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Wärmeleitfähigkeit von Metallhydriden DWV-Innovationspreis für Dissertation

[26.05.2020]

Wasserstoff und Brennstoffzellen für eine umweltfreundliche Energiewirtschaft – mit seiner Arbeit über die Wärmeleitfähigkeit von Metallpulver und Metallhydriden in Kooperation mit CENIDE trägt Dr. Rene Albert dazu bei, dass diese Energietechnik effizienter und sicherer für einen Einsatz im großen Maßstab wird. Dafür erhält er am 10. September vom Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) den Innovationspreis 2019.

Manche Metalle können sich mit Wasserstoff verbinden und sogenannte Hydride bilden. Daher sind sie als Speichermaterial für H2 vielversprechend. Nimmt ein Metall Wasserstoff auf, wird Wärme frei, für den umgekehrten Prozess muss hingegen Wärme zugeführt werden. Um geeignete Speichermaterialien zu entwickeln, die diesen thermischen Belastungen standhalten, ist es wichtig, die Wärmeleitfähigkeit eines Metallpulvers oder -hydrids feststellen zu können.

Seit 2016 forscht Albert am Max-Planck-Institut (MPI) für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr. Innerhalb seiner Dissertation entwickelte er erforderliche Geräte, um die Wärmeleitfähigkeit von Metallpulvern und Metallhydriden unter Reaktionsbedingungen bestimmen zu können. Seine Ergebnisse werden bereits im Projekt „HyHeatStore“ praktisch angewendet, bei dem Hochtemperaturwärmespeicher im Demonstrationsbetrieb getestet werden.

Albert hat an der UDE NanoEngineering und Nanoprozesstechnologie studiert. Am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr ist er Mitarbeiter der Arbeitsgruppe „Wasserstoffspeicherung“. Seine Promotion fertigte er in enger Zusammenarbeit mit apl. Prof. Dr. Hartmut Wiggers im NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ) an.

Der DWV ist seit 1996 als Interessenverband auf die Förderung einer zügigen Markteinführung des Energieträgers Wasserstoff und der Brennstoffzellentechnologie ausgerichtet.

Redaktion: Sarah Heuser, sarah.heuser@uni-due.de