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Arbeitsgruppe "Wohlfahrtstaatliche Transformationsforschung | Soziale Arbeit"

Soziale "(Un-)Gleichheit" – wie eingeschränkte Teilhabe, soziale Ausschließung und herrschaftsförmige Unterdrückung – stellen einen systematischen Bezugspunkt Sozialer Arbeit in Theorie, historischer wie empirischer Forschung sowie innerhalb der professionellen Handlungsvollzüge dar. Fachlich-professionelle Interventionen zielen dementsprechend auf die Erweiterung bzw. Eröffnung bisher fehlender oder nicht hinreichend anerkannter Handlungsoptionen für die (direkten) Adressat_innen. Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Reflexionen steht die Frage, wie eine solche – kritisch gegen gesellschaftliche (Ungleichheits-)Verhältnisse gerichtete – Erziehungs-, Bildungs- und Sorgeperspektive historisch einzuordnen und systematisch zu vermitteln ist.

Die gemeinsamen Forschungs- und Lehrtätigkeiten der Arbeitsgruppe „Wohlfahrtsstaatliche Transformationsforschung | Soziale Arbeit“ sind unter vier zentralen Fragestellungen zusammenzufassen:

  1. In welcher Form lassen sich theoriesystematische wie historische Bestimmungsversuche Sozialer Arbeit mit Blick auf die gegenwärtigen (wohlfahrtsstaatlichen) Transformationsprozesse fassen und bisherige Denkmodelle angemessen weiterentwickeln? 
  2. In welchen (sozial)räumlichen und (sozial)politischen Formaten wird das veränderte Gefüge Sozialer Arbeit im neo-sozialen Kontext und post-wohlfahrtsstaatlichen Arrangements realisiert? 
  3. Inwiefern bilden sich im Kontext der gegenwärtigen wohlfahrtsstaatlichen Transformationsprozesse neue organisationale Settings fachlicher Angebote aus? 
  4. In welcher Weise werden die Bedingungen zur alltäglichen Lebensführung der Adressat_innen von den Dienstleistungsorganisationen und den Fachkräften in der Sozialen Arbeit gegenwärtig arrangiert?  

Die Arbeitsgruppe sieht sich in ihrem Engagement dabei einem Modell kritisch-reflexiver Professionalität verpflichtet, das darauf zielt, (zukünftigen) Fachkräften in den Feldern Sozialer Arbeit eine systematische Kontextualisierung ihres Tuns und eine sichtbare Positionierung in Bezug auf die Gestaltung der öffentlichen Erziehungs-, Bildungs- und Sorgeprozesse zu ermöglichen.