Menschen haben - ebenso wie alle anderen Lebewesen - eine "innere Uhr", den Biorhythmus. Je nach Tageszeit sind Menschen entweder auf Aktivität, Entspannung, Ruhe oder Essen eingestellt.


Die Leistungsfähigkeit des einzelnen Menschen ist daher im Tagesverlauf nicht immer gleich, sondern periodischen Schwankungen (dem Biorhythmus) unterworfen.

Erfolgreiches Handeln benötigt aber ein Höchstmaß an Konzentration und Aktivität. Wichtige Aufgaben (z.B. Lernen für die Mathematik-Klausur) sollten also in den Zeiten erfolgen, in denen Sie besonders fit, aktiv und leistungsfähig sind. Sinnvoll ist es deshalb, seine Leistungskurve zu kennen und zu berücksichtigen. Sind Sie eher ein Tagesmensch (eine "Lerche"?) oder liegen Ihre Leistungshochs mehr am Abend oder in der Nacht (eine "Eule")? Erbringen Sie Höchstleistungen am (frühen) Vormittag oder meist spät abends?

Die Leistungshöhepunkte der meisten Menschen liegen am Vormittag, gefolgt von einem Mittags-Tief und einem Zwischen-Hoch am frühen Abend. Danach fällt die Leistungskurve kontinuierlich ab. Die REFA-Normkurve zeigt die statistische durchschnittliche tägliche Leistungsbereitschaft und ihre Schwankungen:

 



Abb.: REFA-Normkurve (In: Seiwert, 1999, 62)

 

Wie Ihre persönliche Leistungskurve aussieht, erfahren Sie am besten durch Selbstbeobachtung oder durch Freunde, mit denen Sie arbeiten.

    Übung: Persönliche Leistungskurve

Nutzen Sie Ihre persönliche Leistungskurve, indem Sie die wichtigen A-Aufgaben in einem Leistungshoch - und wenn es geht: ohne Störungen - erledigen. Ihre Produktivität ist dann am größten. Liegt Ihr Leistungshoch auch, wie bei den meisten Menschen am Vormittag, so haben Sie noch den positiven Nebeneffekt, dass Sie bereits sehr früh am Tag erste Ergebnisse erzielen (die auf Sie wiederum motivierend wirken). In Ihrem Leistungstief sind Routinetätigkeiten (C-Aufgaben) sinnvoll, oder Sie pflegen soziale Kontakte. B-Aufgaben können am besten nach dem Anstieg der Leistungskurve am späten Nachmittag begonnen werden.