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Wie viel wiegt ein Kilogramm?
(c) von Klitzing, MPI Stuttgart

Nobelpreisträger im Physikalischen Kolloquium

Wie viel wiegt ein Kilogramm?

[02.05.2017]

Das Kilogramm wird leichter – zumindest gilt das für den Metallzylinder, der als sogenanntes Ur-Kilogramm seit der französischen Revolution unser Maß für das Gewicht festlegt. Im Jahr 2018 soll die Definition modernisiert werden: weg vom schrumpfenden physischen Objekt hin zu universellen Naturkonstanten. Dabei wird der Quanten-Hall-Effekt eine entscheidende Rolle spielen, für dessen Entdeckung Prof. Dr. Klaus von Klitzing 1985 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Am 24. Mai ist er zu Gast im Physikalischen Kolloquium an der UDE.

In Sèvres bei Paris lagert bis heute das Ur-Kilogramm, ein Zylinder aus Platin und Iridium. Nachdem der metallene Prototyp für ein Meter 1960 durch eine Naturkonstante ersetzt wurde, ist das Kilogramm die einzig verbliebene SI-Einheit, die noch durch ein Vergleichsobjekt definiert wird. Doch beim metrologischen Gipfeltreffen im Herbst 2018 wird der Zylinder voraussichtlich in den Ruhestand geschickt. Die neue Definition soll auf dem Quanten-Hall-Effekt beruhen, den Prof. Dr. Klaus von Klitzing, heute Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart, im Februar 1980 entdeckte.

Zu seinem Vortrag – voraussichtlich in englischer Sprache – heißt die Fakultät für Physik ausdrücklich alle Interessierten willkommen:

„A New Kilogram in 2018: The Biggest Revolution in Metrology since the French Revolution“
Mittwoch, 24. Mai, 13 Uhr
Hörsaal MC 122
Campus Duisburg

 

Weitere Informationen: Prof. Dr. Axel Lorke, Fakultät für Physik, 0203 379-3265, axel.lorke@uni-due.de

Redaktion: Birte Vierjahn, 0203/ 379-8176, birte.vierjahn@uni-due.de