Symbolbild menschlicher Körper
© UK Essen

Summer School dank Spende

Präparierkurs für ukrainische Medizinstudierende

  • 22.04.2026

Das Institut für Anatomie organisiert auf Initiative seines Direktors Prof. Dr. Gunther Wennemuth eine Summer School für Medizinstudierende und Lehrende der Sumy State University. Die ukrainische Stadt Sumy liegt nahe der russischen Grenze. Aufgrund des Kriegs findet Unterricht oft nur noch virtuell statt. Da die praktische Ausbildung für Mediziner:innen besonders wichtig ist, bietet das Institut der Medizinischen Fakultät nun einen Anatomiekurs in Essen an (19. August bis 23. September 2026). Der Energiekonzern E.ON hat für die Initiative 120.000 Euro gespendet.

Das Institut für Anatomie ist seit Jahren über wissenschaftliche Kooperationen mit Sumy vernetzt. Es unterstützt bereits seit 2020 die dortige Universität, die schon mehrfach von russischen Angriffen getroffen wurde – eine Unterstützung, die sich seit dem Kriegsausbruch 2022 intensiviert hat. „Die praktische Ausbildung von Mediziner:innen in Sumy wird angesichts des andauernden Kriegs immer schwieriger. Sie findet oft nur noch virtuell statt. Deshalb möchten wir ganz konkret helfen und laden einige Studierende sowie Lehrkräfte der Sumy State University zu einem Präparierkurs vor Ort bei uns ein“, erklärt Prof. Dr. Wennemuth, der als Professor für Anatomie an der Medizinischen Fakultät lehrt. „Die Ausbildung an menschlichen Körpern ist für Mediziner:innen unerlässlich. Das kann eine virtuelle Schulung nicht auffangen.“

In dem Kurs lernen die ukrainischen Studierenden anhand von Körperspenden. Dabei legen sie den Körper vorsichtig frei und schauen sich bestimmte Bereiche genau an, nämlich den Bewegungsapparat, die inneren Organe und den Kopf-Hals-Bereich. Über die Vergabe der 30 verfügbaren Plätze entscheiden beide Universitäten gemeinsam. Zusätzlich können zwei Lehrende teilnehmen.

Starke Partner unterstützen
Das Institut für Anatomie und die Medizinische Fakultät stellen geeignete Räume, Personal und Material zur Verfügung. Zudem deckt eine großzügige Spende des Unternehmens E.ON, das sich seit Langem sichtbar für die Ukraine einsetzt, unter anderem die Kosten für die Reise, Unterkunft und Verpflegung der ukrainischen Gäste ab. Weitere Unterstützung erfährt das Projekt durch die Universitätsmedizin Essen und die Stiftung Universitätsmedizin Essen.
 

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Gunther Wennemuth, Direktor des Instituts für Anatomie und Professor für Anatomie an der Medizinischen Fakultät, Tel. 0201/723-4380, Gunther.Wennemuth@uk-essen.de

Redaktion:
Marie-Christine Sassenberg, Leiterin Referat für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Medizinischen Fakultät, Tel. 0201/723-6329, marie-christine.sassenberg@uk-essen.de

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