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Festkörperbatterien
Prof. Dr. Dina Fattakhova-Rohlfing (c) privat

Neuberufung nach „Jülicher Modell“

Festkörperbatterien

[01.06.2017]

Die UDE und das Forschungszentrum Jülich bauen ihre Kooperation weiter aus: Prof. Dr. Dina Fattakhova-Rohlfing (49) ist neue Professorin für Werkstoffe der elektrochemischen Speicher an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften.

Ihren Forschungsschwerpunkt legt Professorin Dina Fattakhova auf die Entwicklung nanostrukturierter Materialien, die etwa für neue Batterietypen genutzt werden können. Anstatt der bisher flüssigen Elektrolyte, die den elektrischen Strom leiten, wird sie ionenleitenden Feststoff aus Lithium und Natrium verwenden. Die neuen Speichermedien sollen länger halten und eine höhere Energiedichte haben.

Die Festkörperbatterien haben aber noch weitere Vorteile: Sie laufen nicht aus und sind weniger giftig. Und wenn ein Fehler auftritt, brennen oder explodieren sie nicht. Da Festelektrolyte chemisch sehr stabil sind, lassen sie sich auch bei einer Spannung von mehr als fünf Volt nutzen. Damit sind sie für Elektromobilität und Netzspeicherung besonders interessant. Bislang werden sie nur vereinzelt in Mikrochips oder der Medizin eingesetzt. 

Nach ihrem Chemiestudium an der Kasaner Föderalen Universität, Russland (1990) promovierte Fattakhova-Rohlfing 1994 an der Russischen Akademie der Wissenschaften. Im Anschluss war sie bis 1997 Research Assistant an der Kasaner Universität und von 1998 bis 2000 Assistenzprofessor. Danach forschte sie am J. Heyrovsky Institut für Physikalische Chemie in Prag und an der französischen Ecole Nationale Supérieure de Chimie et de Physique Bordeaux. Ab 2004 verbrachte sie zwei Jahre an der Universität Hannover, war von 2006 bis 2012 an der Universität München und hatte dort von 2012 bis 2015 die Professur für „Advanced Materials Science“ inne.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. habil. Dina Fattakhova-Rohlfing, Forschungszentrum Jülich, d.fattakhova@fz-juelich.de


Redaktion: Alexandra Nießen, Tel. 0203/379-1487