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BüRGER- |
Laarstrasse
Darstellung des BürgerbeteiligungsverfahrensDer klare Fokus dieses Verfahrens liegt natürlich auf der Beteiligung an der konkreten Gestaltung und Ausführung der Baumaßnahme. Bei der Vertragsunterzeichnung verpflichteten sich die Beteiligten zu einer Eigenleistung von 25 Stunden pro Woche an dem Projekt. Diese Stunden sollten allerdings nicht mit Arbeiten am eigenen Haus erbracht werden, sondern in Kooperation mit den übrigen Familien jeweils nach Arbeitsanfall geleistet werden. Die Kostenersparnis der Selbsthilfe wurde dabei mit 30.000 bis 40.000 DM kalkuliert (Gesamtkosten einer Wohneinheit 250.000 bis 300.000 DM). Die Verpflichtung zur Selbst- und Gruppenhilfe ermöglichte deshalb auch die zusätzliche öffentliche Förderung als Gruppenbaumaßnahme. Während der Bauphase vom August 1996 bis Juli 1997 wurden die Selbsthelferfamilien durch zunächst zwei, später einem Zimmermannspolier begleitet, der die jeweils Anwesenden für die Arbeiten einteilte und Ihnen konkrete handwerkliche Hilfe lieferte. Von Seiten der IBA gab es zusätzliche Unterstützung für die Familien bei organisatorischen Problemen innerhalb der Gruppe. Von Seiten der Stadt Gelsenkirchen wurde auch das Bebauungsplanverfahren für dieses Projekt mit expliziter Beteiligung der Projektteilnehmer durchgeführt. So hatten die späteren Eigentümer bereits frühzeitig die Möglichkeit, besondere bauliche Wünsche wie Wintergärten oder Gartenhäuser in das Verfahren einzubringen und so zu einem zügigen Genehmigungsverfahren beizutragen. Besondere Schwierigkeiten dieses ProjektesWährend der einjährigen Bauphase kam es naturgemäß zu Motivationsschwankungen bei den Selbsthelferfamilien. Bei der Lösung dieser Probleme waren sowohl die betreuenden Personen der IBA als auch die anleitendenden Handwerker gefragt. Besondere Qualitäten dieses ProjektesDie Durchführung des Projektes ermöglichte Familien mit stark eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten, Wohneigentum zu erwerben. Das bereits beschriebene große Interesse an dem Projekt hat dazu geführt, das ein weiteres Projekt in direkter Nachbarschaft bereits in der Planung ist. Die kontinuierliche Zusammenarbeit der Bewohner während der Bauphase ergab viele Kontakte zwischen den Familien. Dies hat: "zu einem starken nachbarschaftlichen Zusammenhalt innerhalb der Siedlung geführt" . Die Architektur der Siedlung hat durch die vielen Energiespar-Maßnahmen nicht nur eindeutige ökologische Qualitäten. Durch geringere Wohnnebenkosten entlasten diese zudem die in der Siedlung lebenden Familien. Die Baumaßnahmen und entsprechende Folgeaufträge durch das jetzige Projekt haben nicht zuletzt einen positiven Einfluss auf die lokale Bauwirtschaft und Handwerkerschaft, die durch Aufträge aus diesen Projekten profitieren. Zudem profitiert die lokale Ökonomie des Stadtteils durch den Verbleib der im Bevölkerungsdurchschnitt wirtschaftlich leistungsfähigeren Familien.
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