CENIDE: News

© UDE/Frank Preuß
© UDE/Frank Preuß

Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog Ingenieurin in Junge Akademie der Leopoldina berufen

[14.07.2020]

Wer hier Mitglied ist, hat nicht nur eine ausgezeichnete Dissertation verfasst, sondern auch darüber hinaus Hervorragendes geleistet – und das schon in jungen Jahren: Junior-Professorin Doris Segets vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist in die Junge Akademie der Leopoldina berufen worden. Zusammen mit 49 anderen Wissenschaftlern und Künstlern hat sie nun für fünf Jahre unter anderem die Chance, den Austausch zwischen Gesellschaft und Forschung mitzugestalten.

„Mein Auswahlgespräch war an einem Freitagnachmittag, und dann ging es Schlag auf Schlag“, berichtet Segets. „Die Entscheidung kam noch am selben Abend und sechs Tage später begann die erste Sitzung – zum Teil online, zum Teil in Präsenz in Berlin. Unsere Themen reichten vom Struwwelpeter über Künstliche Intelligenz bis hin zur EU-Wissenschaftspolitik. Es war unglaublich inspirierend, aber ich war hinterher auch ganz schön erledigt.“

Seit Dezember 2018 leitet Segets die Arbeitsgruppe „Prozesstechnologie für elektrochemische Funktionsmaterialien" im NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ) an der UDE. Ihre Professur ist Teil des vom Bund aufgelegten Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (WISNA), das jungen Wissenschaftlern einen transparenten und planbaren Weg in die Professur auf Lebenszeit bieten soll.

Ihr Fokus liegt auf der Weiterverarbeitung funktioneller Nanopartikel für Zukunftstechnologien wie Batterien oder Brennstoffzellen: So analysiert ihre Arbeitsgruppe unter anderem die Eigenschaften dieser Partikel, um zu verstehen, wie sie sich in Kontakt mit bestimmten Flüssigkeiten verhalten. Denn gelingt es, sie darin kontrolliert zu verteilen, ergibt sich eine Dispersion wie eine Tinte oder Paste, aus der sich strukturierte, funktionale Schichten für zahlreiche Anwendungen großflächig drucken lassen.

Aus der Wissenschaft in die Gesellschaft

Die Junge Akademie ist ein gemeinsames Projekt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der renommierten Leopoldina. Sie bietet jungen Wissenschaftlern und Künstlern eine Plattform für den Austausch untereinander über die Disziplinen hinweg, aber auch für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Mit persönlichen und zentralen Forschungsbudgets können die Mitglieder gemeinsam wissenschaftliche Projekte wie Workshops, Podiumsdiskussionen oder Symposien organisieren.

Weitere Informationen:
Jun.-Prof. Doris Segets, Verfahrenstechnik für elektrochemische Funktionsmaterialien, Tel. 0203/37 9-8230, doris.segets@uni-due.de

Redaktion:
Sarah Heuser,
sarah.heuser@uni-due.de
Birte Vierjahn, Tel. 0203/37 9-8176, birte.vierjahn@uni-due.de