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Der Datenmarkt besteht aus Datenproduzenten, -anbietern und Dienstleistern rund um Datenmanagement. Es lassen sich sechs Typen von Playern feststellen: 

DUE

 

  • Datenarchive sammeln, speichern und ermöglichen Zugriff auf Forschungsdaten. Der Sammelschwerpunkt ist geographisch, thematisch oder durch Interessengruppen vorgegeben. Ein Beispiel hierfür ist das Datenarchiv für Sozialwissenschaften von GESIS, dem Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
  • Datenbibliotheken haben die Funktion eines Datenbrokers auf dem Datenmarkt. Sie ermöglichen ihren Nutzern – meist Forschenden und Studierenden – den Zugriff auf lizenzpflichtige Faktendatenbanken unter Bereitstellung weiterer Dienstleistungen rund um die Nutzung dieser Faktendatenbanken.
  • Kommerzielle Anbieter: Zu den kommerziellen Datenanbietern zählt unter anderem die Statista GmbH, die das gleichnamige Portal für Statistiken bereitstellt. Diese Anbieter bieten meist einen kostenpflichtigen Zugriff auf Daten und stellen darauf aufbauend weitere Services wie Datenvisualisierungstools und nutzerfreundliche Suchoberflächen bereit.
  • Regierungsbehörden und Ämter stellen eine wichtige in der Regel kostenfreie Datenquelle dar. Sie sammeln aufgrund ihrer Behördentätigkeit bestimmte Daten und bereiten diese z. B. durch Anonymisierung für die freie Nutzung auf. Für Deutschland zählen Destatis, das Statistische Bundesamt, und seine Datenbank GENESIS zu den wichtigsten dieser kostenfreien Datenbanken.
  • Internationale Organisationen wie der Internationale Währungsfonds und die OECD sammeln ebenso innerhalb ihres Aufgabenbereichs Daten und stellen diese in der Regel über kostenfreie Datenbanken und zusätzlich in Form von Publikationen bereit.
  • Die Forschungscommunity bestehend aus Forschenden und Studierenden stellt sowohl Konsumenten als auch Produzenten statistischer Informationen dar. Abhängig von der fördernden Organisation und den Präferenzen des Forschenden oder des Studierenden werden neben Fachaufsätzen und -monographien auch Forschungsdaten publiziert. Hierdurch ergibt sich außerdem ein neues Forschungsfeld: Die Sekundärdatenforschung.

 

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