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Aus CAR wird das neue CAR


Mit den „Disruptive Innovations“ Elektromobilität, autonomes Fahren und der Sharing Economy ändert sich das Muster der Automobil- und Zulieferindustrie gravierend. Um diese Muster besser zu verstehen und bei der Optimierung mitzuwirken, haben wir das CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen wesentlich erweitert. Im neuen CAR werden jetzt die Mobility-Forschungsaktivitäten von sechs Lehrstühlen gebündelt, die in Summe über mehr als 100 Mitarbeiter im Forschungsbetrieb verfügen.

 

Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer

Automotive Economics

Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen ökonomische Zusammenhänge und Werttreiber der Branche. Besonderer Schwerpunkt liegt auf der Akzeptanzforschung von Innovationen. Durch entsprechendes Experiment-Design werden Forschungsfragen der folgenden Art beantwortet: Welche gesetzlichen, ethischen oder gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflussen die Verbreitung von innovativen Produkten? Welche Zahlungsbereitschaften zeigen unterschiedliche Zielgruppen für innovative Produkte und Services? Wie können Testfelder für Mobil Services und Internet-basierte Vertriebssysteme auf Marktfähigkeit getestet werden? Bei den Arbeiten zu den ökonomischen Zusammenhängen stehen die Themen Regulierung, Umweltanforderungen, Wettbewerbsfähigkeit und Incentive-Muster im Fokus. Der Lehrstuhl verfügt über eine langjährige und äußerst umfangreiche eigenständige, auf Monatsbasis aufgebaute Datenbasis (Rabatt-Reports) zu Incentives.

Prof. Dr. Dr. Dieter Schramm

Mechatronik

Der Lehrstuhl Mechatronik erforscht Fahrzeugsysteme, Elektromobilität, Entwicklung von Fahrsimulatoren, assistiertes Fahren sowie Fahrdynamik. Bei Assistenzsystemen stehen HMI und „Machine Learning Methoden“, die auch in der Fahrdynamik eingesetzt werden, im Vordergrund. Elektromobilität wird seit über 10 Jahren erforscht. Hier ist der Lehrstuhl maßgeblich im Flottenprojekt PREMIUM und am Car-Sharing-Projekt RuhrAuto E beteiligt. Es wurden Fahrten hunderter Fahrzeuge mit Datenloggern aufgezeichnet und wissenschaftlich ausgewertet. Daneben werden ebenfalls Fahrzeuge von Partnern aus China vermessen. Die Erhebung objektiver Flottendaten wird durch Fahrsimulatoren sowie die Simulation von Verkehrsströmen ergänzt. Untersuchungsziel ist die Auswirkung elektrischer Antriebe und Assistenzsysteme auf komplexe Verkehrssituationen.

Prof. Dr. Holger Hirsch

Energietransport und -speicherung

​Der Lehrstuhl Energietransport und -speicherung erforscht unter anderem die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) von Fahrzeugen und Fahrzeugkomponenten sowie die energietechnische und informationstechnische Anbindung von Elektrofahrzeugen zum elektrischen Energienetz während des Ladens. Im Bereich der EMV liegt besonderes Augenmerk bei der Störaussendung und den Methoden zu deren Vermessung. Zusammen mit Zulieferern und OEMs wird die EMV von elektrischen Antriebssträngen und Schnellladesystemen simulatorisch und experimentell untersucht, wobei spezielle Themen im Bereich „Hochvoltbordnetze“ und der Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Energienetz erforscht werden. Die gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse werden der Automobilindustrie über die aktive Begleitung der internationalen Normung auf breiter Basis bereitgestellt.

Prof. Dr. Gregor Schiele

Eingebettete Systeme der Informatik

Das Fachgebiet Eingebettete Systeme der Informatik beschäftigt sich mit Konzepten und Verfahren zur Entwicklung und zum Betrieb komplexer, verteilter eingebetteter elektronischer Systeme. Im Mittelpunkt stehen dabei Selbstorganisationskonzepte in hierarchischen Systemverbünden mit offenen Populationen, insbesondere die automatische Erkennung und Integration vernetzter intelligenter Objekte in ein sich selbst dynamisch organisierendes Gesamtsystem. Beispiele solcher Objekte können neben vernetzten Fahrzeugen, mobile Endnutzergeräte, eingebettete Sensorik sowie dezentrale Verkehrsinfrastrukturkomponenten sein. Weitere Themenschwerpunkte sind rekonfigurierbare Hardware, Energieeffizienz, Mixed Reality Systeme und testgetriebene< Entwicklungsmethodiken.

Prof. Dr. Christof Schulz/Prof. Dr. Sebastian Kaiser

Verbrennung und Gasdynamik – Reaktive Fluide

Das Institut für Verbrennung und Gasdynamik - Reaktive Fluide (Prof. Christof Schulz und Prof. Sebastian Kaiser) beschäftigt sich mit der Aufklärung von reaktiven Hochtemperaturprozessen in der Gasphase. Mit einem umfangreichen, teilweise selbst entwickelten experimentellen Instrumentarium werden motorische Verbrennungsprozesse mit laseroptischen Methoden sowie die Reaktionsmechanismen und Zündeigenschaften von Kraftstoffen in Stoßwellenapparaturen und Strömungssystemen untersucht. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Untersuchung von Partikelbildung – sowohl von Ruß in Verbrennungsprozessen als auch die gezielte Herstellung von funktionalen Nanomaterialien für Anwendungen als Batteriespeicher, Katalysatoren und Thermoelektrische Generatoren.

Prof. Dr. Torben Weis

Verteilte Systeme

Der Lehrstuhl Verteilte Systeme forscht zu den Themen Sicherheit und Privatheit in vernetzten Systemen sowie der verteilten Simulation komplexer Systeme, insbesondere Verkehrsflusssimulationen. Im Bereich Sicherheit arbeitet der Lehrstuhl mit der Automobilindustrie und Versicherungswirtschaft zusammen, um Kommunikationsprotokolle zu analysieren und zu verbessern. Die Analyse von Telemetrie Daten des Autos lassen unter Anwendung von „Machine Learning“ teils überraschende Rückschlüsse zu. Ziel dieser Forschung ist es zu untersuchen, welches Maß an Privatheit bei einer gegebenen Datenmenge überhaupt möglich ist. Im Bereich Verkehrssimulation werden effiziente Simulationstechniken entwickelt, die den umgebenden Verkehr in Fahrsimulatoren realistisch nachbilden können.