Pint of Science
© UDE/Peter Kohl

Pint of Science in Duisburg und Essen

„Zwischen Bierglas und Weltuntergang“

  • von Jennifer Meina
  • 24.04.2026

Drei Abende, drei Locations, viele Perspektiven: Auch in diesem Jahr beteiligen sich Forschende der Universität Duisburg-Essen wieder am internationalen Format „Pint of Science“ und bringen aktuelle Forschung dorthin, wo man sie nicht unbedingt erwartet – in Bars und Kneipen. Vom 18. bis 20. Mai sprechen Wissenschaftler:innen verständlich, nahbar und mitten im Alltag über ihre Themen.

Den Auftakt macht am Montag, 18. Mai, das Tapeo/Bora in Duisburg. Unter dem Titel „Zukunft? Da müssen wir drüber reden.“ geht es um große Fragen von morgen – und um ganz konkrete Herausforderungen unserer Gegenwart: Warum ist ein Leben in einer Demokratie keine Selbstverständlichkeit? Und weshalb sollte der Geburtsort nicht über individuelle Freiheit entscheiden? Im Anschluss wird es medizinisch: Forschende zeigen, wie Nanobodies und kleine chemische Moleküle eingesetzt werden, um Krebszellen gezielt anzugreifen – und welches Potenzial diese Ansätze für zukünftige Therapien haben. Zum Abschluss steht eine Frage im Raum, die sicher für Diskussionen sorgt: Muss ein späterer Renteneintritt zwangsläufig etwas Negatives sein?

Am Dienstag, 19. Mai, zieht das Festival weiter nach Essen ins Don’t Panic. Hier rücken gesellschaftliche und bildungsbezogene Themen in den Fokus: Warum ist schulischer Erfolg oft eine Frage des Systems? Und was hat Physik eigentlich mit sozialer Gerechtigkeit zu tun? Außerdem werfen die Vortragenden einen kritischen Blick auf Bildungs-Influencer und diskutieren Chancen und Risiken von Social Media als Lernraum. Zum Abschluss wird deutlich, wie eng Wissenschaft und Alltag miteinander verwoben sind – und welche physikalischen Phänomene uns tagtäglich begegnen, ohne dass wir sie bewusst wahrnehmen.

Der Abschluss findet am Mittwoch, 20. Mai, im Finkenkrug in Duisburg statt. „Zwischen Bierglas und Weltuntergang“ verspricht einen ebenso unterhaltsamen wie erkenntnisreichen Abend. So geht es unter anderem um Elektronen in Materialien wie Graphen, die sich überraschend ähnlich verhalten können wie Bier im Glas. Ein weiterer Vortrag lenkt den Blick in die verborgene Unterwasserwelt unserer Seen: weg von großen Fischen, hin zu Mikroben, die entscheidend zur Stabilität von Ökosystemen und zur Wasserqualität beitragen. Schließlich steht die Biodiversität im Mittelpunkt – und die Frage, welche Folgen es für unseren Planeten und für uns haben kann, wenn dieses empfindliche Gleichgewicht durch zunehmenden Stress aus dem Takt gerät.

Tickets sind ab sofort erhältlich – erfahrungsgemäß lohnt es sich, schnell zu sein.

Weitere Informationen:
https://pintofscience.de/events/duisburg-essen/

Redaktion: Jennifer Meina, Tel. 0203/379-1205, jennifer.meina@uni-due.de

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