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Zauberwelt Korallenriff in Nachttauchgängen mit HiTec Fluoreszenz für den Sporttaucher

aber: hat die Technik noch einen anderen Sinn?

Mit diesem Fluoreszenzverfahren kann man lebende von toten Korallen sowie unterschiedliche Arten im Groß-Scan-Verfahren (large scale scanning) unterscheiden. Somit sind bei der weltweiten Klimaerwärmung und Umweltverschmutzung Aussagen möglich über den Zustand von Korallenriffen. Ergebnisse über den Zustand von Korallenriffen sollten Regierungsstellen dazu ermuntern, die bereits vorhandenen Gesetze strikt anzuwenden und durchzusetzen. Die Erhaltung dieses sensiblen Ökosystems ist insbesondere für die Existenzgrundlage der lokalen Bevölkerung lebensnotwendig. Weitere Erklärungen siehe unten.

Korallenriffe stellen neben den Regenwäldern eine der artenreichsten Lebensgemeinschaften (Ökosysteme) dar. Riffbildende Korallen sind weltweit durch natürliche und auf den Menschen zurückgehende (anthropogene) Faktoren bedroht. Sie enthalten symbiontische Algen, die für den Stoffwechsel der Polypen lebensnotwendig sind. Werden sie aufgrund erhöhter Meereswassertemperatur, Ozeanversauerung, Verschmutzung des Meerwassers (Abwasser, Schweröl, Chemikalien), UV-Strahlen, etc.   ausgestoßen, stirbt die Koralle ab, und man spricht von Coral Bleaching (Korallenbleiche). Es bleibt nur noch das weiße Kalkskelett zurück. Die Farben der Korallen beruhen auf unterschiedlichen, artspezifischen Chromophoren enthaltene Proteine der GFP-Familie. Die Symbionten dagegen verleihen der Koralle lediglich eine braune Farbe. Das grün fluoreszierende Protein wurde zuerst aus der Qualle Aequorea victoria isoliert (Chemie-Nobelpreis 2008). Die verwandten Proteine der Korallen werden durch kurzwelliges Licht (kleiner als 480 nm) zum Leuchten (Fluoreszenz) angeregt, d.h. in Blau, Grün, Gelb und Rot.
Besonders eindrucksvoll sind diese Farben
lebender Korallen während Nachttauchgängen zu beobachten. Der Taucher erhält das Gefühl, dass er sich in einem farbenfrohen Blumengarten befindet. Der populäre Name Blumentiere für die Korallen erhält somit eine echte Bedeutung. Aber auch viele Fische und Krebse zeigen Fluoreszenz.
In  Kooperation mit OSRAM Semiconductors haben wir eine HiTec –Fluoreszenzleuchte entwickelt, die in Night Dives eine großflächige Beleuchtung des Riffes ermöglicht. Zugleich  können aber auch
kleinste regenerierende Korallenpolypen-Kolonien als winzige leuchtende Punkte erkannt werden. In Zusammenarbeit mit SUBEX THE ART OF DIVING konnte in der El Quadim Bucht, El Quseir, Ägypten, die in ihrer Intensität den bisher bekannten Leuchten weit überlegenen HiTec Fluoreszenzlampe getestet werden. Somit ist dieses Verfahren nicht nur für wissenschaftliche Analysen, sondern auch für die Sporttaucher von  besonderer Bedeutung. In Nachttauchgängen taucht man im wahrsten Sinne des Wortes ein, in eine Zauberwelt von bisher ungeahnter Schönheit.

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