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Tropenkrankheit bekämpfen
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Gastwissenschaftlerin in der Organischen Chemie

Tropenkrankheit bekämpfen

[08.04.2019]

Bisher befiel sie hauptsächlich die freilebenden Tiere in Lateinamerika, nun erreicht die Chagas-Krankheit (CH) auch Europa. Weltweit gibt es acht Millionen Infizierte, unbehandelt kann die Krankheit tödlich enden. Wie sie besser bekämpft werden kann, ist Thema von Dr. Alba Gigante, die zurzeit bei Chemieprof. Dr. Carsten Schmuck in der Organischen Chemie zu Gast ist. Gefördert wird ihr Aufenthalt durch ein Marie Curie-Stipendium der Europäischen Union.

Der Krankheitserreger ist ein Einzeller, der durch nachtaktive Raubwanzen übertragen wird. Die medikamentöse Therapie ist schwierig, und Arzneimittel wie Benznidazol haben teils schwere Nebenwirkungen. Dr. Gigante befasst sich vor allem mit den Lipid-Nanopartikeln (LPN) von Benznidazol, die den Wirkstoff über die Lymphflüssigkeit transportieren sollen. Sie möchte diese Teilchen im Labor von Prof. Schmuck physikalisch genauer charakterisieren, um die Wirksamkeit der CH-Behandlung zu optimieren und verträglicher zu machen.

Dr. Gigante wird mit Unterbrechung bis 2021 an der Universität Duisburg-Essen (UDE) bei Prof. Dr. Carsten Schmuck forschen. Weitere Untersuchungen führen sie zum britischen Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline Spain, Madrid.

 

Weitere Informationen:
Dr. Alba Gigante, alba.gigante-martinez@uni-due.de
Prof. Dr. Carsten Schmuck, Tel. 0201/18-33097, carsten.schmuck@uni-due.de
 

Redaktion: Alexandra Nießen, Tel. 0203/37-91487