Vier Menschen stehen in einer Sporthalle und halten gemeinsam ein pinkfarbenes T-shirt hoch, auf dem das Logo von RISE abgebildet ist.
© Krupp-Stiftung/eventfotograf.in

Krupp-Stiftung fördert Modellprojekt an Gesamtschule

Bewegung und Gemeinschaft im Schulsportverein

Gesellschaftliche Teilhabe durch Sport: Insbesondere Schüler:innen aus benachteiligten Verhältnissen haben oft keinen Zugang zum Vereinssport. Prof. Dr. Ulf Gebken vom Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen hat daher die Gründung des Schulsportvereins RISE an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule im Essener Stadtteil Schonnebeck initiiert. Alle Schüler:innen der Schule können an drei Tagen in der Woche sowie am Wochenende verschiedene Sportarten ausüben. Angeleitet werden die Kurse von Studierenden der Universität.

Mit dem RISE e.V. (Respect, Inclusion, Strength und Education) ist im Mai 2026 einer der ersten Schulsportvereine deutschlandweit entstanden, gefördert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Ausgangspunkt ist der niedrige Anteil der Schüler:innen, die im Vereinssport aktiv sind: Unter zehn Prozent der Jungen und weniger als fünf Prozent der Mädchen an der Gustav-Heinemann-Schule sind Mitglied in einem Sportverein.

Neu angemeldete Schüler:innen werden künftig automatisch Mitglieder im Schulsportverein, der Jahresbeitrag liegt bei lediglich einem Euro. Damit stehen ihnen Angebote wie Basketball, Tanz, Akrobatik oder Jonglage offen. Auch reine Mädchen-Kurse werden angeboten, um allen die Möglichkeit zu geben, positive Erfahrungen in Bewegung, Spiel und Gemeinschaft zu sammeln.

„Erste Erfahrungen mit ähnlichen Projekten aus Hamburg und Oldenburg zeigen, dass es funktioniert“, betont Prof. Dr. Ulf Gebken, Professor für Sozialwissenschaften des Sports und Leiter des RISE-Projekts. „Kinder und Jugendliche erleben Spaß an Bewegung und Gemeinschaft und treiben ihren Sport im Idealfall in einem Verein außerhalb der Schule weiter. Studierende, die in der Funktion der Coaches arbeiten, haben die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und bereits vorhandenes pädagogisches Wissen anzuwenden. Zudem helfen sie älteren Schüler:innen, die jüngeren anzuleiten.“

Studienprojekte, Bachelor- und Masterarbeiten sowie potenzielle Dissertationen werden den Weg von RISE e.V. wissenschatlich begleiten und evaluieren. Ziel ist es, die Idee auch in andere Kommunen zu tragen.

Entstanden ist das Projekt aus Gebkens Outdoor-Bewegungsprogramm Open Area, das in Essen seit einem Jahr regelmäßig und niedrigschwellig verschiedene Sportarten für Zehn- bis Achtzehnjährige anbietet.

Zur ausführlichen Pressemeldung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung:
www.krupp-stiftung.de/krupp-stiftung-foerdert-gruendung-eines-schulsportvereins-im-essener-norden/

Im Bild (v.l.n.r.): Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, Dr. Michaela Muylkens, Vorstandsmitglied der Krupp-Stiftung, Lukas Rüenauver, Schulleiter der Gustav-Heinemann-Gesamtschule, Prof. Dr. Ulf Gebken, UDE.


Weitere Informationen:
Prof. Dr. Ulf Gebken, Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften, Tel. 0201 183-7610, ulf.gebken@uni-due.de

Redaktion: Birte Vierjahn, Tel. 0203 37 9-2427, birte.vierjahn@uni-due.de

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