Hygiene & Reinigung

1. Was bedeutet regelmäßiges Lüften?

Durch verstärktes Lüften kann die Konzentration von in der Raumluft vorhandenen möglicherweise virenbelasteten Aerosolen reduziert werden. Bei Fensterlüftung muss bei Tätigkeitsaufnahme und in regelmäßigen Abständen „von Hand“ gelüftet werden. Dabei ist als Richtwert für Büroräume ein zeitlicher Abstand von 60 Minuten und für Besprechungsräume bzw. für Raumnutzungen mit mehreren Personen ein zeitlicher Abstand von 20 Minuten einzuhalten. Die sogenannte Stoßlüftung über die gesamte Fensteröffnungsfläche ist anzuwenden, Lüftungsdauer 3 - 10 Minuten, je kälter die Außenluft, desto kürzer. Bei Publikumsverkehr bzw. Personenwechsel in den Räumen sollte auch unmittelbar nach jedem Besuch gelüftet werden.

Bei der Lüftung von Hand kann man sich durch die Lüftungs-App der DGUV auf dem Mobiltelefon unterstützen lassen, die Raumgröße und Anzahl der Personen in Bezug zur Luftqualität setzt und an den Lüftungsvorgang durch eine Timerfunktion erinnert: Lüften leicht gemacht: eine kostenlose App gegen dicke Luft (dguv.de). Wer ein „analoges“ Hilfsmittel vorzieht, kann in der Stabsstelle Arbeitssicherheit (0201/18-34499) eine Berechnungsscheibe des DGUV abrufen, auf der Personenanzahl und Quadratmeter eingestellt werden und dann die Zeit bis zum nächsten Lüften abgelesen werden kann.

Bei einer technischen Lüftung erfolgt der Luftaustausch automatisch (z.B. in Laboratorien, bei innenliegenden Seminar- und Arbeitsräumen, in allen Hörsälen). Die Lüftungsanlagen in Hörsälen und z.T. in Seminarräumen werden über Sensoren gesteuert, die die Luftqualität beurteilen.

2. Wie kann die Luftqualität in einem Raum beurteilt werden?

Für Beurteilung der Raumluftqualität wird unter anderem die Belastung mit ausgeatmetem Kohlendioxid (CO2) herangezogen. Für Kohlendioxid (CO2) sind in der Arbeitsstättenregel ASR 3.6 Richtwerte festgelegt. Die ausgeatmete Luft enthält auch möglicherweise virenbelaste Aerosole, die nicht quantitativ bestimmt werden können. Da aber ein Zusammenhang zwischen beiden Parametern besteht, kann die von Menschen in der Raumluft hinzugefügte Menge an CO2 als Maß für die Raumluftqualität bzw. für die Notwendigkeit zum Lüften auch unter dem Gesichtspunkt des Infektionsschutzes herangezogen werden.

Dazu wird der Einsatz von CO2 -Messgeräten bzw. sogenannten CO2-Ampeln für Räume, in denen sich üblicherweise mehrere Personen aufhalten, empfohlen.

Für zentral verwaltete Räume wird dies derzeit vom technischen Gebäudemanagement initiiert: In der Abluft fast aller Hörsäle sind bereits jetzt CO2-Messfühler eingebaut, die die Lüftungsleistung steuern. Als Pilot werden zunächst in den Hörsälen LX 1205 und S05T00B08 die CO2-Messwerte über eine Ampelanzeige visualisiert. Ebenfalls werden in zwei Seminarräumen Fühler und Anzeigen eingebaut. Dabei bedeutet Grün - kein Handlungsbedarf; Gelb - bitte Lüften bzw. Luftwechselrate der techn. Anlage wird automatisch erhöht und Rot – keine gesundheitlich undenkliche Atemluft – bitte verstärken Sie die Lüftungsmaßnahmen und verlassen Sie den Raum.

3. Welche Wirkung haben Lüftungsanlagen und Umluftkühlgeräte („Klimaanlagen“)?

Zunächst muss tatsächlich zwischen Lüftung und Umluftkühlgerät unterschieden werden, da umgangssprachlich häufig beides als Klimaanlage bezeichnet wird.

Eine Lüftungsanlage verfügt über getrennt geführte Zu- und Abluft. Dies ist eher positiv, da ein permanenter Luftaustausch erfolgt. In belüfteten Hörsälen und Seminarräumen ist dies in der Regel der Fall.

Umluftkühlgeräte führen zu einer Durchmischung der Raumluft; ein Austausch erfolgt dabei nicht. Umluftkühlgeräte ersetzen daher nicht das Lüften! (Zu keiner Zeit!)

Bei Unklarheit welcher Anlagentyp in einem Raum installiert ist, kann der Bereich Versorgungstechnik des Technischen Gebäudemanagements weiterhelfen.

4. Wie wird die regelmäßige Reinigung von gemeinsam genutzten Arbeitsplätzen und Arbeitsmitteln organisiert?

Die Reinigung gemeinsam genutzter Arbeitsmittel (Geräte, Tischflächen, usw.) und Arbeitsplätze, muss in den Abteilungen selbst organisiert werden. Bei einem Nutzerwechsel sind Arbeitsmittel und Arbeitsplätze durch die nachfolgende Person zu reinigen. Die Reinigung mit einem Reinigungsmittel oder einem Glasreiniger ist dabei ausreichend, eine Desinfektion sollte eher die Ausnahme bleiben. Berücksichtigen Sie hierbei den Hygieneplan.

5. Werden Büro-Türklinken regelmäßig gereinigt?

Bei der vertragsmäßigen Reinigung der Büroräume werden auch die Türklinken gereinigt.

6. Wem wird das Fehlen von Seife oder Handtüchern In den Toiletten gemeldet?

Bitte wenden Sie sich an das Gebäudemanagement unter reinigung@uni-due.de.

7. Wie soll mit Mitarbeiter*innen bzw. Kollegen*innen umgegangen werden, die sich nicht an die Hygienemaßnahmen halten?

Wenn Ihnen die Person bekannt ist, sprechen Sie diese in ruhigem Ton an und bitten sie, die allgemeinen Hygienemaßnahmen zu beachten. Falls das Verhalten weiterhin besteht, wenden Sie sich bitte an Ihre direkte Führungskraft.

8. Wie soll mit persönlich nicht bekannten Personen umgegangen werden, die sich nicht an die Hygienemaßnahmen halten?

Es gelten die regulären Verhaltensweisen für Notsituationen an der UDE. Bei Aggression ziehen Sie sich umgehend zurück und verständigen die Polizei (110).

9. Welches Vorgehen gilt, wenn sich Beschäftigte von Fremdfirmen nicht an die Hygienemaßnahmen halten?

Wenden Sie sich in diesem Fall bitte an die Person, die die Arbeiten beauftragt hat oder koordiniert. Bei allgemeinen baulichen Maßnahmen ist dies in der Regel eine Kollegin oder ein Kollege aus dem Gebäudemanagement.