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© Wöhrl
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„Humorvoll, unprätentiös und auf Augenhöhe“ Ein Physiker, dem 25.000 Menschen zuhören

[01.12.2015]

Er ist am Mikrofon so gut wie an der Plasmaanlage, kann Oberflächen aus Nanostrukturen entstehen lassen und Menschen von der Bühne aus zum Lachen bringen: Dr. Nicolas Wöhrl ist Physiker, Nanowissenschaftler und Mittler zwischen den Welten der Experten und der Laien. Am 2. Dezember spricht er auf dem Forum Wissenschaftskommunikation in Nürnberg.

Am Mittwoch, 2. Dezember um 9 Uhr, heißt sein Thema: „Der kommunizierende Wissenschaftler – das (un)bekannte Wesen“. „Es gibt noch viel zu wenige Wissenschaftler, die aus Leidenschaft kommunizieren“, erklärt Wöhrl. „Ich selbst bin in dem Bereich ein absoluter Überzeugungstäter. Nicht nur auf Fachkongressen, sondern gerade bei populärwissenschaftlichen Science Slams oder anderen öffentlichen Vorträgen versuche ich, meine Faszination für meine Forschung und deren Zweck zu erklären.“

Das gelingt ihm offensichtlich, denn mittlerweile hat sein Podcast „methodisch inkorrekt“ rund 25.000 regelmäßige Zuhörer1. Wöhrl und sein Kollege Reinhard Remfort (Deutscher Meister im Science Slam 2013) sprechen hier für jeden verständlich alle zwei Wochen über neueste Erkenntnisse aus der Forschung und Erlebnisse im eigenen Labor – „humorvoll, unprätentiös und auf Augenhöhe“ benennen sie ihren Stil. Auch ein Experiment vor laufendem Mikrofon und Smartphone – für den Blog – ist immer dabei.

Für das Forum Wissenschaftskommunikation schreibt Wöhrl derzeit als Gastblogger2. All das macht er neben seiner Arbeit in Labor und Büro. „Wissenschaft darf nicht in den Laboren bleiben“, ist Wöhrl überzeugt. „Nicht nur, weil die Forschung durch die Öffentlichkeit finanziert wird, sondern auch, weil die Sachen die wir tun einfach viel zu spannend sind, um nur im stillen Kämmerlein stattzufinden.“

 

1Podcast und Blog: http://minkorrekt.de
2Gastblog für das Forum Wissenschaftskommunikation: http://www.wissenschaft-im-dialog.de

Redaktion: Birte Vierjahn, 0203/ 379-8176, birte.vierjahn@uni-due.de