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© S. Lorenz et al., Nano Letters 20, 1896 (2020)
© S. Lorenz et al., Nano Letters 20, 1896 (2020)

Publikation in Nano Letters Magnetisierung durch Licht

[08.04.2020]

Magnetismus auf Bedarf und ohne Strom erzeugen – in der Welt dotierter Nanokristalle keine Science Fiction, sondern machbar. Ein Durchbruch auf diesem Gebiet gelang kürzlich dem Team des Lehrstuhls „Werkstoffe der Elektrotechnik“ mit Kollegen der University of Washington in Seattle (USA). Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin „Nano Letters“.

Durch Spektroskopie an einzelnen Nanopartikeln in einem rotierbaren Magnetfeld zeigten die Wissenschaftler, wie lichtinduzierter Magnetismus gezielt ausgerichtet werden kann.

Und auch künftig wird die Expertise des Lehrstuhls auf diesem Gebiet weiter genutzt. Dazu hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein neues Projekt mit dem Titel „Untersuchung anisotroper Spinphänomene in dotierten Nanokristallen mittels Lumineszenz-Spektroskopie an Einzelpartikeln in einem Vektormagnetfeld“ für einen Zeitraum von drei Jahren bewilligt.

Bild: (a) Schematische Darstellung der Photolumineszenz-Spektroskopie an einem einzelnen kolloidalen Nanopartikel. Die lichtinduzierte Magnetisierung wird untersucht, indem ein Magnetfeld in verschiedene Raumrichtungen angelegt wird. (b) Nachweis der gerichteten lichtinduzierten Magnetisierung in einem einzelnen Nanopartikel durch Verschiebung der Lumineszenz bei der Rotation eines Magnetfeldes der Stärke |B| = 2T.

Originalpublikation: Lorenz et al., Nano Letters 20, 1896 (2020).

Weitere Informationen und Redaktion:
Severin Lorenz, Werkstoffe der Elektrotechnik, Tel. 0203 37 9-3191, severin.lorenz@uni-due.de