CENIDE: News

© privat bzw. Fraunhofer IMS/Andi Werner Photography (Seidl)
© privat bzw. Fraunhofer IMS/Andi Werner Photography (Seidl)

CENIDE-Zuwachs aus drei Fakultäten Vier neue Mitglieder aufgenommen

[01.04.2021]

Gleich ein Quartett neuer CENIDE-Mitglieder hat der Vorstand in seiner vergangenen Sitzung aufgenommen: Dr. Kai S. Exner  aus der Fakultät für Chemie, Dr. Christopher J. Stein aus der Fakultät für Physik, Prof. Dr. Samir Lounis aus der Fakultät für Physik sowie vom Forschungszentrum Jülich und Prof. Dr.-Ing. Karsten Seidl aus der Fakultät für Ingenieurwissenschaften sowie dem Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS.

Dr. Kai S. Exners Expertise liegt auf dem Gebiet der theoretischen Elektrochemie, insbesondere bei der Modellierung von elektrokatalytischen Reaktionen und Lithium-Ionen-Batterien. Der Chemiker, der ab Mai innerhalb des NRW-Rückkehrerprogramms gefördert wird, war zuvor an der Universität Sofia (Bulgarien).

Prof. Dr. Samir Lounis ist sowohl UDE-Professor für Theoretische Nanospintronik als auch Leiter des Funsilab (Functional nanoscale structure and probe simulation laboratory) am Forschungszentrum Jülich. Er beschäftigt sich vor allem mit Theoretischer Festkörperphysik realistischer Materialien. Ein aktueller Schwerpunkt seiner Arbeit ist das Zusammenspiel von dynamischem Verhalten von Nanomaterialien, elektronischen Korrelationen und kollektiven Anregungen, die in der Informations- und Kommunikationstechnologie bedeutend und bei allen Lese- und Schreibprozessen mit magnetischen Informationsbits essenziell sind. Der Physiker war zuvor Juniorprofessor an der RWTH Aachen.

Seit 2018 ist Prof. Dr.-Ing. Karsten Seidl Professor für “Mikro- und Nanosysteme für die Medizintechnologie“ an der UDE, gleichzeitig ist er Leiter der Abteilung Mikro- und Nanosysteme am Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS). Kleinste intelligente Implantate für Auge, Gehirn oder Herz stehen im Fokus seiner Forschung. Zu ihnen gehören u.a. sogenannte Bio-Sensorsysteme, die überprüfen, wie die Organe arbeiten und wann sie unterstützt werden müssen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bio-Nanosensorik, mit denen sich etwa die DNA von Krebszellen analysieren und individuelle Therapien realisieren lassen. Seidl war zuvor Produktmanager bei Bosch Healthcare Solutions in Waiblingen.

Um die theoretische Beschreibung von physikochemischen Prozessen an Grenzflächen geht es bei der Forschung von Dr. Christopher J. Stein. Dazu gehören Lade- und Entladevorgänge in Batterien, aber auch Elementarreaktionen an (Elektro-)Katalysatoren, die zum Beispiel für die Umwandlung von Treibhausgasen wie Kohlenstoffdioxid enorm wichtig sind. Im Zentrum seiner Forschung innerhalb des NRW-Rückkehrerprogramms steht die Entwicklung effizienter Methoden, die es erlauben, eine Vielzahl möglicher Oberflächen an Elektroden oder Nanopartikeln zu generieren und deren Reaktivität zu untersuchen. Der Physiker wird mit seiner Arbeitsgruppe Büroräume im NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ) beziehen. Nach seiner Promotion an der ETH Zürich war Stein als Postdoc an der UC Berkeley (USA).

 

Bild: Von links oben im Uhrzeigersinn: Prof. Dr. Samir Lounis, Prof. Dr.-Ing. Karsten Seidl, Dr. Christopher J. Stein und Dr. Kai S. Exner.

Redaktion: Birte Vierjahn, Tel. 0203/37 9-8176, birte.vierjahn@uni-due.de