Arbeitsrechtliche Fragen & Personaleinsatz

Was ist zu beachten im Zusammenhang mit dem 15-Kilometer-Bewegungsradius?

In NRW können derzeit die Kreise und kreisfreien Städte darüber entscheiden, ob der Bewegungsradius bei anhaltend hohen Zahlen (festgelegter Wert bei einer Sieben-Tage-Inzidenz) eingeschränkt wird.

Eine Bescheinigung für den Weg zur Arbeit ist aktuell nicht erforderlich. Das Personaldezernat empfiehlt, den Dienstausweis bei sich zu tragen. Sollte im Einzelfall durch Kontrollierende eine Bescheinigung gefordert werden, wird diese im Nachgang ausgestellt werden. Bitte wenden Sie sich dann gern an Ihre zuständige Sachbearbeiterin bzw. Ihren zuständigen Sachbearbeiter.

1. Gibt es besondere Regelungen für den Urlaubsanspruch aus dem Jahr 2020?

Die bestehende Urlaubsregelung behält ihre Gültigkeit. Der Urlaub des Jahres 2020 verfällt am 31.03.2022.

Allerdings dient der Jahresurlaub der Erholung und der Erhaltung der Arbeitskraft und sollte im Regelfall auch in dem gleichen Jahr genommen werden.

2. Was müssen Reiserückkehrer aus dem Ausland beachten?

Reiserückkehrer aus dem Vereinigten Königreich von Großbritannien, Irland und aus der Republik Südafrika:

Reiserückkehrer aus dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland oder aus der Republik Südafrika müssen sich 10 Tage ab Ausreise absondern. Sofern keine digitale Einreiseanmeldung vorliegt, sind sie verpflichtet, sich beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden.

Es besteht eine Testpflicht, d. h., sie sind verpflichtet, sich höchstens 24 Stunden vor der Einreise oder unmittelbar nach der Einreise einer Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu unterziehen (Einreisetestung). Zudem sind sie verpflichtet, fünf Tage nach der Einreise eine erneute Testung vornehmen zu lassen. Ist das Ergebnis dieser Testung negativ, endet mit dem Erhalt des Testergebnisses die Absonderungspflicht.

Näheres regelt die Coronaeinreiseverordnung NRW https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/210112_coronaeinrvo_ab_13.01.2021.pdf

Reiserückkehrer aus anderen Risikogebieten:

Alle Personen, die nach Nordrhein-Westfalen einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor Einreise in einem anderen Risikogebiet als dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland oder der Republik Südafrika aufgehalten haben, sind verpflichtet, sich höchstens 24 Stunden vor der Einreise oder unmittelbar nach der Einreise einer Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu unterziehen (Einreisetestung).

Gem. § 2 der Quarantäneverordnung haben sie sich bis zum Vorliegen des Testergebnisses in Quarantäne zu begeben.

Informationen des RKI zur Ausweisung internationaler Risikogebiete (einschließlich Liste der Risikogebiete)

Näheres regelt die Coronaeinreiseverordnung NRW

https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/210112_coronaeinrvo_ab_13.01.2021.pdf

Auch während einer Quarantäneregelung besteht eine Arbeitspflicht. In Absprache mit den Vorgesetzten gilt die Homeofficeregelung, siehe auch -> FAQ: Verdachtsfall/Krankheitsfall/Quarantänefragen.

3. Verdachtsfall / Krankheitsfall / Quarantänefragen

4. Wie ist die häusliche Gemeinschaft zu Personen mit bestätigter Infektion oder zu deren unmittelbaren Kontakten zu bewerten?

Es kann vorkommen, dass sich Quarantäneanordnungen und -empfehlungen nur auf einzelne Personen einer häuslichen Gemeinschaft beziehen.

An der UDE werden Personen, die mit Personen, für die Quarantäne angeordnet oder empfohlen wurde, in häuslicher Gemeinschaft leben, vorsorglich wie Kontakte 1. Grades eingestuft.

Dies bedeutend, dass Einrichtungen und Räumlichkeiten der UDE bis zum Vorliegen eines Testergebnisses nicht aufgesucht werden sollen.

Erledigen Sie Ihre Aufgaben in Absprache mit Ihrer/Ihrem Vorgesetzten im Rahmen der mobilen Arbeit.

Informieren Sie das Personaldezernat unter personaldezernat@uni-due.de und setzen Sie sich mit Ihrer/Ihrem Vorgesetzten in Verbindung und unterrichten über die Empfehlungen und ggf. getroffenen Maßnahmen des Gesundheitsamtes.

5. Was ist zu tun, wenn ein höheres persönliches Risiko für einen schweren COVID-19 Krankheitsverlauf besteht?

Insbesondere bei nachfolgenden Vorerkrankungen besteht – unabhängig vom Lebensalter – grundsätzlich ein erhöhtes Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit dem Corona-Virus (COVID-19):
Therapiebedürftige Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. koronare Herzerkrankung, Bluthochdruck),

  • Erkrankungen der Lunge (z. B. COPD, Asthma bronchiale),
  • Chronische Lebererkrankungen,
  • Nierenerkrankungen,
  • Onkologische Erkrankungen,
  • Diabetes mellitus,
  • Geschwächtes Immunsystem (z. B. auf Grund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z. B. Cortison)

Wer zu dieser Gruppe gehört, informiert ein Merkblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Setzen Sie sich bitte, sofern dies im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie noch nicht erfolgt sein sollte, zunächst telefonisch mit Ihrem Arzt in Verbindung, damit von dort das Vorliegen eines erhöhten Risikos bescheinigt werden kann. Es genügt eine einfache ärztliche Bescheinigung, aus der ausschließlich zu entnehmen sein sollte, dass Sie ein höheres Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf haben. Die Bescheinigung soll ausdrücklich keine Diagnosen oder sonstige Hinweise enthalten, die Rückschlüsse auf bestehende Erkrankungen zulassen.

Grundsätzlich sind Sie weiterhin verpflichtet zu arbeiten. Die UDE versucht weiterhin ihr Möglichstes, in diesem Fall jeder/jedem entgegenzukommen, und Ihnen das Arbeiten von daheim vorrangig zu ermöglichen. Welche Aufgaben Sie erledigen können und sollen, besprechen Sie bitte wie bisher unmittelbar mit Ihrer/Ihrem Vorgesetzten.

6. Was ist bei der Pflege von Angehörigen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID 19-Krankheitsverlauf zu beachten?

Bitte legen Sie dem Personaldezernat eine einfache ärztliche Bescheinigung, aus der ausschließlich zu entnehmen sein soll, dass Ihr/e in Haushaltsgemeinschaft lebende/r Angehörige/r ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf hat, vor. Die Bescheinigung soll ausdrücklich keine Diagnosen oder sonstige Hinweise, die Rückschlüsse auf bestehende Erkrankungen zulassen, enthalten.

Grundsätzlich sind Sie weiterhin verpflichtet zu arbeiten. Die UDE versucht weiterhin ihr Möglichstes, in diesem Fall allen entgegenzukommen, und Ihnen das Arbeiten von daheim vorrangig zu ermöglichen. Welche Aufgaben Sie erledigen können und sollen, besprechen Sie bitte wie bisher unmittelbar mit Ihrer/Ihrem Vorgesetzten.

7. Was ist zu tun, wenn der Kindergarten oder die Schule meines Kindes geschlossen und die Betreuung meines Kindes nicht gewährleistet ist?

Grundsätzlich sind Sie weiterhin verpflichtet zu arbeiten. Die UDE versucht weiterhin ihr Möglichstes, in diesem Fall jeder/jedem entgegenzukommen, und Ihnen das Arbeiten von daheim vorrangig zu ermöglichen. Welche Aufgaben Sie erledigen können und sollen, besprechen Sie bitte wie bisher unmittelbar mit Ihrer/Ihrem Vorgesetzten.
Sie haben selbstverständlich auch die Möglichkeit, Urlaub zu nehmen oder Überstunden abzubauen.

Darüber hinaus können nach den Regelungen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW

https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/Entschaedigung-Eltern/entschaedigung-eltern.html

berufstätige Eltern und Pflegeeltern von betreuungsbedürftigen Kindern, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert und auf Hilfe angewiesen sind und deren Schulen oder Betreuungseinrichtungen geschlossen wurden, eine Entschädigung für einen Verdienstausfall (bei Beurlaubung ohne Vergütung) erhalten.
Bei gemeinsamer Betreuung erhalten Eltern eine Entschädigung für bis zu zehn Wochen Verdienstausfall, bei alleiniger Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege bis zu 20 Wochen.

Bitte beachten Sie hierbei, dass hierfür u. a. eine Voraussetzung ist, dass es keine Möglichkeit gibt, eine alternative, zumutbare Betreuung des Kindes herzustellen (zum Beispiel durch ältere Geschwister oder eine Notbetreuung in der Schule oder Betreuungseinrichtung). Auch die Höhe der Entschädigung ist begrenzt und beträgt 67 Prozent des Nettoeinkommens (Höchstbetrag 2.016 €). Zudem muss zuvor der Resturlaub aus dem Vorjahr und Überstunden abgebaut worden sein.

Der Antrag auf eine solche Entschädigung wird vom Arbeitgeber gestellt. Die berechnete Entschädigung wird Ihnen insofern auch weiter von der UDE bzw. vom LBV ausgezahlt. Möchten Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, wenden Sie sich mit Ihren Fragen bitte an Ihre*n Personalsachbearbeiter*in:
https://www.uni-due.de/verwaltung/organisation/peo_wiss_wei.php

Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrem Anliegen!