Neue Koordinatorin für Studierendengewinnung & Studierendenmarketing

"Eine tolle, aber komplexe Aufgabe hast Du da vor Dir!"

von Arne Rensing | 2024-06-21


(Bild: UDE)

Seit Mitte April ist Dr. Helene Gerhards als "Koordinatorin Studierendengewinnung & Studierendenmarketing" im Ressort Marketing der Stabsstelle des Rektorats aktiv. Gerhards (Jahrgang 1987) war zuvor unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften, als Mitarbeiterin der Ruhr Campus Academy gGmbH (koordinierend für die NRW School of Governance), in den Bereichen Lehre und Forschung unterschiedlicher Hochschulen sowie in der Unternehmens- und Verbändeberatung tätig. CAMPUS:INTERN hat mit der Duisburgerin über ihre neuen Aufgaben gesprochen.

Frau Gerhards, Prognosen gehen davon aus, dass die Zahlen potenzieller Studienanfänger:innen in den nächsten Jahren sinken. Was bedeutet das für die UDE – und speziell für Ihre Aufgabe an der UDE?

In der Tat werden die demographische Entwicklung, die stetige Erweiterung des Angebots von hochschulischer und nichthochschulischer (Aus-)Bildung und auch bildungspolitische Entscheidungen wie die Umstellung von G8 auf G9 Einflüsse auch auf die Studierendenzahlen an der UDE haben, manche Effekte werden kurzfristig, manche mittel- und langfristig auftreten und spürbar sein. Aktivitäten der Studierendengewinnung und auch des Matchings zwischen Studienangebot und Studieninteressierten müssen sich dieser Variablen bewusst sein, jedoch gerade deshalb auf den eigenen Wirkungsbereich Konzentration legen: Was macht ein tolles Studiengangsportfolio aus? Was erweitert die Chancen unserer künftigen Absolvent:innen? Wie schaffen wir es, mit unseren Werten, unserem Branding und durchaus günstigen Standortfaktoren die Studierenden von Morgen anzuziehen? Viele Kolleg:innen, die ich jetzt schon kennenlernen durfte, haben es so formuliert: "Eine tolle, aber komplexe Aufgabe hast Du da vor Dir!" Dem würde ich zustimmen – aber diese Aufgabe stellt sich uns allen gemeinsam, mit mir hoffentlich als guter Schnittstelle.

Ins Studierendenmarketing sind eine Vielzahl an Playern in den unterschiedlichsten Fakultäten, Fachrichtungen oder Studiengängen involviert. Wo setzen Sie an? Eher zentral, oder an dezentralen Stellen?

Ich sehe die Aufgabe der Studierendengewinnung nicht als exklusiv dezentrale oder zentrale Aufgabe. Die Fakultäten akquirieren schon immer und auch in letzter Zeit mit hohem Engagement Studierende, alle zentralen Einrichtungen vom Einschreibewesen bis zum Akademischen Beratungszentrum setzen sich jeden Tag für die "Student Journey" ein, konzipieren Angebote und zeichnen sich als ansprechbare Partnerinnen der Studierenden in allen Lagen aus. Für den Bereich Studierendengewinnung und Studierendenmarketing geht es darum, ein Handlungsfeld zu strukturieren, das einen Mehrwert für Einzelakteure und die Universität insgesamt schafft und Bedarfe wie Bedürfnisse berücksichtigt. Dieses Handlungsfeld wird Akteure vernetzen, Lerngelegenheiten identifizieren, Unterstützung in der Konzeption von Einzelmaßnahmen bieten, den Mitbewerbermarkt im Auge halten und sich mit dem möglichst aktuellen Handwerkszeug in der Zielgruppenerreichung rüsten. Unser gesamter Arbeitsbereich hat Lust auf Kampagnenarbeit – ich freue mich darauf, mit und für die UDE hier Wirkung zu entfalten.

Lassen Sie uns ein wenig in die Zukunft blicken: Kann man Erfahrungen und Feedback aktueller Studierender nutzen, um zukünftige Studierende für die Hochschule zu gewinnen?

Als trainierte Sozialwissenschaftlerin ist mir die Heterogenität von Personengruppen in komplexen Gesellschaften und großen Institutionen bewusst – es wird ja erst dann so richtig spannend, wenn bei einer Zielverfolgung Strukturen auf soziale Realitäten treffen. Mir ist es ein Anliegen, Nähe zu unserer Studierendenschaft zu gewinnen, um herauszufinden, was sie angetrieben hat, sich bei uns zu immatrikulieren und zu checken, ob die Motive auch bei künftigen, vermutlich immer diverseren Studierendenkohorten greifen werden oder ob man umdenken sollte. Gleichwohl muss man sich diesen Kontakt schaffen und sich klarmachen, wie man diese Feedbackbereitschaft sinnvoll einsetzt – ob für informelle Gespräche, kleinere interne Erhebungen oder auch für Botschafter:innentätigkeiten auf unseren Sozialen Medien. Ich bin hier noch ganz offen und folge gerne Impulsen und Prozessen.

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