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(c) UDE/Silke Rink
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Sicher und effizient Wasserstofftransport als Eisen

[10.08.2022]

Der Transport von grün-erzeugter Energie in Form von Eisen. Diese Vision verfolgt das von der UDE koordinierte Projekt “Me2H2-Eisen-Dampf-Prozess“. Mittels Sonnenenergie erzeugter Wasserstoff, eine chemische Reaktion und der Transport in Metallform führen zu einem nachhaltigen Kreislauf. Gemeinsam mit Partnern aus Clausthal und Bremen und assoziierten Industriepartnern will das Team ein Konzept für die Umsetzung im industriellen Maßstab entwickeln und erhält dafür eine Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Während eine Möglichkeit darin besteht, Wasserstoff als Ammoniak zu speichern und zu transportieren, verfolgt das Team um Dr.-Ing. Rüdiger Deike, UDE-Professor für Metallurgie und Umformtechnik, stattdessen einen Ansatz, dessen Kreislauf zum Beispiel so aussehen könnte:

An einem Standort mit hoher Sonneneinstrahlung und gut verfügbaren Wasserressourcen liefern Photovoltaikanlagen elektrische Energie. Diese wird genutzt, um Wasser in Sauerstoff und H2 zu spalten. Nun wird nur noch Eisenoxid für die anschließende chemische Reaktion zugegeben. Hier wird durch Reduktion mit Wasserstoff Eisen erzeugt, das in Form von Minibriketts oder kugelförmigen Pellets ohne Umweltrisiko transportiert werden kann. Am Zielort wird die umgekehrte Reaktion eingeleitet, um wieder Wasserstoff und Eisenoxid zu erhalten.

Das Hauptziel des Ingenieurteams ist es, geeignete Eisenlegierungen zu finden, die die chemischen Reaktionen so oft wie möglich ohne Verluste durchlaufen können. „Um die effizienteste Kombination zu entwickeln – aus den besten Materialsystemen und der darauf angepassten Verfahrenstechnik", erklärt Projektkoordinator Deike.

Das BMBF fördert das gerade gestartete Projekt im Rahmen des Ideenwettbewerbs "Wasserstoffrepublik Deutschland" für drei Jahre mit insgesamt 1,3 Millionen Euro. Neben den UDE-Ingenieur:innen sind auch die Technische Universität Clausthal und das Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien (IWT) in Bremen beteiligt. Assoziierte Partner sind die thyssenkrupp Steel Europe AG und die SMS group GmbH.

Weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Deike, Institut für Technologien der Metalle, Tel. 0203/37 9-3455, ruediger.deike@uni-due.de