Arbeit, Personal, Organisation - ZieleUndInhalteLang

Home

Lehrstuhl

Studium

* KritikWiki?

Forschung

* Download

English Information

Links

* Film BWL-Studium

Impressum Datenschutz

Ziele und Inhalte - ausführliche Fassung

Eine kürzere Fassung dieser Darstellung finden Sie hier.

Arbeit, Personal und Organisation - Ziele...

Das Studium der Lehrveranstaltungen im Bereich "Arbeit, Personal und Organisation" soll die Studierenden befähigen, strategisch zu denken und kompetent langfristig-umfassende Entscheidungen im Zusammenhang mit dem "Faktor Arbeit" nicht nur isoliert, sondern im Kontext von Unternehmensstrategien, Organisationsstrukturen, Marktkonstellationen und gesellschaftlichen Entwicklungen treffen zu können. "Personal", der "Faktor Arbeit" oder wie man neuerdings auch sagt: die "Humanressourcen" können nur im Kontext von Organisationsstrukturen und Gesellschaft getroffen werden. Schon sprachlich ergibt das Wort "Personal" nur dann Sinn, wenn man das "eherne Gehäuse" (Max Weber) der Organisation mitdenkt. Andersherum müssen bei Entscheidungen über Organsationsstrukturen und -prozesse Personen (als Arbeietsvermögen, das es in Arbeitsleistung zu transformieren gilt, mitgedacht werden. Daher sind Personal und Organisation zwei aufeinander verweisende Kategorien, die zudem über die Kategorie Arbeit eng miteinander verbunden sind.
Theorieorientierung heißt nicht Praxisferne! Das Studium im Bereich "Arbeit, Personal und Organisation" ist theoretisch ausgerichtet, weil es praktisch hilfreich sein muss. Wissenschaftliche Theorien befähigen dazu, in Alternativen zu denken, Handlungsmöglichkeiten, -voraussetzungen und -folgen zu erkennen. Sie schützen davor, wenig fundierte Begründungen wie “Das haben wir immer schon so gemacht” oder “Das müssen wir ändern, weil alle das ändern” unkritisch zu akzeptieren.
Gerade praktische Probleme gilt es zu analysieren und begründeten Lösungen zuzuführen, ohne dabei jedes Mittel oder jedes Ziel der Unternehmenspraxis gutzuheißen. Praxisverbesserung besteht vor allem in Kritik, auch gerade durch zukünftige PraktikerInnen im Praxissystem. Kritik meint weniger normative Kritik; es gilt vielmehr, Folgen und Voraussetzungen von organsaitons- und personalwirtschaftlich relevanten Handlungen (oder Nicht-Handlungen) aufzuzeigen.

...und Inhalte

Fundierte Kritik und Verbesserung der Praxis verlangt deshalb gleichermaßen nach Wissen über Theorien, über personalwirtschaftliche Instrumente, über Organisationsstrukturen und -abläufe, über Methoden der Organisations- und Personalforschung und über den institutionellen Kontext, in dem Entscheidungen getroffen werden. Daher werden in den Lehrveranstaltungen folgende Kenntnisse erforderlich:

Kenntnisse über mögliche Instrumente und Methoden

Wer entscheiden will, muß unterschiedliche Möglichkeiten kennen, aber auch bewerten können. Daher ist Wissen über unterschiedliche Möglichkeiten der Gestaltung von Organisationsstrukturen und -abläufen sowie von personalwirtschaftlichen Instrumente zu vermitteln.

Kenntnisse über Theorien

Theorien machen Aussagen über grundsätzliche Zusammenhänge und helfen, die Frage nach den Voraussetzungen und Wirkungen von Instrumenten zu beantworten. Theorien weisen uns darüber hinaus den Weg, welche Aspekte eines Erfahrungsobjektes wir als relevant erachten und beschreiben wollen. Sie zeigen auf, welche Ursachen wir für bestimmte Zustände vermuten, und wir können prognostizieren, welche Instrumente unter welchen Bedingungen wie wirken werden.

Kenntnisse über Theorie und Praxis der Unternehmens- und Personalführung

Führungsaufgaben werden in einem Unternehmen von vielen Personen in unterschiedlichen Funktionen wahrgenommen. Ausmaß und Ausgestaltung sind - wie auch die Wirksamkeit - oft sehr unterschiedlich. Es ist deshalb notwendig, sich mit Theorie und Praxis der Unternehmens- und Personalführung, also mit ihren Voraussetzungen, Möglichkeiten, Alternativen und Grenzen zu beschäftigen.

Kenntnisse in empirischer Organisations- und Personalforschung

Bei Entscheidungen über die Struktur der Organisation, ihrer Mitglieder und deren Aufgaben, ist es häufig notwendig, Daten zu erheben und mit Hilfe statistischer Methoden problembezogen auszuwerten. Methoden der Organisations- und Personalforschung ermöglichen intersubjektiv nachvollziehbare, überprüfbare Beschreibungen der betrieblichen Realität und liefern somit problem- und entscheidungsrelevante Informationen.

Kenntnisse über den rechtlichen und institutionellen Kontext

Hierzu gehören vor allem Wissen über betriebliche und überbetriebliche Arbeitsbeziehungen und arbeitsrechtliche Regelungen. Man muß die relevanten Akteure und auch die Regeln kennen, die die Verhandlungsprozesse kanalisieren, und man muß auch wissen, wie tatsächliche Aushandlungsprozesse ablaufen und welche Ergebnisse zu erwarten sind.

Training von Problemlösungsfähigkeiten

Um Problemlösungsfähigkeiten zu trainieren, ist eine Anwendung dieser Kenntnisse notwendig. Dazu werden Übungen angeboten, die dazu dienen, Instrumente, Theorien und Forschungsmethoden an Fallstudien zu erproben.
Um die Sozial- und Kommunikationskompetenz zu fördern, werden die Probleme in kleineren Gruppen bearbeitet und in Vorträgen präsentiert.
Jedes Semester wird ein Hauptseminar angeboten. Ein vor dem Hauptseminar zu absolvierendes Proseminar hilft Ihnen, eine Seminararbeit anzufertigen.

Hinzu kommen weitere vertiefende Veranstaltungen, wie z.B. Workshops oder Lektürekurse.

*Informationen für Bachelor- und Master-Studierende

Universität Duisburg-Essen
Fakultät Wirtschaftswissenschaften
Lehrstuhl für BWL, insb.
Arbeit, Personal und Organisation
45117 Essen

Telefon:
0201 / 183-2260
E-Mail:
sekretariat.nienhueser[at]uni-due.de
Fax:
0201 / 183-2283

Zuletzt geändert am 28.04.2017 12:18 Uhr