CENIDE: News

Hinterm´ Horizont geht’s weiter

CENIDE Konferenz 2018

Hinterm´ Horizont geht’s weiter

[07.03.2018]

Vom 19. bis 21. Februar hat in Bergisch-Gladbach die CENIDE Konferenz 2018 stattgefunden. Arbeitsgruppenleiterinnen und –leiter sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler aus CENIDE haben sich zu aktuellen Forschungsthemen und –ideen und laufenden und geplanten Drittmittelprojekten ausgetauscht.

Drei Tage ging es in der CENIDE Konferenz im Kardinal-Schulte-Haus in Bergisch-Gladbach um wissenschaftliche Highlights und geplante sowie laufende Forschungsprojekte in den Nanowissenschaften. In Vorträgen, bei Postersessions, beim Kickern und am Abend tauschten sich die rund 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fachlich aus.
Dr. Galina Marzun, technische Chemikerin an der UDE und Sprecherin des (YOURNET) in CENIDE, resümiert:
„Mir bot die CENIDE Konferenz einen intensiven und fachübergreifenden Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen. Nicht nur, dass ich einen Überblick über Forschungsvorhaben und-themen in CENIDE gewinnen konnte, vor allem der Einblick in die konkrete Forschungsarbeit war sehr spannend!“

Die Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgte durch Prof. Dr. Stephan Barcikowski, Wissenschaftlicher Direktor CENIDE, und Prof. Dr. Heiko Wende, stellvertretender Wissenschaftlicher Direktor CENIDE. Hieran anschließend erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an allen Vormittagen Einblicke in geplante und laufende Forschungsprojekte. Beispielsweise stellte Prof. Dr. Christof Schulz aus den Ingenieurwissenschaften das DFG-Schwerpunktprogramm (SPP) 1980 Nanoparticle synthesis in spray-flames und die DFG-Forschergruppe 2284 Model-based scalable gas-phase synthesis of complex nanoparticles vor. Anschaulich erläuterte er die Forschungsprojekte, in welchem skalierbare Prozesse und validierte Simulationsmethoden zur Synthese von Nanopartikeln entwickelt und neue Materialvarianten erzeugt werden. Damit würde es möglich, so Prof. Dr. Schulz, hochspezifische und funktionelle Nanopartikel in industriell relevanten Mengen herzustellen. Prof. Dr. Michael Farle aus der Physik präsentierte hingegen die, unter Federführung der TU Darmstadt geplante, DFG-Sonderforschungsbereich/Transregio-Initiative Hysteresis design of magnetic materials for green technologies. Ein Schwerpunkt des Vorhabens ist es, alternative magnetische Materialien zu generieren, welche sowohl die Vermeidung seltener Erden in permanenten Magneten für Generatoren und Motoren als auch neue Entwicklungen für grüne Klimatisierungs- und Kühltechnologien erlauben. Neben geplanten und laufenden Drittmittelprojekten wurden jedoch auch zentrale Forschungsthemen in CENIDE wie zum Beispiel Methoden und Werkzeuge in der Theorie und Simulation präsentiert. Nachmittags wurde der Fokus auf die Arbeit der Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler gelegt, die in Kurzvorträgen Highlights aus ihrer Forschung präsentierten. Dabei wurden insgesamt drei qualitativ hochwertige, innovative und interdisziplinär ausgerichtete Vorträge mit dem CENIDE Präsentation Award 2018 ausgezeichnet. Gewürdigt wurden Dr. Julia Susanne Gebauer (Maschinenbau- und Verfahrenstechnik), Dr. Joachim Landers (Physik) und Lukas Madauß (Physik).


Dr. Gebauer vermittelte dem Publikum in ihrem Vortrag Printing, structuring and reactive laser sintering of advanced ceramics Forschungsergebnisse, die im Rahmen eines von der Helmholtz Gesellschaft geförderten Projektes entstanden sind. In einer interdisziplinären Kooperation wurde die Verwendung von Festkörperelektrolyten und anorganischen Nanostrukturen als aktive Schichten und die Verwendung eines Hybridsystems aus organischen und anorganischen Strukturen erforscht. Ziel war es, für druckbare Elektronik neue Materialien und elektronische Bauteile zu entwickeln und deren Funktionalität und Stabilität zu bestimmen. Dr. Gebauer verwies in diesem Zusammenhang auf ihre eigenen Forschungsarbeiten zum Drucken, Strukturieren und reaktiven Laserintern von Hochleistungskeramiken.
Dr. Landers präsentierte in seinem Vortrag Simultaneous study of Brownian and Néel relaxation phenomena in ferrofluids by Mössbauer spectroscopy eine Methode, um mit Hilfe der Mössbauer-Spektroskopie die Bewegung von Nanopartikel im Ferrofluid zu untersuchen. Ein Vergleich der experimentellen Ergebnisse mit der Theorie ließ dabei auch Rückschlüsse auf die Dicke der Partikelbeschichtung und die Viskosität des Ferrofluids zu.
Herr Madauß wurde für seinen Vortrag Graphene/Polymer Composite Membranes , in dem er eine von der Arbeitsgruppe entwickelte Methode präsentierte, um eine stabile Kompositmembran aus nanoporösem Graphen zu erstellen. Auf einfache Weise kann, so Madauß, mit der Methode qualitativ hochwertiges suspendiertes Graphen mit abstimmbarer Porengröße auf einem flexiblen porösen Polymerträger erzeugt werden. Auf dieser Grundlage wird es möglich, Membranen für schnelle und selektive Ultrafiltrationstrennungsprozesse zu entwickeln.
Dr. Tobias Teckentrup, CENIDE Geschäftsführer, freute sich über den Erfolg der CENIDE Konferenz:
„Es war eine tolle Veranstaltung und nach Rücksprache mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wollen wir das auf jeden Fall wiederholen. Ich war besonders von der qualitativ hochwertigen Breite der Forschungsthemen in CENIDE beeindruckt und habe mich gefreut, dass so eifrig diskutiert worden ist. Für den wissenschaftlichen Austausch ist so eine Konferenz hervorragend geeignet.“

Weitere Informationen:

Dr. Tobias Teckentrup, 0203 379-8178, tobias.teckentrup@uni-due.de

Redaktion: Julia Lena Reinermann, 0203/ 379-8176, julia.reinermann@uni-due.de