Zum aktuellen Forschungsstand des fötalen Alkoholsyndroms

Annika Drozella


7. Schlußfolgerungen

Die großen Verlierer sind die betroffenen Kinder. Ihre leiblichen Mütter sind zumeist nicht in der Lage, die Kinder angemessen zu versorgen Ihnen wird dann das Sorgerecht entzogen und die Kinder kommen nach dem schwierigen Zusammenleben mit der abhängigen Mutter in ein Heim oder eine Pflegestelle. Doch es ist schwierig für Kinder mit Behinderungen eine Pflegestelle zu finden, da sich viele Familien ein möglichst junges und gesundes Kind wünschen.

 

Die Kinder mit FAS/FAE haben keine Lobby. Ihre leiblichen Mütter sind in ein Geflecht von Schuldgefühlen und Abhängigkeit vom Alkohol verstrickt, sie können nicht für ihre Kinder eintreten, in den Heimen ist keine Zeit, um sich auf eine Behinderungsart zu konzentrieren, so dass nur die eventuellen Pflegeeltern bleiben. Doch die Problematik will niemand so richtig wahrhaben.

Dies ist auch daran zu erkennen, dass sich in Deutschland nahezu nur die Medizin mit dem FAS/FAE beschäftigt. Nahezu alle deutschen Artikel und Dissertationen zum Thema stammen aus dem Raum Münster, wo Prof. Dr. med. Löser arbeitet (s. Literaturliste).

Pädagogisch orientierte Artikel habe ich nur wenige finden können, besser sieht da die Lage in Nordamerika aus.

 

Menschen mit FAS/FAE werden nicht nur an der Schule zur individuellen Lebensbewältigung, sondern in nahezu allen pädagogischen Bereichen anzutreffen sein, so dass es wichtig ist, dass alle Mitarbeiterinnen im pädagogischen Sektor über die besonderen Bedürfnisse dieser informiert sind.

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11.03.01