Arbeitsrechtliche Fragen & Personaleinsatz

1. Gibt es besondere Regelungen für den Urlaubsanspruch aus dem Jahr 2020?

Die bestehende Urlaubsregelung behält ihre Gültigkeit. Der Urlaub des Jahres 2020 verfällt am 31.03.2022.

Allerdings dient der Jahresurlaub der Erholung und der Erhaltung der Arbeitskraft und sollte im Regelfall auch in dem gleichen Jahr genommen werden.

2. Was ist bei Quarantäneauflagen im Zusammenhang mit Urlaubsreisen zu beachten?

Sollten Sie eine private Reise ins Ausland planen, so prüfen Sie bitte vorab, ob ihr Reiseziel als Risikogebiet ausgewiesen ist. Die Coronaeinreiseverordnung sieht bei der Rückkehr von Reisen in bestimmte Länder weiterhin die Verpflichtung zur häuslichen Quarantäne vor.

Wenn Sie aufgrund Ihres Auslandaufenthaltes nach Rückkehr einer Quarantäne unterliegen und dies bereits bei Antritt Ihrer Auslandsreise bekannt war, verlieren Sie ggf. Ihren Entgelt /Besoldungfortzahlungsanspruch. Bitte klären Sie daher im Vorfeld der Reise mit Ihrer/m Vorgesetzten ab, ob im Zeitraum der Quarantäne mobile Arbeit möglich ist. Alternativ schließen Sie – nach vorheriger Genehmigung – unmittelbar nach Rückkehr aus dem Risikogebiet einen 14-tägigen Urlaub an bzw. bauen entsprechende Mehrarbeits-/Überstunden ab.

Informationen des RKI zur Ausweisung internationaler Risikogebiete (einschließlich Liste der Risikogebiete)

3. Was ist zu tun, wenn das Gesundheitsamt Quarantäne angeordnet hat?

Wenn Sie eine Quarantäneanordnung des zuständigen Gesundheitsamtes erhalten haben, müssen Sie dessen Quarantänevorgaben zwingend befolgen.

Legen Sie die schriftliche Anordnung, die Sie vom Gesundheitsamt bekommen haben, unverzüglich dem Personaldezernat der UDE vor. Sie können die Anordnung z. B. einscannen oder fotografieren und dann per E-Mail senden an: personaldezernat@uni-due.de.

Außerdem informieren Sie bitte unverzüglich Ihre*n Vorgesetzte*n.

Als Tarifbeschäftigte*r der UDE erhalten Sie weiterhin Ihr Entgelt (wie im Krankheitsfall gilt die Fortzahlung für maximal sechs Wochen) bzw. als Beamtin/Beamter Ihre Bezüge.

4. Was ist zu tun, wenn das Gesundheitsamt Quarantäne empfohlen (nicht angeordnet) hat?

Einrichtungen und Räumlichkeiten der UDE dürfen für die Dauer der vom Gesundheitsamt empfohlenen Quarantäne nicht aufgesucht werden!

Setzen Sie sich unbedingt mit dem Personaldezernat unter personaldezernat@uni-due.de sowie Ihrer/Ihrem Vorgesetzten in Verbindung und informieren Sie über die Empfehlungen und ggf. getroffenen Maßnahmen des Gesundheitsamtes.

5. Mobil arbeiten bei empfohlener oder angeordneter Quarantäne?

Ist für Sie Quarantäne angeordnet, Sie haben aber keine Symptome und sind nicht krankgeschrieben, können Sie von zuhause aus arbeiten. Welche Aufgaben Sie erledigen können und sollen, besprechen Sie bitte unmittelbar mit Ihrer/m Vorgesetzten.

Auch bei einer empfohlenen Quarantäne gilt: Einrichtungen und Räumlichkeiten der UDE dürfen für die Dauer der vom Gesundheitsamt empfohlenen Quarantäne nicht aufgesucht werden! Sofern Sie nicht arbeitsunfähig erkrankt sind, sind Sie grundsätzlich weiterhin verpflichtet, zu arbeiten. Bitte klären Sie mit Ihrer/Ihrem Vorgesetzten, ob mobile Arbeit möglich ist, und welche Aufgaben von zu Hause erledigt werden können.

6. Wie ist die Vorgehensweise, wenn Beschäftigte über eigene Symptome informieren (Verdachtsfall)?

An der UDE werden Personen, die auf Grund eigener Symptome aber ohne (wissentlichen) Kontakt zu einem bestätigten Infektionsfall auf eine COVID-19-Erkrankung getestet werden, bis zum Vorliegen des Testergebnisses vorsorglich wie bestätigte Infektionsfälle eingestuft.

Für alles Weitere gelten V. 5 und V. 6 entsprechend.

7.  Wie ist die häusliche Gemeinschaft zu Personen mit bestätigter Infektion oder zu deren unmittelbaren Kontakten zu bewerten?

Es kann vorkommen, dass sich Quarantäneanordnungen und -empfehlungen nur auf einzelne Personen einer häuslichen Gemeinschaft beziehen.

An der UDE werden Personen, die mit Personen für die Quarantäne angeordnet oder empfohlen wurde in häuslicher Gemeinschaft leben, vorsorglich wie Kontakte 1. Grades eingestuft.

Bitte setzen Sie sich mit dem Personaldezernat unter personaldezernat@uni-due.de sowie Ihrer/Ihrem Vorgesetzten in Verbindung und teilen mit, ob und wenn ja welche Maßnahmen und Empfehlungen vom Gesundheitsamt auch für Sie getroffen bzw. ausgesprochen wurden.

Für alles Weitere gelten V. 5, V. 6 und IV. 5 entsprechend.

8. Was ist zu tun, wenn ein höheres persönliches Risiko für einen schweren COVID-19 Krankheitsverlauf besteht?

Insbesondere bei nachfolgenden Vorerkrankungen besteht – unabhängig vom Lebensalter – grundsätzlich ein erhöhtes Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit dem Corona-Virus (COVID-19):
Therapiebedürftige Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. koronare Herzerkrankung, Bluthochdruck),

  • Erkrankungen der Lunge (z. B. COPD, Asthma bronchiale),
  • Chronische Lebererkrankungen,
  • Nierenerkrankungen,
  • Onkologische Erkrankungen,
  • Diabetes mellitus,
  • Geschwächtes Immunsystem (z. B. auf Grund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z. B. Cortison)

Wer zu dieser Gruppe gehört, informiert ein Merkblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Setzen Sie sich bitte, sofern dies im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie noch nicht erfolgt sein sollte, zunächst telefonisch mit Ihrem Arzt in Verbindung, damit von dort das Vorliegen eines erhöhten Risikos bescheinigt werden kann. Es genügt eine einfache ärztliche Bescheinigung, aus der ausschließlich zu entnehmen sein sollte, dass Sie ein höheres Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf haben. Die Bescheinigung soll ausdrücklich keine Diagnosen oder sonstige Hinweise enthalten, die Rückschlüsse auf bestehende Erkrankungen zulassen.

Grundsätzlich sind Sie weiterhin verpflichtet zu arbeiten. Die UDE versucht weiterhin ihr Möglichstes, in diesem Fall jeder/jedem entgegenzukommen, und Ihnen das Arbeiten von daheim vorrangig zu ermöglichen. Welche Aufgaben Sie erledigen können und sollen, besprechen Sie bitte wie bisher unmittelbar mit Ihrer/Ihrem Vorgesetzten.

9. Was ist bei der Pflege von Angehörigen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID 19-Krankheitsverlauf zu beachten?

Bitte legen Sie dem Personaldezernat eine einfache ärztliche Bescheinigung, aus der ausschließlich zu entnehmen sein soll, dass Ihr/e in Haushaltsgemeinschaft lebende/r Angehörige/r ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf hat, vor. Die Bescheinigung soll ausdrücklich keine Diagnosen oder sonstige Hinweise, die Rückschlüsse auf bestehende Erkrankungen zulassen, enthalten.

Grundsätzlich sind Sie weiterhin verpflichtet zu arbeiten. Die UDE versucht weiterhin ihr Möglichstes, in diesem Fall allen entgegenzukommen, und Ihnen das Arbeiten von daheim vorrangig zu ermöglichen. Welche Aufgaben Sie erledigen können und sollen, besprechen Sie bitte wie bisher unmittelbar mit Ihrer/Ihrem Vorgesetzten.