Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Studentisches Feedback zum „Informationsmanagement“

Wie beliebt ist multimediale Lehre?

[11.08.2009] Wikis, Live-Streams, Online-Sprechstunden und Work-Cafés – die Zukunft des Studiums ist multimedial. Hochschulen experimentieren deshalb mit webbasierten E-Learning-Elementen. Prominentes Beispiel ist die Plattform RuhrCampusOnline der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR). An der Mercator School of Management (MSM) der Universität Duisburg-Essen wollte man wissen, wie die multimediale Lehre bei den Studenten ankommt. Surfen sie gern auf der Welle des virtuellen Campus? Sind traditionelle Lehrveranstaltungen noch angesagt? Für den Kurs „Informationsmanagement“ wurde dazu eine Befragung durchgeführt.

Zum Sommersemester hatte das Competence Center E-Commerce der Ruhr-Uni Bochum das innovative Blended-Learning-Angebot „Informationsmanagement“ erstellt – ein spannender Kurs für Studierende der Wirtschaftsinformatik, die im Berufsleben computergestützte Informations- und Kommunikationssysteme nutzen werden. Neben Web-basierten Trainings und Videoaufzeichnungen mit interaktiven Übungen gab es moderierte Diskussionen in einem Work-Café. Konkrete Anwendungen wurden bei Präsenzterminen vorgestellt und diskutiert. Ein Höhepunkt war der Workshop „Neue Entwicklungen im Informationsmanagement“ u.a. mit dem Buchautor Dr. Willms Buhse („Enterprise 2.0: Die Kunst, loszulassen“).

Eine Evaluation sollte nun den Mehrwert dieser Veranstaltungsart zeigen. Dafür wurden über 80 UDE-Studierende zum Semesterende befragt. Wie kommt die Mischung aus Präsenz und virtueller Realität, das sogenannte Blended-Learning, an? Wird so die Qualität der Lehre verbessert und effektiveres Lernen möglich? Wirtschaftspädagogikstudent Matthias Wind schätzt die Flexibilität: „Seine Lernzeiten in Eigenregie zu gestalten, finde ich sehr positiv.“ Vor allem für arbeitende Studenten, für Pendler und auch für Mütter sind freie Lernzeiten und ein umfassendes Online-Angebot von großer Bedeutung. Wind hat zudem die ruhige Lehratmosphäre genossen: „Dank des Livestreams und der Aufzeichnungen kommen nur noch die wirklich interessierten Studenten zu den Präsenzveranstaltungen.“ Darüber hinaus loben die Studenten die Erreichbarkeit der Dozenten über die Diskussionsplattform und die eingerichteten Online-Sprechstunden. „Eine solch gute Betreuung durch Dozenten und Mitarbeiter der Lehrstühle habe ich in meinem BWL-Studium noch nicht erlebt“, bestätigt Daria Tsyvkina, die im 6. Semester Business Administration studiert.

Auf die Frage, ob Präsenzveranstaltungen noch zeitgemäß sind, gab es deutliche Reaktionen: „Die persönliche Nähe zu den Professorinnen und Professoren sollte nicht verloren gehen“, wünscht sich Wirtschaftspädagogikstudent Bastian Bensberg. Die Umfrage belegt, dass über 90 Prozent der Studierenden die Face-to-Face Kommunikation mit den Dozenten nicht missen wollen. Die klassische Lehre ist demnach weiter gefragt.

Allerdings hat nur rund die Hälfte der Befragten das Gefühl, dass das neue Lernkonzept die Qualität der Lehre verbessert hat. Viele bemängeln die Vielzahl der Informationen auf der Plattform. Auch Daria Tsyvkina war mit der Komplexität des angebotenen Online-Materials nicht ganz zufrieden. „Wenn ich außerdem die Lernplattform aufgrund technischer Probleme oder Überlastungen nicht aufrufen kann, dann fördert das nicht gerade die Effizienz des Lernens.“ Ebenso erntete ein spezielles Bonuspunkteprogramm Kritik, denn dafür musste man alle Elemente des Programms bearbeiten und an einem Workshop teilnehmen, der nur zu einem bestimmten Termin an einem anderen Campus angeboten wurde. „Ist man an diesem Tag krank oder muss arbeiten, sind die Extrapunkte für einen schon mal abgeschrieben“, so Bensberg. Die flexible Lehrveranstaltung ist in diesem Punkt noch zu festgelegt.

Fazit: Viele Studierende kritisieren das unübersichtliche Angebot und den Zeitaufwand für die Erarbeitung des Materials, betonen hingegen die Vorteile des flexiblen Lernens durch Veranstaltungsaufzeichnungen und Online-Übungen. Darüber hinaus regen Bonuspunkte zumindest einen Teil zum kontinuierlichen, regelmäßigen Lernen an und motivieren die Teilnehmer dazu, eigenständig Beiträge im Work-Café und Wiki der Lernplattform zu schreiben. „Es ist Verbesserungspotenzial vorhanden“, findet Daria Tsyvkina. „Wenn aber an den vermeidbaren Schwachstellen gearbeitet wird, kann das nächste Mal eine hervorragende und interessante Lehrveranstaltung angeboten werden.“

Weitere Informationen: www.msm.uni-due.de
Janine Drewes, Tel. 0203/379-2433, janine.drewes@uni-due.de

Redaktion: Katrin Braun, Tel. 0203/379-1488

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