Open Access an der Universität Duisburg-Essen

Open Access Erklärung
der Universität Duisburg-Essen

Unter Open Access wird der kostenfreie und offene Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen und sonstigen wissenschaftlichen Materialien für alle Nutzerinnen und Nutzer über das Internet verstanden.

Das Rektorat der Universität Duisburg-Essen hat beschlossen, Open Access Aktivitäten an der Universität Duisburg-Essen nachdrücklich zu fördern.

  • Die Universität Duisburg-Essen unterstützt die Forderung nach offenem Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen im Sinne der „Berliner Erklärung“ vom Oktober 2003.
  • Die Universität Duisburg-Essen empfiehlt ihren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausdrücklich, in Open Access Zeitschriften zu publizieren. Die Universität bietet hierzu finanzielle und organisatorische Unterstützung an.
  • Weiterhin werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Duisburg - Essen ausdrücklich aufgefordert, ihre Publikationen im Rahmen der urheberrechtlichen Möglichkeiten und der mit den Verlagen geschlossenen Autorenverträge parallel über den Dokumenten- und Publikationsserver der Universität Duisburg-Essen  (DuEPublico http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/)  im Open Access zugänglich zu machen.
  • Die Universität Duisburg-Essen ermutigt ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, Verwertungsrechte für elektronische Versionen ihrer Publikationen nicht abzutreten.
  • Die Universität Duisburg-Essen tritt dafür ein, dass Open Access Publikationen bei der Beurteilung wissenschaftlicher Leistungen angemessen berücksichtigt und herkömmlichen Verlagspublikationen gleichgestellt werden.

Duisburg-Essen im Oktober 2012

Open Access Publikationsfonds der UDE

Die Universität Duisburg-Essen empfiehlt ihren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausdrücklich, in Open Access Zeitschriften zu publizieren und unterstützt dies finanziell über einen Open Access Publikationsfonds.

Informationen zu Open Access

Forschungsrelevante Roh- und Primärdaten, auf denen wissenschaftliche Publikationen basieren, können in herkömmlichen Medien nicht oder nur unzureichend kommuniziert werden. Oftmals hohe Lizenzgebühren für elektronische Publikationen erschweren den wissenschaftlichen Austausch.

Demgegenüber können über das Internet entgeltfrei zugängliche elektronische Publikationen (Open Access Publikationen) ohne jede Einschränkung rezipiert werden und wissenschaftliche Roh- und Primärdaten vermitteln. Zwar kommt der elektronischen Veröffentlichung je nach Disziplin ein unterschiedlicher Stellenwert zu, in manchen Fächern ist sie umstritten, und die Entwicklung ist noch im Fluss. Doch werden elektronische Publikationen nach gegenwärtiger Erfahrung häufiger zitiert als herkömmliche Publikationen und lenken die Aufmerksamkeit der wissenschaftlichen Öffentlichkeit in hohem Maße auf sich; ihr zentraler Nachweis schafft eine breite Basis für innovative Forschungen.

Deshalb hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft am 22. Oktober 2003 die „Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“  unterzeichnet und sich so zu den Bemühungen bekannt, den Fortschritt der Wissenschaft durch die Forderung nach leicht zugänglichen, frei verfügbaren elektronischen Publikationen zu unterstützen und die auf der Dokumentation des kulturellen Erbes aufsetzende Forschung zu erleichtern.

Im Januar 2006 hat der Hauptausschuss der DFG Richtlinien für das Open Access Publizieren verabschiedet. Demnach sollen Projektnehmer der DFG ihre Forschungsergebnisse nach Möglichkeit (auch) digital und für Nutzer entgeltfrei über das Internet bereitstellen. Dazu wird die Veröffentlichung in geeigneten Open Access Zeitschriften oder die nachträgliche Bereitstellung bereits publizierter Aufsätze über Open Access Repositorien empfohlen.

Im März 2009 reagierte die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen auf Kritik am Open Access Modell und wies die Unterstellung, sie wolle die Freiheit zur Veröffentlichung in grundgesetzwidriger Weise beschneiden, als inakzeptabel zurück. Die Allianz-Initiative "Digitale Information" verfolge im Gegenteil das Ziel, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der bestmöglichen Informationsinfrastruktur auszustatten.