CoP Geisteswissenschaften /
Gesellschaftswissenschaften (GeiWi/GesWi)

Die Digitalisierung bringt neue Werkzeuge, Themenfelder und Praktiken hervor, die Forschung, Lehre und Unterricht in geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern in vielfältiger Weise verändern und erweitern. Die CoP Geisteswissenschaften/Gesellschaftswissenschaften widmet sich diesen Veränderungen und betrachtet insbesondere das Zusammenspiel von Sprache, Kommunikation und Digitalisierung sowie die gesellschaftlichen Implikationen von Digitalisierung auf Bildungsprozesse. Auf Grund der Breite des Fächerspektrums ist diese CoP mit drei Leitungen versehen, die jeweils einen Schwerpunkt repräsentieren: Germanistik (Florian Radvan und Kristina Krieger, Universität Bonn), Fremdsprachen (Björn Rothstein und Katharina Staubach, Ruhr-Universität Bochum) sowie Gesellschaftswissenschaften/Geisteswissenschaften (Inga Gryl und Jana Pokraka, Universität Duisburg-Essen).

Aktuell beschäftigt sich die CoP Geisteswissenschaften zum einen mit der Aneignung, kritischen Reflexion und Didaktisierung von digitalen Ressourcen/Tools/OER für geistes- und gesellschaftswissenschaftliche Bildung. Im Rahmen der ersten CoP-Treffen wurden Qualitätsstandards für digitale Ressourcentypen und Tools erarbeitet und diskutiert, die in weiteren Arbeitsphasen in den nächsten Monaten erweitert, präzisiert und systematisiert werden sollen. Perspektivisch wird es auch darum gehen, eigenes Material zu entwickeln und Kooperationen innerhalb der CoP – etwa zwischen  Hochschullehrenden, AusbildnerInnen der zweiten Phase und FortbildnerInnen– anzustoßen, was Synergieeffekte mit Vorteilen für die laufende Ausbildung und die Qualität der entstehenden OER mit sich bringen soll.

Zum anderen beschäftigt sich die CoP Geisteswissenschaften aktuell mit fachlich relevanten Begriffen und Termini, da angesichts der Breite der CoP und der Zusammenarbeit über die erste, zweite und dritte Phase der Lehramtsbildung hinweg Bedeutungs- und Verwendungsunterschiede hinsichtlich zentraler Begriffe (angefangen bei ‚Digitalisierung‘) zu erwarten sind. Die Arbeitsergebnisse erster Terminologie-Workshops werden unter Nutzung eines kollaborativen Wikis in Moodle sowie im Rahmen weiterer Arbeitstreffen fortlaufend erweitert und systematisiert.

Weitere Arbeitsschwerpunkte werden bedarfsorientiert ermittelt. Angesichts der aktuellen Situation, die E-Learning auf spezielle Weise in den Fokus rückt, ist auch die Frage nach dem Selbstverständnis von Digitalisierungsbezügen in der Lehramtsbildung und den benötigten Ressourcen – insbesondere in der ersten und dritten Phase – besonders dringend gestellt. Da die Arbeit in COMeIN durch die Ausbreitung von Covid-19 bereits praktisch beeinflusst wird – z.B., indem nahezu alle beteiligen Akteure auf digitale Lehr-Lernformen zurückgreifen oder Arbeits- und Vernetzungstreffen im Rahmen von COMeIN digital stattfinden – möchten wir die aktuelle Situation insbesondere der dritten Phase in Fächern der CoP ebenfalls forschend und mit dem Ziel, Ressourcen zu teilen, in den Blick nehmen. Im Rahmen einer ersten Erhebung (Fragebögen und Interviews) werden zur Zeit Austausch- und Fortbildungsbedarfe ermittelt, die im Rahmen der weiteren Projektarbeit aufgegriffen werden sollen. 

Schwerpunkt Germanistik

Schwerpunkt Fremdsprachen

Schwerpunkt GesWi/GeiWi

 

 

ComeIn wird im Rahmen der „Qualitätsoffensive
Lehrerbildung“ aus Mitteln des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung unter dem
Förderkennzeichen 01 JA 2033 A-L gefördert.