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Das Banner zeigt den Schriftzug "CoP Informatische Grundbildung / Digitalisierung als Lerngegenstand (IGB/DaL)"

Die Digitalisierung verändert zurzeit in enormem Maße wesentliche Bereiche unserer Gesellschaft. Sie wird in Zukunft weiteren Einzug in alle Bereiche des Lebens halten – auch in den schulischen Alltag. Es wird unumgänglich sein, dass alle Lehrkräfte ein gewisses Maß an Grundwissen über Digitalisierung sowie die dahinterliegenden informatischen Prinzipien und die sich daraus ergebenden gesellschaftlichen Implikationen erwerben.

 Es gilt, den mit den Prozessen der Digitalisierung im Arbeitsfeld von Lehrkräften verbundenen Anforderungen durch geeignete Maßnahmen in der Lehrkräftebildung zu begegnen. Daher sind wissenschaftsbezogen Informatikgegenstände (Konzepte, Inhalte und Methoden)  verfügbar zu machen und handbar so zu gestalten, dass sie  phasenübergreifend einsetzbar/nutzbar sind. So werden sowohl Studierende als auch Lehramtsanwärter*innen und Referendar*innen sowie bereits im Dienst befindliche Lehrkräfte aller Schulformen und Schulfächer mit grundlegenden Elementen der Informatik qualifiziert auf der Basis ihrer (auch individuellen) konkreten Lehrkräftebildungsperspektive und zwar angeknüpft an typische Situationen/Tätigkeiten aus ihrem konkreten Arbeits- und Berufsfeld.

 Im Rahmen von zweiwöchigen Treffen innerhalb der CoP-Leitung werden Ideen und Vorgehensweisen ausgetauscht sowie mögliche weitere Schritte besprochen. Die CoP-Mitglieder arbeiten in thematischen Untergruppen parallel an themenbezogenen und themenübergreifenden Bausteinen. Die Arbeitsstände und Ergebnisse dieser Untergruppen werden regelmäßig an die anderen CoP-Mitglieder mit der Bitte um Feedback weitergeleitet. Im Abstand von zwei bis drei Monaten finden dann Treffen mit allen CoP-Mitgliedern statt, in denen der aktuelle Arbeitsstand und das weitere Vorgehen in Bezug auf die Projektziele sowie Alternativ-Ansätze diskutiert werden.

Das Bild zeigt das Logo der CoP IGB.

Leitungsebene

Bild zeigt die angegebene Person.

Prof. Dr. Torsten Brinda
Universität Duisburg-Essen

Leitung der CoP

E-Mail an Prof. Dr. Torsten Brinda

Matthias Kramer
Universität Duisburg-Essen

Mitarbeiter Innovationsstelle

E-Mail an Matthias Kramer

Bild zeigt die angegebene Person.
Das Bild zeigt die angegebene Person.

Prof. Dr. Ludger Humbert
Bergische Universität Wuppertal

Leitung der CoP

E-Mail an Prof. Dr. Ludger Humbert

Denise Schmitz
Bergische Universität Wuppertal

Mitarbeiterin Innovationsstelle

E-Mail an Denise Schmitz

Das Bild zeigt Frau Schmitz.

Arbeitsgruppen

Die Arbeit in der CoP Informatische Grundbildung/Digitalisierung als Lerngegenstand findet zur Zeit in vier Arbeitsgruppen statt. Die Basisgruppe beschäftigt sich mit der Gestaltung einer Veranstaltung zur informatischen Bildung für alle Lehramtsstudierenden. Die drei anderen Gruppen definieren Anknüpfungspunkte für informatische Bildung aus ihrem Aufgabenfeld heraus. Dabei orientieren sie sich an den drei Aufgabenfeldern der gymnasialen Oberstufe.

Zwischenergebnisse und Ausblick

  • Schwerpunktmäßig befand sich die CoP in der ersten Hälfte des Jahres 2020 in einer Zielfindungsphase, in der die Projektziele für die Arbeitsgruppe konkretisiert wurden. Bereits zu einem relativ frühen Zeitpunkt fasste die CoP den Entschluss, eine Veranstaltung für alle Lehramtsstudierenden zu erstellen, in der diejenigen Elemente informatischer Bildung addressiert werden, die für das Verständnis digitalisierungsbezogener Prozesse als zwingend nötig erachtet werden. Dazu wurden ab der zweiten Hälfte des Jahres 2020 nationale und internationale Dokumente miteinander auf ihre Beschreibungen informatisch geprägter Bildungsziele verglichen. Zudem wurden bereits existierende Materialbeiträge verschiedener CoP-Vertreter*innen gesichtet, die sich bereits der Vermittlung informatischer Inhalte an Nicht-Informatiker*innen widmen und auf die genannten informatisch geprägten Bildungsziele abzielen. In diesem Zusammenhang wurden jeweils erste Bausteine identifiziert, welche sich ohne größeren Aufwand in das geplante Zielformat überführen lassen. Ende 2020 wurden dann neben einer Basisgruppe, welche die Identifikation notwendiger informatischer Kompetenzen für alle (angehenden) Lehrkräfte in den Blick nimmt, drei themenbezogene Arbeitsgruppen *Gesellschaftswissenschaften*, *MINT* und *Sprachen* innerhalb der CoP gegründet, welche sich mit unterrichtlichen Anknüpfungspunkten zur Informatik aus der jeweiligen Logik des Fachbereiches beschäftigen.

Das Video zeigt die Arbeitsformen und Grundideen der CoP IGB bei ihrer Gründung 2020.

Darüber hinaus steht Ihnen hier eine interaktive Grafik mit weiterführenden Informationen zu der Arbeit der CoP IGB zur Verfügung.

zum Download

  • In der ersten Hälfte des Jahres 2021 arbeiteten die bereits genannten CoP- internen Arbeitsgruppen an informatischen Anküpfungspunkten aus ihrer jeweiligen Fachlogik heraus. So entstand in der AG MINT das physikbezogene Projekt »Der Ton macht die Musik« und in der AG Sprachen ein Projekt zu formalen Sprachen, in welchem der Begriff »Grammatik« aus informatischer Sicht betrachtet wird. Parallel dazu arbeitete die Basisgruppe an der geplanten universitären Veranstaltung, die sich an alle Lehramtsstudierenden richtet. Im Verlaufe des Jahres wurde in mehreren CoP-Treffen jedoch deutlich, dass sich insbesondere die CoP-Mitglieder aus der zweiten und dritten Phase durch das geplante Produkt nicht vertreten fühlten, da der thematische Fokus sehr stark auf der ersten Phase der Lehrkräftebildung lag. Ein Schlüsselmoment für die CoP ergab sich, als die inhaltliche Ausgestaltung der geplanten Veranstaltung anhand mehrerer Optionen zur Disposition gestellt wurde. Im Kern wurde dabei die Frage aufgeworfen, ob sich die Veranstaltung

    1. an den Inhaltsbereichen der GI-Bildungsstandards Informatik (Information und Daten, Algorithmen, Sprachen und Automaten, Informatiksysteme, Informatik, Mensch und Gesellschaft), 
    2. an den Prozessbereichen der GI-Bildungsstandards Informatik (Modellieren und Implementieren, Begründen und Bewerten, Strukturieren und Vernetzen, Kommunizieren und Kooperieren, Darstellen und Interpretieren) oder
    3. an allgemeinen Tätigkeiten von Lehrkräften (Lehren, Erziehen, Beurteilen, Beraten, Innovieren)

    ausrichten soll. Während sich der Großteil der Vertreter*innen der ersten Phase für die erste Option aussprach, fand die dritte Option bei Personen aus der zweiten und dritten Phase Anklang. Die Vertreter*innen der ersten Phase konnten jedoch überzeugt werden, dass ihre Anliegen auch mit der dritten Option erreicht werden können, weshalb sich die CoP nun auf diese Option verständigt hat. Da eine einfache Portierbarkeit der zu erstellenden Inhalte in die zweite und dritte Phase sichergestellt werden muss, wurde im Nachgang dieser Diskussion ein modulares Konzept aus thematischen Bausteinen entwickelt.

     Dazu wurden aus verschiedenen Dokumenten, bspw. der KMK-Strategie »Bildung in der digitalen Welt« bzw. dem Orientierungsrahmen für die Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung NRW, Tätigkeiten von Lehrkräften gesammelt und in thematischen, modularen Einheiten zusammengefasst, welche die geforderten Kompetenzen adressieren. In diesem Zusammenhang sind bisher zehn Module entstanden, bspw. »Daten anlegen, abrufen und schützen«, »Gemeinsam den Schulalltag gestalten« und »Der (sichere?) Kollegiums-Chat«. Die Arbeit an den einzelnen Modulen wurde gegen Ende des Jahres 2021 aufgenommen und wird zu Anfang des Jahres 2022 fortgesetzt.

     Neben der Dissemination des Konzeptes zu diversen Gelegenheiten wie der INFOS 2021 oder dem QLB-Programmkongress konkretisierten sich gegen Ende des Jahres die Planungen für Erprobungen der thematischen Bausteine in den jeweiligen Phasen, weshalb ein weiterer Arbeitsschwerpunkt auf der Materialentwicklung lag.

     

  • Im Jahr 2022 wird der thematische Schwerpunkt sowohl auf der weiteren Materialentwicklung als auch auf der exemplarischen Erprobung der Materialien liegen. Für eine Erprobung in der universitären Lehrer*innenbildung wird zur Zeit (Stand: Januar 2022) eine Veranstaltung konzipiert, die im Sommersemester an der Universität Duisburg-Essen durchgeführt wird.

    Darüber hinaus besteht für eine Erprobung in der zweiten Phase eine Kooperation mit dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Solingen. Dort ist geplant, einzelne Themenbausteine im Rahmen einer Fortbildung für Referendar*innen und deren Ausbilder*innen durchzuführen.

    Schließlich soll eine Erprobung auch in der dritten Phase stattfinden. Dazu bestehen konkrete Absprachen mit den Verantwortlichen für Fortbildung in den Bezirksregierungen Düsseldorf und Arnsberg. Hier soll einerseits eine Erprobung mit Moderierenden von Fortbildungen und Zertifikatskursen stattfinden, andererseits ein Fortbildungsangebot für Lehrkräfte exemplarisch umgesetzt werden.

    Für jeden dieser praktischen Erprobungsschritte ist dabei geplant, das Material basierend auf den Rückmeldungen der Teilnehmenden zu überarbeiten.

Publikationen und Präsentationen

ComeIn

 

 

ComeIn wird im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“
aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
unter dem
 Förderkennzeichen 01 JA 2033 A-L gefördert.

 

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