispiel eine Frauengruppe und eine
Gruppe türkischer Rentner, die sich einmal wöchentlich
auf dem Hof treffen. Und dann gibt es da noch eine Menge Hoffeste,
die nicht nur von der Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft
besucht werden. Es gibt zum Beispiel Schlachtfeste, Dreschfeste
und nach der Ernte, bei der die Nachbarschaft auch gerne hilft,
gibt es natürlich das Erntefest. Der Hof ist inzwischen bei
der Meidericher Stadtteilbevölkerung, als Ausflug- und Feststätte,
aber auch als interkultureller Treffpunkt sehr beliebt.
Erlebniswelt
für Taucher
Es gibt zwei besonders populäre, große
und attraktive Projekte, die sich dort angesiedelt haben, die Tauchschule
im alten Gasometer und der deutsche Alpenverein. 
1993/94 schloss sich eine Interessen-gemeinschaft von mehreren Tauchern
zusammen, die bereits jeder über 10 bis 15 Jahre Taucherfahrung
verfügten. Sie hatten die Idee den alten Gasometer zu fluten.
Im Vorfeld haben sie bereits in alten Kabelschächten des Werks
getaucht und auch Videofilme gedreht. Sie waren einfach fasziniert
von diesem Gelände: einem Industriegelände unter Wasser.
So etwas gibt es kein zweites Mal, das macht auch die Attraktivität
aus. Ein anderer Grund für das Tauchbecken war die Tatsache,
dass es bei uns nur sehr wenige Schwimmbäder gibt, die groß
und attraktiv genug für Taucher sind, um ihre Übungen
zu machen.
Das Tauchen war bisher nur auf diese Schwimmbäder und auf Seen
beschränkt. Bei den Seen bestand allerdings das Problem, dass
die Taucher oft nicht gerne gesehen waren, weil sie als Erste sehen,
wenn etwas mit einem Gewässer nicht stimmt, aber auch weil
unsere Seen hauptsächlich auf Wassersport wie Segeln und Surfen
ausgerichtet sind. Das Tauchbecken im Landschaftspark verfügt
über eine Tiefe von 13 Metern. Im Wasser befindet sich eine
künstliche Unterwasserlandschaft mit Autowracks und einem alten
Boot. Hier haben nun die Taucher die Möglichkeit ihre Übungen
zu machen, ohne das sie jemanden stören. Das Tauchbecken kann
von Tauchschulen, der DLRG, den Feuerwehrtauchern aber auch von
Personen mit Tauchschein gemietet und genutzt werden.
Die
"Duisburger Alpen"
Viele Leute schmunzeln, wenn sie hören,
dass im Landschaftspark Leute in voller Montur kraxeln. 1990 hat man
mit dem Ausbau des Kletter- und Alpinzentrums im Landschaftspark Duisburg-Nord
begonnen. Mittlerweile hat der Alpenverein mit der Sektion Duisburg
2500 Mitglieder und es werden ständig mehr. Koordiniert wurde
das ganze von Peter Nadarzy, Horst Neuendorf und Joachim Claßmann.
1990, nach der Stillegung des alten Hüttenwerks, wurde der Alpenverein,
durch Karl Ganser auf das ehemalige Thyssengelände aufmerksam
gemacht. Neuendorf, Claßmann und Nadarzy wurden beauftragt sich
um "die Erschließung eventueller Klettermöglichkeiten"
zu kümmern, was diese auch erfolgreich taten. Noch im gleichen
Jahr konnte mit dem Ausbau des ungewöhnlichen Kletter- und Alpinzentrums
begonnen werden.
Am Anfang ging allerdings nichts ohne Improvisation. Es galt das Motto:
"Erst einmal machen, dann fragen", so wurden einfache Fakten
geschaffen und mögliche bürokratische Hemmnisse umgangen.
Die Freeclimber im Ruhrgebiet müssen nun nicht mehr in die Eifel
oder ins Sauerland fahren um zu klettern. So sparen sie Zeit und Sprit
und schonen gleichzeitig auch die Bergwelt. 
Ein Klettergarten mitten im Wohngebiet, der für jeden zugänglich
ist, ist etwas Neues. Die ungewöhnliche Kulisse des alten Hüttenwerks
macht den besonderen Charme aus und sorgte auch dafür, das die
Nachfrage riesig ist. Der Kletterpark bietet vielseitige, alpine Trainingsmöglichkeiten.
Man kann sagen, dass hier ein ungewöhnlicher, aber überaus
vielseitiger Ort, sinnvoll genutzt und wiederbelebt wurde. Es gab
ein großes Medienecho und sogar Reinhold Messner war bereits
im Dezember 1996 dort zu Gast. Unvergessen sind den Mitgliedern des
Alpenvereins die ersten Hüttenfeste, als die Sektion Duisburg
zusammen mit den anderen Vereinen im Landschaftspark die Bevölkerung
aus den umliegenden Stadtteilen in die ehemals verbotene Stadt einlud.
Heute hat sich der Kletterpark unter Freeclimbern als Geheimtipp herumgesprochen
und wird von immer mehr Menschen aus dem gesamten Ruhrgebiet besucht.
Aber nicht nur aktive Mitglieder des Alpenvereins oder professionelle
Freeclimber dürfen hier klettern, auch Schulklassen können,
unter der Anleitung des Alpenvereins, Kletterkurse an den Bunkermauern
absolvieren, nicht selten vor laufenden Kameras und Mikrofonen.
Ziel des Alpenvereins ist es den Klettergarten zu einem Anziehungspunkt
für alle Altersgruppen, insbesondere aber für die Jugend
zu machen. Hier können sie lernen Ängste zu überwinden
und feststellen, wie wichtig ein verlässlicher Partner ist. Wichtig
ist das Miteinander und ein positives Verhältnis zur Natur. Abschließend
kann man sagen, das im Vorfeld, vor dem Ausbau des Parks, eine Menge
Projekte zur Naherholungsfunktion geplant waren, von denen bereits
viele realisiert wurden. Die Angebote sprechen zum größten
Teil die direkten Anwohner, des Parks an aber einige Projekte haben
sich auch weiter herumgesprochen, wie zum Beispiel das Kletter? und
Alpinzentrum oder die Tauchschule. Die Angebote sprechen alle Altersklassen
an. Es gibt Spielplätze für Kinder, Skatingelemente und
Klettergarten für Jugendliche und (Rad)Wanderwege, Kleingärten
und Grillplätze für die ganze Familie. Aber es gibt auch
noch weitere ergänzende Maßnahmen, insbesondere zur Sport?
und Spielfunktion die noch geplant sind. Zum Beispiel:
Der
Deutsche Alpenverein plant eine Überdachung oder Halle, mit
"richtig" schweren Touren, sowie ein Vereinsheim. Auf
dem Steinhallenplatz zwischen Hochofen 5 und der Alten Emscher soll
ein Outdoor-Skatingzentrum entstehen mit einer großen Halfpipe,
um den Standpunkt Landschaftspark Duisburg-Nord auch in der Skaterszene
zu etablieren. Mit den Cross-Bikern sollen Pläne zu attraktiven
Kursverläufen im Park entwickelt werden, die helfen, Nutzungskonflikte
mit Fußgängern zu vermeiden
Auf
den Wiesen von Emstermannshof, Ingenhammshof, an der Talbahnstraße
sowie auf dem Bunkervorplatz an der Alten Emscher sollen Fußballtore
aufgestellt werden, um die Attraktivität dieser Flächen
weiter zu erhöhen.
Die
Emscherregion mit dem Rad erleben
Ein Wasserspielbereich
in der Sinteranlage ist geplant, mit kleinteiligem Wasser-Sandspielplatz.
Töne, Klänge und Licht sollen im später begehbarem
Turm des Fallwerks, durch wasserbetriebene Generatoren erzeugt werden
und Mobiles und Figuren im Turm selbst sollen angetrieben werden.
Alles allein durch unterschiedliche Wasserläufe. Das Wasser,
was dazu benötigt wird, wird durch das Windrad auf dem damaligen
Fallwerk an der Sinteranlage aus der Alten Emscher angehoben und
zwischengespeichert. Mit dem gespeichertem Wasser bewässert
man die bepflanzten Bunker und gleichzeitig wird der Sauerstoffgehalt
der Alten Emscher angereichert.
Dieses neue Projekt soll einen großen Alters- und Interessenbereich
abdecken. Das halboffene, überdachte Gelände der ehemaligen
Masselgießerei, die "Emscherhalle" soll ohne aufwendige
bauliche Maßnahmen attraktivviert werden. Hier bietet sich
die Möglichkeit, eine allen Jugendlichen und Erwachsenen offenstehende,
Sportanlage zu schaffen. Die Anlage besteht aus 10, ca. 22m tiefen
und zwischen 7 und 12m breiten, Einzelabschnitten, die durch ca.
50cm dicke Stahlwände voneinander getrennt sind. Hier können
mit geringem Aufwand verschiedene Spielfelder mit Asphaltboden entstehen.
So besteht die Möglichkeit zum Beispiel frei zugängliche
Basketball-, Badminton-, Squash- und Tennisfelder einzurichten,
die erhebliches Anziehungspotential darstellen.
Positiv ist, dass die Emscherhalle über eine direkte Wegeverbindung
vom Eingang aus erreichbar ist und eine Grundbeleuchtung des Gesamtbereichs
vorgesehen ist. In den ehemaligen Möllerbunkern des Hochofenwerks
sollen begehbare Gärten entstehen. Die Größe und
Tiefe der Bunker bietet die Möglichkeit zur künstlerischen
Verfremdung, sowie zur plastische Verdeutlichung der eingetretenen
Veränderung dieses Ortes.
All das sind Maßnahmen um, den Park weiter bei den Bürger
zu etablieren. Dirk Büsching, der Geschäftsführer
des Parks, betonte in einem Interview mit der WAZ im Dezember 1999,
dass der Park "immer noch zu wenig akzeptiert" sei. Geplant
sind von ihm "gezielte Aktionen mit Meidericher Schülern
und eine noch verbesserte Werbung", so dass noch mehr Menschen
diesen Park besuchen. "Leider fahren viele Duisburger immer
noch eher an den Niederrhein als nach Meiderich", beklagt er.
Deswegen sei
es seiner Meinung nach besonders wichtig, dass der Park nicht nur
touristisches Ziel ist, sondern, dass er auch als bürgerschaftlicher
Treffpunkt ausgebaut wird. Das soll unter anderem dadurch Geschehen,
dass man die Vereinswelt stärker in die Aktivitäten einbezieht.
"Bis zum Ende des Jahres 2000 ist eine Finanzierung in einer
zweistelligen Millionenhöhe gesichert", versicherte Büsching
und "im kommenden Jahr sind im Landschaftspark, der ungeachtet
aller "Moden" seine Bedeutung als "industriemusealer
Standort" behalten müsse, wieder viele Veranstaltungen
geplant. So unter anderem Kongresse, Kultur- und Bürgerfeste."
Abschließend sagte Büsching: "Unser Ziel bleibt
es weiterhin, die Identifikation des Bürgers mit seinem Park
zu stärken."
Die Naherholung
im Landschaftspark Duisburg-Nord ist ein sozialpolitisch orientiertes
Ziel mit primär lokalem Einzugsbereich. Es sollen vorwiegend
Bürger, die in Duisburg, insbesondere in der Nähe des
Landschaftsparks, wohnen, durch die Angebote angesprochen werden.
Die meisten Maßnahmen orientieren sich an den primär
lokalen Bedürfnissen und Erwartungen an wohnungsnahe, täglich
nutzbare Freiräume.
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