Sonderforschungsbereiche

SFB 1242 „Nichtgleichgewichtsdynamik kondensierter Materie in der Zeitdomäne"

Sfb1242 Logo 144Durch ultraschnelle externe Stimuli wie Licht, Druck, elektrische Spannung oder Partikel lassen sich in kondensierter Materie Nichtgleichgewichtszustände hervorrufen. Der Sonderforschungsbereich „Nichtgleichgewichtsdynamik kondensierter Materie in der Zeitdomäne" verfolgt das Ziel, ein materialübergreifendes, mikroskopisches Verständnis solcher Nichtgleichgewichtszustände zu erarbeiten. Dazu werden neuartige Methoden der experimentellen und theoretischen Physik entwickelt, um den Prozess vom Moment des Stimulus bis zu einem Zustand nahe am Gleichgewicht in Zeit und Raum zu beschreiben.

https://www.uni-due.de/sfb1242/

Ansprechpartner: Prof. Dr. Uwe Bovensiepen (Sprecher)

SFB 1093 „Supramolekulare Chemie an Proteinen“ (seit 2014)

Sfb1093 Logo 180Die Proteinfunktion ist eng verknüpft mit supramolekularer Chemie: Jede Substratumsetzung und alle Regulationsmechanismen benötigen spezifische nichtkovalente Wechselwirkungen. Auch die Proteinfaltung, -assemblierung und Wechselwirkung mit anderen Proteinen werden von zwischenmolekularen Kräften beherrscht, deren spezifische Hemmung oder Verstärkung ein vielversprechendes Gebiet zur externen Beeinflussung erschließt, mit weitreichenden mechanistischen und therapeutischen Konsequenzen.

Dieser Sonderforschungsbereich will moderne Erkenntnisse und Methoden aus der Supramolekularen Chemie zur spezifischen Wechselwirkung zwischen Proteinen und künstlichen Liganden einsetzen.

https://www.uni-due.de/crc1093/

Ansprechpartner: Prof. Dr. Thomas Schrader (Sprecher)
Prof. Dr. Carsten Schmuck (Vize-Sprecher)

SFB 616 „Energiedissipation an Oberflächen“ (2002 - 2013)

Die Umwandlung von Energie einer Form in andere Formen begleitet alle Prozesse in unserer Welt, treibt sie häufig auch an. Viele von ihnen – wie chemische Reaktionen an Katalysatoren oder in Sensoren, mechanische Reibung oder Streuung von Ladungsträgern in Mikroprozessoren – finden an Ober- bzw. Grenzflächen fester Stoffe statt. Die damit verbundene "Dissipation" der Energie, d.h. eine Verteilung der primär in die Oberfläche eingetragenen Energieform in viele verschiedene Kanäle, besteht aus mikroskopischer Sicht in einer Abfolge von Energietransferschritten zwischen den verschiedenen elektronischen und vibronischen Freiheitsgraden des Systems, an deren Ende die Energie so delokalisiert ist, dass nur eine erhöhte Temperatur und gegebenenfalls Materialveränderungen verbleiben. Der SFB zielt auf die Aufklärung der elementaren Vorgänge bei der Energiedissipation an Oberflächen. Das Programm ist insgesamt breit ausgelegt und umfasst das gesamte Spektrum der Anregungen bzw. Relaxationen vom eV-Bereich (Laseranregung, Reaktion an Oberflächen) über die Gitterschwingungen und Reibungsverluste bis hinunter zum meV-Bereich (Elektromigration).

http://www.sfb616.uni-due.de

Ansprechpartner: Prof. Dr. Michael Horn-von Hoegen (Sprecher)

SFB 491 „Magnetische Heteroschichten: Spinstruktur und Spintransport“ (2000 - 2011)

Heteroschichtstrukturen sind künstlich geschichtete und durch wohldefinierte Grenzflächen getrennte Materialien im Nanometerbereich mit neuartigen physikalischen Eigenschaften. Das Ziel des SFB 491 ist es, die physikalischen Grundlagen solcher Heteroschichtsysteme zu erarbeiten, die viele Möglichkeiten in verschiedenen Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnologie bieten, insbesondere im Bereich der nichtflüchtigen Datenspeicherung, der Magnetfeldsensorik und der Steuerung zukünftiger Datenträger. Im SFB 491 sind die rund 50 Wissenschaftler aus den Arbeitsgruppen an der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Duisburg-Essen und dem Forschungszentrum Jülich sehr gut vernetzt.

http://www.sfb491.de/

Ansprechpartner: Prof. Dr. Michael Farle (Vize-Sprecher)

SFB 445 „Nanopartikel aus der Gasphase“ (1999 - 2010)

Im SFB 445 befassen sich Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen aus Physik, Maschinenbau, Chemie und Elektrotechnik in Experiment und Theorie mit neuartigen Nanomaterialien. Fünfzig Wissenschaftler erforschen die gezielte Synthese hochdefinierter Nanomaterialien aus der Gasphase sowie deren physikalische Charakterisierung. Ein Schwerpunkt liegt darin, Partikelstruktur und -eigenschaften miteinander in Bezug zu setzen, um schließlich neue Anwendungen in der Elektrotechnik, der Sensorik und der Katalyse zu erschließen. Der SFB schlägt somit erfolgreich die Brücke zwischen grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung.

http://sfb445.uni-due.de/

Ansprechpartner: Prof. Dr. Axel Lorke (Sprecher)
Prof. Dr. Markus Winterer (Vertreter)