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10.06.2020 - 14:00:50

Los Angeles' digitale Zukunft

Große Ehre für Christoph Bieber: Der UDE-Professor für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft darf seine Koffer packen. Als Thomas-Mann-Fellow erforscht er im nächsten Jahr für drei Monate ethische Aspekte der Smart City Los Angeles. 2018 eröffnete die Bundesregierung das frühere Wohnhaus der Schriftstellerfamilie Mann in Kalifornien als Begegnungs- und Forschungsstätte. Bieber ist einer von sechs Stipendiaten, Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters gratulierte.

Wissenschaftler, aber auch Intellektuelle aus Kultur, Politik, Medien und Wirtschaft, die sich aktuellen Herausforderungen mit transatlantischer Relevanz widmen, können sich um das außergewöhnliche Stipendium bewerben. Christoph Bieber überzeugte den hochkarätigen Beirat mit seinem Forschungsvorhaben: Er will die Auswirkungen von Smart-City-Projekten auf die digitale Selbstbestimmung untersuchen. „Los Angeles gilt als eine der am stärksten digital vernetzten Städte in den USA. Ich führe vor Ort eine Fallstudie durch, die zeigt, wie eine ethische, auf die Würde und Autonomie der Stadtbewohner ausgerichtete Smart-City-Politik entwickelt werden kann.“

Los Angeles ist auf dem Weg zu einem weiteren Silicon Valley zu werden. Immer mehr Start-ups und Hightech-Unternehmen siedeln sich an – das führt zu einem ökonomischen Aufbruch. Aber zeigt es nicht auch die Folgen von Kapitalismus, Globalisierung und Ungleichheit? „Die Digitalisierung städtischer Räume wirft viele interessante Fragen auf“, so Bieber.

Etwa diese: Wie wirken sich Daten und Algorithmen auf die Stadtentwicklung aus? Wie macht das mit dem Zusammenleben, wenn immer mehr Technologie-Anbieter den öffentlichen Diskurs bestimmen und dabei einzig auf Effizienzsteigerung spezialisiert sind? Bieber findet: „Neben Perspektiven für Vernetzung, Produktionsentwicklung, Standort- und Technologieförderung ist auch eine Stadt wichtig, die sich an die Bedürfnisse der Bürger ausrichtet.“

Voraussichtlich ab Sommer 2021 wird Bieber vor Ort forschen. Interviews und Workshops mit Verantwortlichen aus der Stadtpolitik, mit digitalen Innovationsträgern und Gruppen, die sich in Smart-City-Projekte engagieren, und US-Fachkollegen, sollen ihm helfen, sich ein Bild vom aktuellen Stand zu machen. Erste Ergebnisse will der Politikwissenschaftler nach seinem Aufenthalt veröffentlichen.

Der Verein Villa Aurora und Thomas Mann House wird vom Auswärtigen Amt, von der Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Goethe-Institut gefördert. Die Thomas Mann Fellowships werden von der Berthold Leibinger Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung finanziert.

Weitere Informationen:
https://www.vatmh.org/de/newsreader/200730_tmh_2021.html
Prof. Dr. Christoph Bieber, Welker-Stiftungsprofessur für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft, Tel. 0203/37 9-2407, christoph.bieber@uni-due.de

Große Ehre für Christoph Bieber: Der UDE-Professor für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft darf seine Koffer packen. Als Thomas-Mann-Fellow erforscht er im nächsten Jahr für drei Monate ethische Aspekte der Smart City Los Angeles. 2018 eröffnete die Bundesregierung das frühere Wohnhaus der Schriftstellerfamilie Mann in Kalifornien als Begegnungs- und Forschungsstätte. Bieber ist einer von sechs Stipendiaten, Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters gratulierte.

Wissenschaftler, aber auch Intellektuelle aus Kultur, Politik, Medien und Wirtschaft, die sich aktuellen Herausforderungen mit transatlantischer Relevanz widmen, können sich um das außergewöhnliche Stipendium bewerben. Christoph Bieber überzeugte den hochkarätigen Beirat mit seinem Forschungsvorhaben: Er will die Auswirkungen von Smart-City-Projekten auf die digitale Selbstbestimmung untersuchen. „Los Angeles gilt als eine der am stärksten digital vernetzten Städte in den USA. Ich führe vor Ort eine Fallstudie durch, die zeigt, wie eine ethische, auf die Würde und Autonomie der Stadtbewohner ausgerichtete Smart-City-Politik entwickelt werden kann.“

Los Angeles ist auf dem Weg zu einem weiteren Silicon Valley zu werden. Immer mehr Start-ups und Hightech-Unternehmen siedeln sich an – das führt zu einem ökonomischen Aufbruch. Aber zeigt es nicht auch die Folgen von Kapitalismus, Globalisierung und Ungleichheit? „Die Digitalisierung städtischer Räume wirft viele interessante Fragen auf“, so Bieber.

Etwa diese: Wie wirken sich Daten und Algorithmen auf die Stadtentwicklung aus? Wie macht das mit dem Zusammenleben, wenn immer mehr Technologie-Anbieter den öffentlichen Diskurs bestimmen und dabei einzig auf Effizienzsteigerung spezialisiert sind? Bieber findet: „Neben Perspektiven für Vernetzung, Produktionsentwicklung, Standort- und Technologieförderung ist auch eine Stadt wichtig, die sich an die Bedürfnisse der Bürger ausrichtet.“

Voraussichtlich ab Sommer 2021 wird Bieber vor Ort forschen. Interviews und Workshops mit Verantwortlichen aus der Stadtpolitik, mit digitalen Innovationsträgern und Gruppen, die sich in Smart-City-Projekte engagieren, und US-Fachkollegen, sollen ihm helfen, sich ein Bild vom aktuellen Stand zu machen. Erste Ergebnisse will der Politikwissenschaftler nach seinem Aufenthalt veröffentlichen.

Der Verein Villa Aurora und Thomas Mann House wird vom Auswärtigen Amt, von der Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Goethe-Institut gefördert. Die Thomas Mann Fellowships werden von der Berthold Leibinger Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung finanziert.

Weitere Informationen:
https://www.vatmh.org/de/newsreader/200730_tmh_2021.html
Prof. Dr. Christoph Bieber, Welker-Stiftungsprofessur für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft, Tel. 0203/37 9-2407, christoph.bieber@uni-due.de