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© UDE/Samer Suleiman
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Verlängerung für SFB/TRR 247 Gezieltes Design neuer Katalysatormaterialien

[27.05.2022]

Fast alle Alltagsgegenstände sind während ihrer Herstellung mit mindestens einem Katalysator in Kontakt gekommen, damit die Produktion billiger, umweltfreundlicher oder überhaupt erst möglich wird. Ziel des SFB/TRR 247 „Heterogene Oxidationskatalyse in der Flüssigphase“ ist es, günstige, hochaktive und -selektive Katalysatoren auf der atomaren Ebene zu entwickeln. Nach seiner erfolgreichen ersten Förderphase von der DFG wird er für weitere vier Jahre verlängert und mit 12,3 Mio. Euro gefördert.

Schwerpunktmäßig arbeiten die Forschenden nun daran, aktive Zentren der Materialien zu identifizieren sowie ablaufende Reaktionsmechanismen im Detail zu verstehen. Die Sprecherschaft liegt nun bei der Ruhr-Universität Bochum (RUB), Co-Sprecher ist Prof. Dr. Stephan Schulz vom Institut für anorganische Chemie an der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Bislang wurden neue Katalysatoren oft durch Versuch und Irrtum entdeckt. Im SFB/TRR 247 soll stattdessen ein rationales Design von kostengünstigen sowie hochaktiven und -selektiven Katalysatoren auf der Basis von Metallmischoxiden für selektive Oxidationsprozesse in der Flüssigphase entwickelt werden. „Ein wichtiger Aspekt ist dabei auch, seltene Edelmetalle durch leicht verfügbare und weniger teure Materialien zu ersetzen“, erklärt Sprecherin Kristina Tschulik. Dafür müssen die hochkomplexen chemischen Prozesse, die – im Fall der heterogenen Katalyse, bei der der Katalysator ein Feststoff ist – an der Katalysatoroberfläche ablaufen, besser verstanden werden.

In dem Verbund haben sich 20 Arbeitsgruppen der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Duisburg-Essen, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, des Max-Planck-Instituts für chemische Energiekonversion, des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung, beide Mülheim/Ruhr, und des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin, zusammengeschlossen.

Im Bild: Blick auf die Mitte eines Synthesereaktors, in dem Nanopartikel innerhalb einer Sprayflamme entstehen und untersucht werden – zum Beispiel für die Entwicklung neuer Katalysatormaterialien. Die in die Flamme ragende Sonde zur Probenentnahme hält Temperaturen bis zu 2.600°C stand.

Weitere Informationen:
Zur ausführlichen Pressemeldung
Kontakt: Dr. Carina Marek, Wissenschaftliche Koordinatorin SFB/TRR 247, UDE, +49 203 37 98171, carina.marek@uni-due.de