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„Gemeinsam die PS auf die Straße bringen“
(c) jan.schuermann@ds-automotive.de|www.ruhr-symposium.de

RUHR-Symposium 2017

„Gemeinsam die PS auf die Straße bringen“

[17.10.2017]

Der Raum im Fraunhofer-inHaus-Zentrum ist an diesem 12. Oktober bis in die letzte Reihe gefüllt, die rund 200 Teilnehmer hören konzentriert zu: Das mittlerweile vierte RUHR-Symposium führte erneut Entscheider aus der Industrie und richtungsweisende Wissenschaftler zusammen, diesmal auf dem Gebiet funktionaler Materialien für Batterien. Bei der eröffnenden Podiumsdiskussion lieferten sich NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Dr. Werner Müller, u. a. Aufsichtsratsvorsitzender der Evonik Industries AG, einen hitzigen Schlagabtausch.

Er sagt nicht „Ruhrgebiet“, sondern spricht demonstrativ und konsequent von der „Metropole Ruhr“: „Die Metropole Ruhr hat schon gezeigt, dass sie Wandel kann. Diese PS aus den Universitäten, den Fachhochschulen, den Max-Planck- und den Fraunhofer-Instituten sowie den Unternehmen – die gilt es nun auch auf die Straße zu bringen“, so Minister Pinkwart. Das meint er wörtlich, denn er spricht von Mobilität, die „wir neu denken“ müssten hinsichtlich Elektromobilität, Umweltschutz und autonomes Fahren. Evonik-Aufsichtsratsvorsitzender Müller hingegen sieht auch die Politik in der Pflicht, die Voraussetzungen für eine gewisse Risikobereitschaft sowohl für Großkonzerne als auch für kleine und mittelständische Unternehmen zu schaffen.

Funktionale Materialien für Batterien standen im Mittelpunkt der Veranstaltung an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Etwas mehr als die Hälfte der diesjährigen Teilnehmer kamen aus der Industrie, die anderen rund 40 Prozent stellten führende Wissenschaftler thematisch relevanter Forschungsgebiete. Zu den Rednern gehörten hochrangige Vertreter unter anderem von Evonik, BASF, Daimler, LG Chem, Volkswagen und Samsung sowie leitenden Wissenschaftler der UDE, der TU Braunschweig sowie des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim.

Es ging um aktuelle sowie zukünftige Material-, Zell- und Systementwicklungen: Vertreter der Autoindustrie berichteten von ihren Erfahrungen mit Lithium-Ionen-Batterien, Wissenschaftler stellten den diesbezüglich aktuellen Stand der Forschung vor. Die diskutierten Aspekte reichten vom Aufbau des ionenspeichernden Materials bis hin zu Vorgaben für wirtschaftlich relevante Ladezeiten. Die Teilnehmer nutzten dabei ausführlich die Gelegenheiten zur Diskussion – sowohl direkt im Anschluss an die Vorträge als auch in den Pausen.

Die nach wenigen Anmeldetagen bereits ausgebuchte Führung durch das NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ) gab zudem den Teilnehmern die Gelegenheit, sich die Labore für Nanomaterialsynthese und Batterieforschung sowie das Mikroskopiezentrum anzusehen.

Das RUHR-Symposium findet jährlich statt und ist eine gemeinsame Veranstaltung des Centers for Nanointegration Duisburg-Essen (CENIDE), des CAR-Centers Automotive Research sowie der D+S Automotive GmbH. Ziel ist es, die Zusammenarbeit von Industrie und Akademia zu vertiefen und eine Tauschbörse für Ideen und Innovationen zu schaffen.

„Additive Manufacturing“ wird das Thema des kommenden RUHR-Symposiums im Herbst 2018 sein.

 

Weitere Informationen:
Jan Wortberg, Tel. 0203 3061247, jan.wortberg@ds-automotive.dewww.ruhr-symposium.de

Redaktion: Birte Vierjahn, 0203 379-8176, birte.vierjahn@uni-due.de