Collage aus einem wilden Fluss im Hintergrund und einer Prachtlibelle, die in einem kreisförmigen Rahmen unten links an den Rand gesetzt ist.
© Danny C. P. Lau, Nathalie Kaffenberger (kleines Bild)

Studie zu Flussökosystemen

Zu wenig Schutz im Schutzgebiet

Schutzgebiete sollen bedrohte Arten bewahren und Ökosysteme stabilisieren. Doch für viele europäische Flüsse greift dieser Schutz offenbar zu kurz. Das zeigt eine neue Studie unter Leitung von Prof. Dr. Peter Haase (Zentrum für Wasser- und Umweltforschung der UDE und Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt) und Dr. James S. Sinclair (Senckenberg), die jetzt in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Nature Communications“ erschienen ist.

Das internationale Forschungsteam untersuchte den Zustand von Flüssen an über 1.700 Stellen in zehn europäischen Ländern über einen Zeitraum von fast vier Jahrzehnten. Das Ergebnis: Bestehende Schutzgebiete brachten auch über Jahrzehnte hinweg nur in wenigen Fällen messbare Verbesserungen. Um Flüsse nachhaltig zu schützen, sollten Schutzkonzepte ganzheitlicher gedacht werden und Land- wie Gewässerlebensräume gleichermaßen berücksichtigen, so die Forschenden.

Zur Pressemeldung des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums Frankfurt.

Im Bild: Von aktuellen Schutzgebieten profitieren Europas Flüsse nur wenig – wie hier der Vindelälven in schwedischen Naturschutzgebiet Vindelfjällen. Kleines Bild: Die Forschenden untersuchten, wie sich Vielfalt und Zusammensetzung von Flusslebewesen wie der Gemeinen Prachtlibelle (Calopteryx virgo) in geschützten und ungeschützten Gebieten über die letzten Jahrzehnte entwickelt hat.

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