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Ökologie

Die Entwässerung des gesamten Prospergebietes erfolgt im Trennsystem. Das Regenwasser wird außerhalb der Baugebiete in einem offenen Grabensystem in Regenrückhaltebecken geführt und von dort aus in den Kirchschemmsbach geleitet.
Die Emschergenossenschaft betreibt die naturnahe Umgestaltung des Kirchschemmsbachs als Stadtgewässer. Hierbei wird das Schmutzwasser zukünftig vom Regenwasser getrennt und verrohrt. Die Ableitung des Regenwassers erfolgt in einem offenen Grabensystem als „Stadtgewässer“.
Das Entwässerungssystem des Prosperviertels sichert das mit den Rein- und Regenwasserzulauf des zukünftigen Stadtgewässers. Kirchschemmsbach, Regenrückhaltebecken und offenes Grabensystem der Regenentwässerung werden als integrierter Bestandteil des Prosper Parks gestaltet und ästhetisch inszeniert. 

Ein herausragender Beitrag des städtebaulichen Konzeptes zum ökologischen Bauen liegt darin, dass durch die kompakte Bauweise und die äußerst sparsame Erschließung eine gute Ausnutzung des Grundstückes und damit ein geringer Siedlungsflächenverbrauch ermöglicht wird, ohne aber die hohen Gestaltungs- und Gebrauchsqualitäten der Freiräume zu vernachlässigen.

Der Anteil versiegelter Flächen durch Erschließung im Gebiet wird auf ein Mindestmaß reduziert:

  • Straßen erhalten einen befestigten Minimalquerschnitt;
  • Stellplätze werden als Rasenpflaster ausgebildet;
  • nicht dem Fahrverkehr zugedachte Wege werden in wassergebundener Decke ausgeführt, bzw. werden grundsätzlich nicht über das Kanalsystem entwässert.

Das energetische Konzept für die Siedlung basiert auf einer Fernwärmeversorgung für Heizung und Warmwasserbereitung, einem hohen Wärmeschutzstandard aller Gebäude und dem Prinzip der Optimierung von passiven Sonnenenergiegewinnen durch die Gebäude und Grundrisskonzeption. Gebäudeentwurf, haustechnisches Konzept und Wärmeschutz stellen für alle Gebäude innerhalb des neuen Siedlungsgebietes sicher, dass der Jahresenergiebedarf für Heizung und Warmwasserbereitung eine Größenordnung von 11-120 Kilowattstunden pro qm und Jahr nicht übersteigt. Auf dieser Grundlage ist eine Erhöhung der Kostenmiete von 0,50 DM pro qm Wohnfläche möglich, da im Gegenzug durch die Reduzierung der Verbrauchskosten entsprechende Einsparungen erfolgen.

Da auf dem Gelände die gezielte Versickerung von Regenwasser erschwert ist, liegt der Schwerpunkt des ökologischen Umgangs mit Regenwasser in einer verzögerten Ableitung und in der gestalterischen Einbindung des Elementes Wasser in der Freiraumkonzeption. In diesem Zusammenhang wird die Führung des Regenwassers in teilweise offenen Gräben sowie die gestalterische Inszenierung von Wasser an kleineren Platzsituationen bei der Freiraumkonzeption ermöglicht. Zur Minimierung des Trinkwasserverbrauches wird die haustechnische Ausstattung grundsätzlich mit Wasserspararmaturen erfolgen.

Der Einsatz von Materialien und Konstruktionen wird im Hinblick auf die Anforderung schadstoffarmer und wenig energieaufwendiger Produktion und Verarbeitung sowie guter späterer Entsorgungsfähigkeit geplant. Generell nicht verwendet werden:

  • Asbestprodukte,
  • Formaldehyd und lindanhaltige Materialien,
  • Hölzer aus tropischen Regenwäldern,
  • Aluminium und Kunststoffe, wenn andere Materialien den gleichen Zweck erfüllen,
  • FCKW-haltige Materialien sowie stark lösungsmittelhaltige Baustoffe und Farben.

(Quelle:Stadt Bottrop, Stadtamt, Stadtplanungsamt -61/1-)