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Schulz ist co-Editor-in-Chief bei PECS Publizieren mit Energie

[21.07.2015]

Morgens ins Labor, mittags ein Forschungszentrum leiten und zusätzlich ein Magazin veröffentlichen? Offenbar kein Problem für Prof. Dr. Christof Schulz von UDE. Der Chemiker und wissenschaftliche Direktor von CENIDE ist seit Anfang Juli 2015 der neue Chefredakteur des vielbeachteten Fachjournals „Progress in Energy and Combustion Science“ (PECS).

Titel auf Deutsch: „Entwicklungen in der Energie- und Verbrennungsforschung“. Den Posten teilt er sich mit Prof. Dr. Hai Wang, der an der Stanford Universität auf dem Gebiet der Verbrennungschemie und der Nanokatalyse forscht.

„Beim Thema Energie ist PECS das Journal mit dem höchsten Impact Factor”, sagt Prof. Dr. Christof Schulz über sein neuestes Großprojekt. „Das heißt, kein anderes Fachmagazin mit diesem Fokus wird in anderen Publikationen so oft zitiert.” Es vereint Aufsätze international namhafter Autoren in den Bereichen Energie, Verbrennung, Kraftstoff-Forschung und alternative Technologien – vor allem im Hinblick auf Umweltschutz und Ressourcenschonung. Das Besondere an dem Review Journal ist dabei die Länge der Artikel: „Im PECS haben die Autoren noch richtig Platz, ihre Ideen und Methoden ausführlich zu erklären und den Stand der Forschung zu diskutieren”, so Schulz. „Damit besteht die Chance, einer ganzen wissenschaftlichen Community eine Richtung zu geben.“

Jede Ausgabe setzt den Fokus auf einen anderen Aspekt zum Thema Energie und stellt dem Leser damit systematisch den aktuellen Forschungsstand vor. Diese Überblicksartikel bieten so auch Ingenieuren, die in der Industrie arbeiten, einen Überblick um Prozesse hinsichtlich ihrer Energieeffizienz oder Schadstoffbilanz zu optimieren. Wissenschaftler können an die neuesten Ergebnisse anknüpfen und dadurch gezielt Forschungslücken schließen. Studierende erhalten zudem eine umfangreiche Bibliographie zu einer bestimmten Fragestellung.

„PECS hat in den letzten Jahren eine hervorragende Sichtbarkeit erreicht. Diese wollen wir weiter ausbauen. Besonders interessant ist dabei, schon heute zu ermitteln, welche Themen in den nächsten Jahren wichtig werden. Die richtige Auswahl an Themen kombiniert mit hervorragenden Autoren spielt eine wichtige Rolle für die zielgerichtete Weiterentwicklung der für unsere Zukunft so wichtige Verbrennungs- und Energietechnik“, sagt Prof. Dr. Schulz, der sich künftig fast ausschließlich online mit seinem Co-Editor Prof. Dr. Hai Wang abstimmen muss – schließlich arbeitet dieser rund 9.000 Kilometern entfernt. Trotz der Distanz wird die ungewöhnliche Zusammenarbeit neue Impulse geben, schreibt der Elsevier-Verlag über seine neuen Editoren. Die angesehenen Experten in der internationalen Energie-Community wurden insbesondere ausgewählt, da sie wegen ihrer unterschiedlichen Karrieren und Erfahrungen eine ganzheitliche, weltumspannende Sicht auf die Energieforschung mitbrächten.

Christof Schulz studierte Chemie an der Universität Karlsruhe und promovierte 1997 an der Universität Heidelberg. Von 1997 bis 2004 war er dort Arbeitsgruppenleiter am Physikalisch-Chemischen Institut. Nach der Habilitation im Jahr 2002 arbeitete er zudem zwei Jahre als Consulting Associate Professor an der Stanford University. 2004 nahm er den Ruf auf eine Professur am Institut für Verbrennung und Gasdynamik (IVG) in der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der UDE an. Verbrennungsprozesse und Nanomaterialsynthese in der Gasphase auf mikroskopischer Ebene zu verstehen und zu steuern, ist das beherrschende Thema im IVG. Christof Schulz ist zudem Sprecher und Wissenschaftlicher Direktor von CENIDE sowie Initiator und Direktor des NanoEnergieTechnikZentrums (NETZ). 2014 wurde er mit außerdem mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, Deutschlands wichtigster Forschungsförderpreis, ausgezeichnet.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Christof Schulz, Tel. 0203/379-8161, christof.schulz@uni-due.de

Redaktion: Carmen Tomlik, Tel. 0203/379-8176, carmen.tomlik@uni-due.de