CENIDE: News

Kooperation mit japanischen Nano-Forschern

[28.10.2011]

Die Universitäten Duisburg-Essen (UDE) und Tsukuba in Japan arbeiten zukünftig auf dem Gebiet der Nanoforschung zusammen. Vertreter beider Universitäten unterzeichneten den Kooperationsvertrag im Rahmen des Japan-Besuchs von Bundespräsident Christian Wulff.
Foto: Prorektor Schröder und Prof. Nobuhiro Yamada nach der Unterzeichnung (c) Katrin Paul

Eine Delegation um Prorektor Prof. Jörg Schröder und Prof. Christof Schulz, Direktor der zentralen wissenschaftlichen Einrichtung "Center for Nanointegration Duisburg-Essen" (CeNIDE), die die Nanoforschung an der UDE koordiniert, reiste dafür nach Tsukuba. Die Stadt in der Nähe von Tokyo wurde in den 1960er-Jahren als Wissenschaftsstadt geplant und einige Jahre später erbaut und bewohnt. Einen Nobelpreis für Chemie und zwei für Physik haben Wissenschaftler der dortigen Universität bisher entgegengenommen. Eine besonders große Rolle in der dortigen Forschung spielt die Nanotechnologie. Seit 2009 koordiniert ein Dachverband die Nanoforschung und -industrie im Großraum Tsukuba; nun möchte man mit den Nanowissenschaftlern der UDE zusammenarbeiten. Konkret bedeutet das: Austausch von Wissenschaftlern und Studenten, aber auch von Erkenntnissen, Publikationen und Lehrmaterial sowie gemeinsame Forschungsprojekte und wissenschaftliche Tagungen.

Lob vom Bundespräsidenten

Umrahmt wurde die Unterzeichnung von einem gemeinsamen Workshop sowie einer Fotoausstellung mit Bildern aus dem Nanokosmos, die zu einem großen Teil in den Laboren von CeNIDE entstanden sind. Bundespräsident Wulff, der bei seinem Besuch an der Universität Tsukuba den Erklärungen zu den Bildmotiven interessiert lauschte, zeigte sich anschließend begeistert: "Das Zentrum für Nanointegration in Duisburg-Essen arbeitet hier mit der Universität Tsukuba zusammen. Die Ausstellung ist ein ästhetisch und vor allem inhaltlich beeindruckender Blick in Anwendungen der Nanotechnologie. Bauteile, die die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer erhöhen und dennoch weniger Material und Energie verbrauchen."

Da sich schon jetzt gezeigt hat, dass die Nanowissenschaftler der Universitäten Tsukuba und Duisburg-Essen viele gemeinsame Interessen und Forschungsziele verbinden, steht fest, dass im nächsten Jahr ein gemeinsamer Nano-Workshop an der UDE stattfinden wird. Zusammengebracht hat die beiden Universitäten übrigens das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) Tokyo, das Mitorganisator der Ausstellung und des Workshops in Tsukuba ist.


v.l.n.r.: Prof. Christof Schulz, Regine Dieth, Dr. Teruo Kishi, Christian Wulff, Prof. Dr. Nobuhiro Yamada, Prof. Jörg Schröder, Prof. Axel Lorke
© Katrin Paul




Workshop Vortrag von Prof. Dr. Nobuhiro Yamada
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Prof. Lorke erklärt eine Arbeit zu Graphen
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Unterzeichnung des Kooperationsvertrags
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