Universität Duisburg-Essen, Institut für Evangelische Theologie 

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Schart, Aaron, last edited: 2007-10-15

Studienordnung Evangelische Theologie für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen sowie den entsprechenden Jahrgangsstufen der Gesamtschule (LGHRGe)

 

Fassung vom 2004-10-25 (vom Fachbereichsrat genehmigt, aber noch nicht rechtsgültig)

 

            §1

 

Die vorliegende Studienordnung enthält die Regelungen für ein ordnungsgemäßes Studium des Unterrichtsfaches Evangelische Theologie LGHRGe. Nicht ausgeführte Bereiche finden sich in der Lehramtsprüfungsordnung vom 27. März 2003.

 

            §2

 

(1) Das Studium hat eine Regelstudienzeit von sieben Semestern.

 

(2) Das ordnungsgemäße Studium der Ev. Theologie umfasst vier Bereiche:

 

(3) Das Studium gliedert sich in Grund- und Hauptstudium und umfasst insgesamt mindestens 42 SWS. Das Grundstudium umfasst drei Semester mit mindestens 18 SWS. Das Hauptstudium umfasst vier Semester mit mindestens 24 SWS.

 

(4) Im Verlauf der gesamten Studiendauer sind fünf Module zu absolvieren:

 

            §3

 

(1) Das Grundstudium umfasst zwei Module: Modul 1, „Prinzipien und Methoden“ (8 SWS), und Modul 2, „Quellen und Entwicklungen“ (10 SWS).

(2) Modul 1, „Prinzipien und Methoden“, setzt sich aus vier Veranstaltungen zusammen:

I     A:         Exegese und Hermeneutik des Alten Testaments oder des Neuen Testamentes (2 SWS)

II    B:         Quellenkunde und Methodik der Kirchen- und Religionsgeschichte (2 SWS)

III  C:         Prinzipien und Argumentationsformen systematisch-theologischen Denkens (2 SWS)

IV  D:         Arbeitsweisen und Paradigmen der Religionspädagogik (2 SWS)

(3) Modul 2, „Quellen und Entwicklungen“, setzt sich aus fünf Veranstaltungen zusammen:

I     A:         Bibelkunde (2 SWS)

II    A:         Geschichte Israels oder Geschichte des Urchristentums (2 SWS)

III  B:         Kirchengeschichte in Längsschnitten (2 SWS)

IV  C:         Theologiegeschichte des Christentums (2 SWS)

V   D:         Geschichte der Religionspädagogik (2 SWS)

(4) Wird im Bereich A von Modul 1 eine alttestamentliche Veranstaltung gewählt, muss in Veranstaltung II von Modul 2 „Geschichte des Urchristentums“ belegt werden. Wird dagegen im Bereich A von Modul 1 eine neutestamentliche Veranstaltung gewählt, muss in Veranstaltung II von Modul 2 „Geschichte Israels“ belegt werden.

            §4

 

(1) Im Grundstudium sind zwei Leistungsnachweise, ferner in allen verpflichtenden Veranstaltungen Nachweise über die qualifizierte Mitarbeit zu erbringen.

 

(2) Jeder Leistungsnachweis setzt sich aus zwei Teilleistungen zusammen. Zwei Teilleistungen entfallen auf Modul 1, zwei auf Modul 2. Alle vier Bereiche des Faches müssen abgedeckt sein.

 

(3) Die Teilleistungen können durch Referat, Kolloquium, Klausur oder schriftliche Hausarbeit erbracht werden.

 

(4) Die qualifizierte Mitarbeit wird auf Grund eines bestandenen schriftlichen Tests, eines Kolloquiums oder auf Grund einer kleineren schriftlichen Arbeit (Kurzreferat, Protokoll o.ä.) bescheinigt.

 

            §5

 

(1) Das Grundstudium wird mit der bestandenen Zwischenprüfung abgeschlossen.

 

(2) Die Zwischenprüfung wird studienbegleitend (‚kumulativ’) abgelegt. Sie umfasst:

     (a)  die erfolgreiche Teilnahme an den beiden Modulen des Grundstudiums inkl. der hierbei zu erbringenden Nachweise über die qualifizierte Mitarbeit;

     (b)  den Erwerb der beiden Leistungsnachweise.

 

(3) Näheres regelt die Zwischenprüfungsordnung.

 

            §6

 

(1) Das Hauptstudium umfasst drei Module: Modul 3, „Kernthemen und -probleme“ (8 SWS), Modul 4, „Anwendungen und Erprobungen“ (10 SWS), und Modul 5, „Kontexte und Vermittlungen“ (6 SWS).

(2) Modul 3, „Kernthemen und -probleme“, umfasst vier Veranstaltungen:

I     A:         Grundfragen der Theologie des Alten Testaments oder des Neuen Testaments (2 SWS)

II    B:         Epochen und Wendepunkte in der Geschichte der christlichen Dogmenbildung (2 SWS)

III  C:         Grund und Gegenstand des christlichen Glaubens in systematisch-theologischer Perspektive (2 SWS)

IV  D:         Glaube und Lernen als Leitfrage der Religionspädagogik (2 SWS)

(3) Modul 4, „Anwendungen und Erprobungen“, umfasst fünf Veranstaltungen:

I     A:         Fachdidaktik Altes Testament oder Neues Testament (2 SWS)

II    B:         Brennpunkte der Kirchen- und Religionsgeschichte im Religionsunterricht (2 SWS)

III  C:         Dogmatische und ethische Fragestellungen im Religionsunterricht (2 SWS)

IV  D:         Religionspädagogische Handlungsfelder der Kirche in Schule und Gesellschaft (2 SWS)

V   D:         Grundlagen der Fachdidaktik, inklusive einer Praxisphase (2 SWS)

(4) Modul 5, „Kontexte und Vermittlungen“, umfasst drei Veranstaltungen:

I     A:         Die Umwelt des Alten Testaments oder des Neuen Testaments (2 SWS)

II    B:         Das Verhältnis der Religionen im Spiegel der Kirchen- und Religionsgeschichte (2 SWS)

III  C:         Ökumene und religiöser Pluralismus als systematisch-theologische Herausforderungen (2 SWS)

(5) Wird in Modul 3 im Bereich A eine alttestamentliche Veranstaltung gewählt, muss in Modul 4 im Bereich A eine neutestamentliche Veranstaltung belegt werden. Wird dagegen in Modul 3 im Bereich A eine neutestamentliche Veranstaltung gewählt, muss in Modul 4 im Bereich A eine alttestamentliche Veranstaltung belegt werden

(6) Die in Veranstaltung V von Modul 4 genannte Praxisphase umfasst die fachdidaktische Planung, unterrichtspraktische Durchführung und begleitende Reflexion einer Unterrichtsreihe, die von einer Lehrperson betreut wird.

(7) Veranstaltungen der Hauptstudiumsmodule können in Ausnahmefällen bereits vor Abschluss des Grundstudiums belegt werden. Die Voraussetzung dafür ist die erfolgreiche Teilnahme an den Veranstaltungen des Grundstudiums in demjenigen Bereich, in dem die jeweiligen Veranstaltungen des Hauptstudiums besucht werden sollen.

            §7

 

(1) Im Hauptstudium sind zwei Leistungsnachweise zu erbringen: ein fachwissenschaftlicher und ein fachdidaktischer.

 

(2) Der fachwissenschaftliche Leistungsnachweis ist innerhalb der Module 3 oder 5 zu erbringen, und zwar wahlweise im Bereich A, B oder C.

 

(3) Der fachdidaktische Leistungsnachweis ist im Bereich D zu erbringen, und zwar wahlweise innerhalb der Module 3 oder 4 (hier nur in Veranstaltung IV).

 

(4) Ferner sind in allen verpflichtenden Veranstaltungen Nachweise über die qualifizierte Mitarbeit (i.S. von § 4/4) zu erbringen.

 

            §8

 

Es ist zulässig, einzelne Veranstaltungen im Hauptstudium durch äquivalente Veranstaltungen in anderen Fächern zu ersetzen. Ob und inwieweit diese als äquivalent eingestuft werden können, entscheidet der Studiengangskoordinator in Absprache mit den betroffenen Fachkollegen/innen.

 

            §9 Zulassungsvoraussetzungen zu den Teilprüfungen der Ersten Staatsprüfung

 

(1) Die Zulassung zur fachwissenschaftlichen Prüfung erfolgt, wenn die Modulabschlussbescheinigungen der Module 3 und 5 und der fachwissenschaftliche Leistungsnachweis vorgelegt werden.

 

(2) Die Zulassung zur fachdidaktischen Prüfung erfolgt, wenn die Modulabschlussbescheinigung des Moduls 4, ein Nachweis über die Teilnahme an den Veranstaltungen des Moduls 3 im Bereich D und der fachdidaktische Leistungsnachweis vorgelegt werden.

 

            §10 Ablauf der Ersten Staatsprüfung

 

(1) Zur Hausarbeit in Fachwissenschaft im Fach Evangelische Religionslehre wird zugelassen, wer die fachwissenschaftlichen Veranstaltungen des Hauptstudiums erfolgreich besucht und den fachwissenschaftlichen Leistungsnachweis erworben hat.

 

(2) Zur Hausarbeit in Fachdidaktik im Fach Evangelische Religionslehre wird zugelassen, wer die fachdidaktischen Veranstaltungen des Hauptstudiums erfolgreich besucht, das Modul 4 erfolgreich abgeschlossen und den fachdidaktischen Leistungsnachweis erworben hat.

 

(3) Die fachdidaktische Prüfung kann erst nach erfolgreichem Abschluss der fachwissenschaftlichen Prüfung erfolgen.

 

(4) Eine der beiden Prüfungen ist mündlich (45 Min. Dauer) und eine schriftlich (4-stündige Klausur) abzulegen.