Julia Amslinger

Amslinger, Julia (2017): Eine neue Form von Akademie "Poetik und Hermeneutik" – die Anfänge. Wilhelm Fink. Paderborn.

  • Die in den frühen 60er Jahren gegründete Forschungsgruppe Poetik und Hermeneutik hat maßgeblichen Anteil an der intellectual history der Bundesrepublik. Das vorliegende Buch ist die erste wissenschaftsgeschichtliche Monographie zu dieser bemerkenswerten ›Akademie‹. Hans Robert Jauß, Hans Blumenberg und Clemens Heselhaus – allesamt ordentliche Professoren für Romanistik, Philosophie und Germanistik in Gießen – luden im Sommer 1963, achtzehn Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur einen Kreis von zwanzig Personen zu einem Kolloquium der besonderen Art an ihre Universität: dem ersten Treffen der Gruppe Poetik und Hermeneutik. Das vorliegende Buch beschreibt entlang der Nachlässe von Hans Blumenberg, Hans Robert Jauß und anderer Teilnehmer die Anfangsphase der Forschungsgruppe. Der Traum einer forschenden Gemeinschaft wurde unter Ausschöpfung intellektueller, finanzieller, theoretischer, bürokratischer und medientechnischer Mittel in die Tat umgesetzt und gestaltete sich dann in der Realität gänzlich anders als geplant.

Iuditha Balint

Balint, Iuditha / Nusser, Tanja / Parr, Rolf  (Hrsg.) (2017): Kathrin Röggla. München, edition text + kritik

  • Kathrin Röggla (*1971 in Salzburg) gehört zu den meistrezipierten deutschsprachigen AutorInnen der Gegenwart. Ihr Werk ist breit gefächert und umfasst sowohl Prosa als auch Texte für Radio, Fernsehen und Theater. Die ästhetischen Dimensionen der Texte Kathrin Rögglas und die in ihnen problematisierten Diskurse, Themen und Phänomene werden in der Forschung häufig als repräsentativ für einen neuen Realismus gesehen, der dem Anspruch auf Dokumentarizität und Authentizität gerecht zu werden sucht, dabei aber gleichzeitig die Fiktionalitätstauglichkeit und den Konstruktionscharakter der tangierten Bereiche hervorhebt. Die in diesem Band versammelten Beiträge nehmen literarische, essayistische, filmische, dramatische und akustische Werke Rögglas in den Blick. Sie gehen literarischen Traditionslinien nach, untersuchen poetologische Eigenheiten der Werke und legen in ihnen verhandelte Diskurse offen.

Michael Beißwenger

Beißwenger, Michael / Pappert, Steffen (2019): Handeln mit Emojis. Grundriss einer Linguistik kleiner Bildzeichen in der WhatsApp-Kommunikation. Essen, Universitätsverlag Rhein-Ruhr

  • Kann man sich aus linguistischer Perspektive mit Emojis beschäftigen? Man kann. Und: Man muss. Denn die große Beliebtheit, derer sich kleine Bildzeichen in der internetbasierten Kommunikation erfreuen, legt nahe, dass Emojis wichtige Aufgaben bei der sozialen Organisation und Gestaltung von Kommunikation übernehmen. Im Zentrum dieses Buches stehen Emojis im Gebrauch: Es geht um die Frage, in welchen Funktionen Emojis von Kommunikationsbeteiligten, die zueinander in ganz unterschiedlichen Beziehungen stehen, vor dem Hintergrund konkreter Kommunikationsanlässe und einer jeweiligen kommunikativen Vorgeschichte genutzt werden. Michael Beißwenger und Steffen Pappert entwickeln einen Beschreibungsrahmen, der aus linguistischer und pragmatischer Perspektive aufzeigt, was Emojis für die Herstellung und Sicherung von Sinn und Verstehen in dialogisch-sequenzieller Kommunikation leisten. Die Anwendung dieses Beschreibungsrahmens wird an zahlreichen Beispielen aus privaten WhatsApp-Interaktionen vorgeführt.

Ute K. Boonen

Boonen, Ute K. / Harmes, Ingeborg (2013): Niederländische Sprachwissenschaft. Eine Einführung. in Zusammenarbeit mit Michaela Poß, Truus Kruyt und Gunther De Vogelaer. narr studienbücher. Narr, Tübingen.

  • ISBN: 978-3-8233-6771-0

Boonen, Ute K. (2010): Die mittelniederländische Urkundensprache in Privaturkunden des 13. und 14. Jahrhunderts. Vorlagen, Normierung, Sprachgebrauch. (Niederlande-Studien 47). Waxmann, Münster.

  • Während des Mittelalters wird das Lateinische als traditionelle Urkundensprache allmählich von den Volksprachen verdrängt.In den Niederlanden erfolgt die Ablösung des Lateins durch das Mittelniederländische während des 13. und 14. Jahrhunderts. Der Prozess der Verschriftlichung des Mittelniederländischen und das Verhältnis von Latein und Volkssprache stehen seit einigen Jahren verstärkt im Interesse der Forschung. Die vorliegende Studie untersucht, wie Skribenten bei der Umsetzung der lateinischen Formeln ins Niederländische vorgehen. Wird das Lateinische wörtlich übersetzt? Entwickelt sich eine eigene mittelniederländische Fachsprache? Die Untersuchung von rund 2000 Urkunden zeigt, dass die Skribenten bestimmte Formeln als Vorlage auswählen und sich bei der Übertragung ins Mittelniederländische langsam von den Vorlagen emanzipieren. Trotz des stereotypen Sprachgebrauchs in den Urkunden lassen sich lexikalische und syntaktische Unterschiede feststellen, die durch die regional unterschiedliche Ausprägung der mittelniederländischen Schreibsprache bedingt sind.

 

Heinrich Bosse

Bosse, Heinrich (2012): Bildungsrevolution 1770-1830: Herausgegeben mit einem Gespräch von Nacim Ghanbari. Reihe Siegen. Beiträge Zur Literatur-, Sprach- Und Medienwissenschaft. Universitätsverlag Winter.

Bosse, Heinrich / Elias, Otto-Heinrich / Taterka, Thomas (Hrsg.) (2011): Baltische Literaturen in der Goethezeit. Würzburg.

  • Die aus einer Tagung in Riga/Lettland hervorgegangenen 14 Beiträge internationaler Forscher behandeln deutsche, lettische und estnische Literaturprobleme um 1800. Die Aufklärung einerseits, das erwachende Nationalbewußtsein andererseits führen in einem inhomogenen Kulturraum, der politisch Rußland untersteht, zu Spannungen, Differenzen, aber auch Entsprechungen in den verschiedenen Nationalliteraturen.

Bosse, Heinrich / Renner, Ursula (Hrsg.) (2010): Literaturwissenschaft. Einführung in ein Sprachspiel. Zweite überarb. Aufl. Freiburg.

  • Die 21 Beiträge des Bandes behandeln grundlegende sprachliche und sachliche Operationen in der Literaturwissenschaft, nicht im Sinne einer Vereinfachung, sondern im Sinne einer Verdeutlichung dessen, was wir tun. Der Band ist zuerst 1999 erschienen

Bosse, Heinrich / Elias, Otto-Heinrich / Schweizer, Robert (Hrsg.) (2005): Buch und Bildung im Baltikum. Festschrift für Paul Kaegbein (Schriften der Baltischen Historischen Kommission 13). Münster.

  • Der Sammelband vereint Beiträge internationaler Forscher zu Ehren des Bibliothekswissenschaftlers Paul Kaegbein. Sie reichen von bibliotheks- und buchgeschichtlichen Fragestellungen bis in die Literatur- und Sozialgeschichte der baltischen Länder.

 

Rüdiger Brandt

Brandt, Rüdiger (2009): Konrad von Würzburg. Schmidt, Berlin.

Brandt, Rüdiger / Fröhlich, J. / Seidel, K. O. (Hrsg.): Perspicuitas (ff.).

Brandt, Rüdiger / Lau, D. / Seidel, K. O. (Hrsg.): Lateres (ff.).

 

Jane Brückner

Brückner, Jane (2010): Usbekisch-deutsche Studien III. Sprache – Literatur – Kultur – Didaktik, hg. von Rudolf Suntrup, Kordula Schulze, Jane Brückner, Kristina Rzehak, Tomas Tomasek, Khalida Madjitova, Iraida Borisova, Abduzukhur Abduazizov (= Deutsch-usbekische Studien, Band 3,1 und 3,2). Münster.

 

Hermann Cölfen

Bringer, Klaus / Cölfen, Hermann / Pappert, Steffen (2014): Linguistische Textanalyse: eine Einführung in Grundbegriffe und Methoden. 8., neu bearb. und erw. Aufl. Erich Schmidt, Berlin.

Cölfen, Hermann (Hrsg.) (2014): Sprache und Datenverarbeitung. International Journal for Language Data Processing: SDV Vol. 36 Heft 2/2012: E-Books – Fakten, Perspektiven und Szenarien.

  • ISSN: 0343-5202

Cölfen, Hermann / Helmer, Karl / Herchert, Gaby (Hrsg.) (2012): "Aller Ehren werth und nicht leicht zu ersetzen..." Bewahrung, Erschließung und Interpretation von Archivbeständen. Syposion der AEET in Hansühn am 11.02.2011. Duisburg.

  • Schriftenreihe der AEET Bd. 1

 

Heinz Eickmans

Eickmans, Heinz / van Gemert, Guillaume / Tervooren, Helmut (2011): Das "Kerkelyk leesblad" (1801/02). Eine Zeitschrift für den Niederrhein zwischen Aufklärung und Traditionalität. (Schriftenreihe der Niederrhein-Akademie ; Bd. 10). Pomp, Bottrop.

  • Abstract:
    Der vorliegende Band rückt eine niederrheinische Zeitschrift aus dem Beginn des 19. Jahrhunderts ins Bewusstsein, die für lange Zeit fast vollkommen in Vergessenheit geraten war: das Kerkelyk Leesblad ten Dienste der Cleefs- en Gelderlandsche Catholyken, das in den Jahren 1801 und 1802 in Anholt und in Emmerich gedruckt und am gesamten unteren Niederrhein verbreitet wurde. Dieses weltweit in nur wenigen Exemplaren nachzuweisende Periodikum wird hier in einer sorgfältigen Auswahl wieder zugänglich gemacht. In drei einführenden Beiträgen beschreiben die Herausgeber das zeit- und ideengeschichtliche Umfeld, in dem die Zeitschrift erschien, und ordnen sie in die zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch stark niederländisch geprägte Kultur- und Sprachgeschichte des Niederrheins ein. Ein Inhaltsverzeichnis der beiden Jahrgänge des Kerkelyk Leesblad informiert abschließend über den Gesamtinhalt und -umfang der Zeitschrift, deren Texte im vorliegenden Band zu mehr als einem Drittel neu herausgegeben werden.

Cornelissen, Georg / Eickmans, Heinz (Hrsg.) (2010): Familiennamen an Niederrhein und Maas. Von Angenendt bis Seegers/Zeegers. (Schriftenreihe der Niederrhein-Akademie ; Bd. 9). Pomp, Bottrop.

  • Abstract:
    Viele der heutigen Familiennamen an Niederrhein sind alt: entstanden in einer Zeit, als der Raum noch nach Westen hin offen war. So erklärt sich, warum die meisten der für den Niederrhein typischen Namen auch jenseits der Staatsgrenze vorkommen, Janssen, Peters, Derksen - Namen wie diese verbinden das Gebiet beiderseits der Grenze, und nicht selten sind die Träger und Trägerinnen solcher Namen auch noch miteinander verwandt. Der vorliegende Sammelband "Familiennamen an Niederrhein und Maas" trägt dem in seinen sieben Beiträgen Rechnung: Beide Seiten der Grenze werden in den Blick genommen, wobei die Familiennamenlandschaft sowohl aus deutscher wie aus niederländischer Perspektive behandelt wird.

Eickmans, Heinz / Engelbrecht, Jörg (2008): Blick gen Westen. Deutsche Sichtweisen auf die Niederlande und Flandern. Agenda, Münster.

  • Abstract:
    Die beiden in der vorliegenden Publikation versammelten Beiträge widmen sich verschiedenen Aspekten des deutschen Blicks auf unsere westlichen Nachbarn, die Niederlande und Flandern. Jörg Engelbrecht schildert unter dem Titel Phlegma und überall Phlegma die deutsche Sicht auf die Niederlande im 18. und 19. Jahrhundert, Heinz Eickmans widmet sich in seinem Beitrag dem deutschen Interesse an Flandern, insbesondere dem Engagement deutscher Philologen, Verleger und Literaten für die Sprache und Literatur Flanderns im 20. Jahrhundert.

Eickmans, Heinz / Missinne, Lut (Hrsg.) (2005): Albert Vigoleis Thelen - Mittler zwischen Sprachen und Kulturen. (Niederlande-Studien ; Bd. 38). Waxmann, Münster / New York.

  • Beiträge eines gleichnamigen Kolloquiums am 21./22.11.2003 in Münster.
  • Abstract:
    Übergreifende Thematik des Bandes ist die Position des Schriftstellers, Kritikers und Übersetzers Thelen als Mittler zwischen unterschiedlichen Kulturen, Literaturen und Sprachen. Die Beiträge liefern neue, interdisziplinär orientierte Zugänge zum Werk und Wirken Thelens sowohl aus literatur- und kulturwissenschaftlicher als auch aus sprach- und übersetzungswissenschaftlicher Sicht. Neben Aspekten wie dem autobiographischen oder faschismuskritischen Gehalt des schriftstellerischen Werkes werden die Kontakte Thelens zu den Niederlanden und seine Tätigkeit als kultureller Vermittler (Literaturkritiker und Übersetzer) untersucht.

 

Patrick Eiden-Offe

Eiden-Offe, Patrick (2011): Das Reich der Demokratie. Hermann Brochs „Der Tod des Vergil“.  Wilhelm Fink Verlag, München/Paderborn.

  • Die Demokratie kann nur überleben, wenn sie sich als Reich verwirklicht - so lautet die provokative These, die Hermann Broch in seinem Roman Der Tod des Vergil propagiert.
Als Modell eines solchen Reichs dienen Broch die USA. Erst im Lichte aktueller Debatten um ein American Empire kann die Sprengkraft der brochschen Entwürfe in vollem Umfang ermessen werden.
In seinem 1945 erschienenen Roman Der Tod des Vergil und in seinen umfangreichen Versuchen zur politischen Theoriebildung konstruiert Broch eine Parallele zwischen Rom und den USA, um die demokratisch-universalistischen Implikationen der politischen Form des Reichs zu mobilisieren.

 

Andreas Erb

Erb, Andreas (Hrsg.) (2012): Norbert Scheuer: Kant, die Provinz und der Roman. Aisthesis, Bielefeld.

Erb, Andreas (2011): Händl Klaus: Auf Umwegen. UVRR, Duisburg.

  • Auswahl von Primärtexten des österreichischen Dramatikers Händl Klaus und literatur-, theaterwissenschaftliche Essays.

Erb, Andreas / Bauer-Funke, C. / Ißler, R. / Renner, U. (2010): Theater über Tage – 2009. Jahrbuch für das Theater im Ruhrgebiet. Rhema, Münster.

Erb, Andreas (2006): G. Büchner: Lenz. Editionen für den Literaturunterricht. Klett, Stuttgart/Leipzig.

Erb, Andreas (2005): A. Schnitzler: Traumnovelle. Editionen für den Literaturunterricht. Klett, Stuttgart/Leipzig.

 

Thomas Ernst

Parr, Rolf / Ernst, Thomas / Conter, Claude D. (Hrsg.) (2014): Guy Helminger. Ein Sprachanatom bei der Arbeit. Synchron, Heidelberg.

  • Abstract:
    Gedichte, Theaterstücke, Hörspiele, Drehbücher, Blogs und Romane gehören zum umfangreichen Werk des Schriftstellers Guy Helminger. 1963 in Luxemburg geboren, schreibt er hauptsächlich auf Deutsch. Ein neuer Sammelband nähert sich seinen Texten nun auf ungewöhnliche Weise: Er enthält die drei Poetikvorlesungen, die Helminger im Sommer 2012 als Poet in Residence an der UDE gehalten hat, als Texte und als Mitschnitte auf DVD. Sprache als Körper auf dem Seziertisch des Schriftstellers – in seinen Essener Vorträgen gewährte Guy Helminger Einblicke in seinen „Anatomieraum“. Ergänzt werden die Vorlesungen durch Beiträge von WissenschaftlerInnen des Luxemburger Centre national de littérature Mersch, der Université du Luxembourg und der Universität Duisburg-Essen. Der Band, Ergebnis einer schon länger bestehenden produktiven Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen, eröffnet so neue Zugänge zu Helmingers Werk und der großen Bandbreite seines Sch
    reibens.
  • ISBN: 978-3-939381-69-3

Ernst, Thomas (2013): Literatur und Subversion. Politisches Schreiben in der Gegenwart. Bielefeld.

  • Reihe: Literalität und Liminalität.
  • Es ist bis heute eine höchst umstrittene Frage, ob und wie literarische Texte als eine Form politischen Schreibens betrachtet werden können. In einer kritischen Auseinandersetzung mit historischen und theoretischen Konzepten entwickelt Thomas Ernst hierzu ein komplexes literatur- und kulturwissenschaftliches Analysemodell für die Gegenwart, das von einem differenzierten Begriff der Subversion ausgeht. Mit diesem Instrumentarium gelingt es, drei exemplarische Felder der politischen Gegenwartsprosa - die avancierte Popliteratur (Meinecke), die »Migrationsliteratur« (Zaimoglu) und die »Untergrundliteratur« (Social Beat) - auf ihre subversiven Potenziale und ästhetischen Aporien hin zu untersuchen.

Ernst, Thomas / Heimböckel, Dieter (Hrsg.) (2012): Verortungen der Interkulturalität. Die Europäischen Kulturhauptstädte Luxemburg und die Großregion (2007), das Ruhrgebiet (2010) und Istanbul (2010). Bielefeld.

  • Interkulturalität. Studien zu Sprache, Literatur und Gesellschaft, Nr. 1.
  • Die Initiative der Europäischen Kulturhauptstadt soll dazu beitragen, interkulturelle Prozesse auf städtischer, nationaler und europäischer Ebene zu reflektieren und zu fördern. Mit diesem Anspruch gehen jedoch zahlreiche gesellschaftliche, räumliche, kulturelle und ästhetische Probleme einher, die nicht immer befriedigend zu lösen sind.
  • Der daraus entstehenden Gemengelage von Europa und Regionalität, Identität und Pluralität, Kommerz und Kunst widmet sich dieser Sammelband aus einer interdisziplinären Perspektive. Er vergleicht erstmals exemplarisch die Kulturhauptstadtjahre in der Großregion Luxemburg (2007), im Ruhrgebiet (2010) und in Istanbul (2010) und stellt dabei Interkulturalität als raum- und kulturübergreifendes Phänomen kontrastiv ins Zentrum der Analysen.

Ernst, Thomas / Neuner, Florian (Hrsg.) (2010): Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur. Oberhausen.

  • Diese Anthologie präsentiert die Gegenwartsliteratur über das Ruhrgebiet in siebzehn ausgewählten Prosatexten von den 1980er Jahren bis heute. Damit gibt sie erstmals einen Überblick über die ganze Bandbreite der Literatur, die seit dem Ende der industriellen Epoche über das Ruhrgebiet geschrieben wird. Sie versammelt auch überregional wahrgenommene Autoren aus dem Ruhrgebiet neben bekannten Autoren von außerhalb, die über ihre Arbeit und Besuche im Ruhrgebiet berichten. Daneben finden sich auch einige echte Entdeckungen, die der Ruhrgebietsliteratur neue Facetten hinzufügen. Ein materialreicher Essay bietet zudem eine systematische Übersicht über das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur – von der erzählenden und experimentellen Prosa über die groteske, satirische und migrantische Literatur bis hin zur Pop- und Untergrundliteratur und zu den neuen Medien.

Ernst, Thomas / Neuner, Florian (Hrsg.) (2009): Europa erlesen: Ruhrgebiet. Klagenfurt.

  • Das Ruhrgebiet fungiert 2010 als Kulturhauptstadt Europas, weshalb die Herausgeber vor allem abseitige, vergessene, groteske, experimentelle und popkulturelle Texten über das Ruhrgebiet versammelt haben, um auf diese Weise der Topografie ‚Ruhrgebiet’ einen Platz in der Literaturgeschichte zuzuweisen, der sich jenseits von Arbeiterliteratur, Dialekt-Comedy oder Ruhrkrimis befindet. Die Anthologie zeigt, dass eine avancierte literarische Sprache im besten Fall von der Gebrochenheit, Entfremdung und Absurdität des Lebens kündet - und dass sich diese zentrale Eigenschaft der modernen Literatur auch in der Beschäftigung mit dem erlesenen Ruhrgebiet bestätigen lässt.

Enst, Thomas / Gozalbez Cantó, Patricia / Richter, Sebastian / Sennewald, Nadja / Tieke, Julia (Hrsg.) (2008): SUBversionen. Zum Verhältnis von Politik und Ästhetik in der Gegenwart. Bielefeld.

  • Vor dem Hintergrund aktueller theoretischer Ansätze stellt dieser Band die Frage, wie sich das Verhältnis von Politik und Ästhetik in der Gegenwart gestaltet und inwiefern sich der Begriff der Subversion eignet, um dieses Verhältnis zu beschreiben. Zunächst setzen sich die AutorInnen mit Geschichte, Strategien und Wirkungen subversiver Konzepte auseinander. Anschließend werden zahlreiche Felder der Kunst wie Literatur, Theater, Fotografie, Film und Fernsehen sowie Bildende Kunst und Mode untersucht. Schließlich werden aus diesen Betrachtungen Schlüsse gezogen.

 

Bernhard Fisseni

Fisseni, Bernhard (2011): Focus: Interpretation? Empirical Investigations on Focus Interpretation. UVRR, Duisburg.

  • Dissertationsschrift
  • The study empirically examines the interpretation of focus accents in German. To this end, a methodology is developed, and it is discussed how experimental investigation can proceed at the current state of the focus theory. Methodologically, experiments directly measuring interpretation provide an alternative to the widespread practice of using only empirical preference and production data to investigate the interpretation of stimuli, and it is shown why such an alternative is necessary.The empirical results show that one must extend and restrict theories assuming an association of free focus and scalar implicature (exhaustivity) or question–answer congruence as follows: On the one hand, situational factors in the interpretation must be taken into account to a greater extent than until now, especially their interaction with ‘physical’ properties of the speech signal (focus marking). On the other hand, a prototypical definition of Focus is called for which connects the major concepts of focus on the phonetic-phonological, semantic and information-structural levels and takes their prototypical coincidence to be the basis of focus interpretation and corresponding intuitions.

Fisseni, Bernhard / Schmitz, Hans-Christian / Schröder, Bernhard / Wagner, Petra (Hrsg.) (2005): Sprachtechnologie, mobile Kommunikation und linguistische Res­sour­cen. Beiträge zur GLDV-Tagung 2005 in Bonn. Peter Lang, Frankfurt.

 

Derya Gür-Şeker

Gür-Şeker, Derya (2012): Transnationale Diskurslinguistik. Theorie und Methodik am Beispiel des sicherheitspolitischen Diskurses über die EU-Verfassung in Deutschland, Großbritannien und der Türkei. Hempen Verlag, Bremen. (Sprache, Politik, Gesellschaft; 6)

 

Ulrike Haß

Haß, Ulrike/Storjohann, Petra (Hgg.) (2015): Handbuch Wort und Wortschatz. Berlin/Boston (de Gruyter).

  • Was Wort und Wortschatz sind, scheint auf den ersten Blick völlig unstrittig. Aber der sicher geglaubte Begriff des Worts wandelt und verschiebt sich hin zu Wortfügungen und Wortelementen, wenn Methoden aus Mündlichkeitsforschung, kognitiver und Korpuslinguistik einbezogen werden. Das Wort und der Wortschatz, verstanden als beziehungsreiches Gefüge zwischen den nur scheinbar isolierten Einzelwörtern, werden in sprachsystematischen wie anwendungsbezogenen Perspektiven beleuchtet: Bestandteile, aus denen Wörter bestehen, mehr oder weniger feste Wortverbindungen, Wörter in Satz- bzw. Äußerungszusammenhang; Wortschätze betrachtet nach Umfang, Zusammensetzung und Anwendungszweck; Wörter in visuellen Kontexten; Bedeutung und Begriff; Wörter und Wortschätze in sprachkritischer, in diachroner Sicht, in der Rechtschreibung, in der Schönen Literatur, im Wortschatzerwerb und im Wörterbuch. Notwendigerweise wird besonderes Augenmerk auf die aktuelleren methodischen Möglichkeiten wortbezogener Forschung gelegt, insofern sie maßgeblich zu einem flexibilisierten, dynamischen Verständnis des Worts beigetragen haben und beitragen. Die Handbuchbeiträge verbinden grundlegende Informationen zum jeweiligen Thema mit aktuellen Forschungsperspektiven.

Haß, Ulrike / Honsberg, Daniel / Mertens, Lea / Rabenstein, Corvin (2012): UniDEutsch für Studis. Ein Wörterbuch für Studierende der Universität Duisburg-Essen. UVRR, Duisburg.

  • Abstract:
    Das (Wörter-)Buch ist an alle Universitätsneulinge gerichtet, speziell Studierende der Universität Duisburg-Essen, aber auch Neulinge unter den Dozentinnen und Dozenten werden darin Aufklärung finden. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf dem Sprachgebrauch an der UDE und orientiert sich im Zweifelsfall an den Gepflogenheiten ihrer größten Fakultät, der Fakultät für Geisteswissenschaften. Die meisten Stichwörter sind aber nicht ortsspezifisch, sondern einfach Uni-Deutsch.
  • Das Buch basiert auf den Ergebnissen des Seminars "Einführung in die Lexikographie", das im Wintersemester 2010/11 von Ulrike Haß durchgeführt wurde. Gemeinsam entwickelten und realisierten die Semianrteilnehmerinnen und -teilnehmer das Konzept eines Wörterbuchs für 'ahnungslose Erstsemester' der UDE. Ein kleines Team aus Studierenden hat den Grundstock an Wortartikeln gemeinsam mit der Seminarleiterin überarbeitet und um neue Stichwörter ergänzt.

Haß, Ulrike (Hrsg.) (2011): Große Lexika und Wörterbücher Europas. Europäische Enzyklopädien und Wörterbücher in historischen Porträts. De Gruyter, Berlin u.a.

  • Abstract:
    Der Band porträtiert 'große' Nachschlagewerke als Meilensteine der europäischen Kultur- und Wissensgeschichte seit Beginn der Neuzeit. Er bietet heutigen Lesern Zugänge zum Informationspotenzial der wichtigsten und aktuell interessierenden europäischen Wörterbücher und enzyklopädischen Lexika. Sechsundzwanzig Werke (u.a. Encyclopaedia Britannica, Der Brockhaus, Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Oxford English Dictionary, der Duden oder Wikipedia, um die prominentesten zu nennen) werden in Porträts kontextualisiert, die sich auch als ein Stück 'spannender' Wissensgeschichte lesen lassen.
  • Europa als Wissensraum: Bekanntlich leben wir in einer ‚Wissensgesellschaft‘. An ihrem Anfang war – das Wörterbuch, und die Enzyklopädie kam bald hinzu. Obwohl es Wörterbücher und Enzyklopädien in vielen verschiedenen Sprachen und auch in Brückenfunktion zwischen vielen Sprachen gibt, bilden sie ein gesamteuropäisches Netz, das die Grenzen der einzelnen Sprache und die einzelnen Kultur immer schon überschritten hat. So konnte bei allen Unterschieden ein großer gemeinsamer Wissensschatz entstehen, ohne den die überbordende Informationsfülle des Internets nicht entstanden wäre.
    Der Sammelband versucht, Europa als Wissensraum zu begreifen und in seinen wichtigsten Nachschlagewerken, wahren Meilensteinen der Wissensdokumentation, weiter zu erforschen. An die dreißig Werke aus England, Frankreich, Deutschland, Spanien, den Niederlanden, Dänemark, Schweden und der Ukraine seit dem Beginn der Neuzeit werden in 27 Porträts präsentiert und dabei auch in ihren gesellschaftlichen Kontext eingebettet, sodass man die Texte auch als ein Stück 'spannender Wissensgeschichte' lesen kann.
    Das Buch bietet zeigt heutigen Leserinnen und Lesern auch ganz praktische Zugänge zum Informationspotenzial der wichtigsten und aktuell interessierenden europäischen Wörterbücher und enzyklopädischen Lexika, von denen die meisten inzwischen auch digital zugänglich sind. Das erleichtert ihre Benutzung aber nur technisch. Erst wenn man die Geschichte hinter dem Lexikon kennt, fangen die Informationen an ‚zu sprechen‘.

 

Gaby Herchert

Cölfen, Hermann / Helmer, Karl / Herchert, Gaby (Hrsg.) (2012): "Aller Ehren werth und nicht leicht zu ersetzen..." Bewahrung, Erschließung und Interpretation von Archivbeständen. Syposion der AEET in Hansühn am 11.02.2011. Schriftenreihe der AEET Bd. 1. Duisburg.

Herchert, Gaby / Löwenstein, Sascha (Hrsg.) (2011): Von der Säkularisierung zur Sakralisierung. Spielarten und Gegenspieler der Vernunft. Berlin.

Herchert, Gaby (2010): Einführung in den Minnesang. Darmstadt.

Helmer, Kark / Herchert, Gaby / Löwenstein, Sascha (Hrsg.) (2009): Bild, Bildung, Argumentation. Würzburg.

Herchert, Gaby / Löwenstein, Sascha / Gutjahr, Elisabeth / Dörpinghaus, Andreas (Hrsg.) (2006): Karl Helmer: Ars rhetorica. Würzburg.

 

Wolfgang Imo

Imo, Wolfgang / Denkler, Markus / Günthner, Susanne / Macha, Jürgen / Meer, Dorothee / Stoltenburg, Benjamin /  Topalovic, Elvira (Hrsg.) (2008): Frischwärts und unkaputtbar - Sprachverfall oder Sprachwandel im Deutschen. Aschendorff, Münster.

Imo, Wolfgang / Günthner, Susanne / Meer, Dorothee / Schneider, Jan Georg (Hrsg.): Kommunikation und Öffentlichkeit.

Imo, Wolfgang / Günthner, Susanne (Hrsg.) (2006): Konstruktionen in der Interaktion. Berlin: de Gruyter.

Imo, Wolfgang (2007): Construction Grammar und Gesprochene-Sprache-Forschung: Konstruktionen mit zehn matrixsatzfähigen Verben im gesprochenen Deutsch. Niemeyer, Tübingen. (Dissertation)

 

Clemens Kammler

Kammler, Clemens / Frickel, Daniela A. / Rupp, Gerhard (Hrsg.) (2012): Literaturdidaktik im Zeichen von Kompetrenzorientierung und Empirie. Perspektiven und Probleme. Fillibach, Freiburg i.Br.

  • Mit diesem Band liegt erstmals seit einem knappen Jahrzehnt wieder das Ergebnis einer gemeinsamen Verständigung zumindest eines Teils der Deutschdidaktik, nämlich der Literaturdidaktik, vor. Diese Verständigung geht auf die Wiederbelebung des Arbeitskreises Literaturdidaktik im Symposion Deutschdidaktik seit dem Symposion Deutschdidaktik in Köln 2008 zurück. Seitdem trifft sich der Arbeitskreis unter der Leitung von Clemens Kammler und Gerhard Rupp ein- bis zweimal jährlich zu einer gemeinsamen Tagung. Der Arbeitskreis Literaturdidaktik im Symposion Deutschdidaktik legt hier seine erste gemeinsame Publikation vor. Die Publikation dokumentiert die breite Reichweite von möglichen Theoriezugriffen und von Forschungsansätzen und soll die gegenwärtige literaturdidaktische Debatte vorantreiben, vor allem aber mögliche Forschungsverbünde anregen und fördern.

Kammler, Clemens (Hrsg.): Zentralabitur Deutsch (Der Deutschunterricht, H. 1/2010)

  • Ein Zentralabitur hielt man lange Zeit in den meisten deutschen Bundesländern für verzichtbar. Die Abiturthemen zu stellen war dort Sache des einzelnen Lehrers und der einzelnen Lehrerin. Erst im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts hat sich diese Situation grundlegend geändert. Bis auf Rheinland-Pfalz haben inzwischen alle Länder ein schriftliches Zentralabitur im Fach Deutsch eingeführt. Auch in Österreich bereitet man derzeit eine landesweite Zentralmatura vor. Da in Deutschland jedes einzelne Bundesland sein eigenes Konzept verfolgt, ist die Gemengelage unübersichtlich. Zwar gibt die Kultusministerkonferenz einheitliche Prüfungsanforderungen vor, doch über die curricularen Vorgaben, die genaue Gestaltung der Aufgabenformate und Bewertungsvorgaben entscheidet jedes einzelne Bundesland.  Das  Heft bietet eine Bestandsaufnahme der aktuellen Entwicklung, greift aber auch die kritischen Diskussionen über das Zentralabitur auf und führt sie weiter.

Kammler, Clemens / Parr, Rolf / Schneider, Ulrich Johannes (Hrsg.) (2008): Foucault - Handbuch. Metzler, Stuttgart und Weimar.

  • Der einflussreichste französische Denker der Gegenwart. Foucaults Werk hat nicht nur die Kultur- und Sozialwissenschaften entscheidend beeinflusst. Das Handbuch gibt einen systematischen Überblick über Foucaults Leben und Werk. Es stellt die Kontexte dar, aus denen heraus seine Werke entstanden sind und erklärt Grundbegriffe des Foucault’schen Denkens wie ‚Archiv’, ‚Biopolitik’, ‚Diskurs’, ‚Dispositiv’‚Genealogie’, ‚Körper’ und ‚Macht’. Außerdem enthät es ein umfangreiches Kapitel zur Rezeption in den verschiedenen Disziplinen.

Kammler, Clemens / Josting, Petra / Schubert-Felmy, Barbara (Hrsg.) (2008): Literatur zur Wende. Grundlagen und Unterrichtsmodelle. Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler.

  • Dass die Auseinandersetzung mit der jüngsten deutschen Geschichte in der Schule zu wenig und vor allem kaum nachhaltig erfolgt, wird seit geraumer Zeit beklagt. Kenntnisse über die Geschichte der deutschen Teilung, über SED-Regime, Mauerbau und Wende sind bei Jugendlichen oft nur rudimentär vorhanden.  Im vorliegenden Buch, das fachwissenschaftlichen Darstellungen und Unterrichtsmodelle zur "Wendeliteratur" entält geht es nicht nur um die Möglichkeit von Auseinandersetzung mit Fakten, sondern auch um Perspektivenübernahme und Empathie. Es versteht sich als Beitrag zu dem Versuch, über  die Vermittling historischer Kenntnisse und Anteilnahme hinaus die Kluft zwischen Ost und West zu überbrücken.

Kammler, Clemens (2006): Uwe Timm, Am Beispiel meines Bruders. Oldenbourg Interpretationen, München.

  • Fachwissenschaftliche Analyse und Unterrichtsmodell zur o.g.  autobiographischen Erzählung Uwe Timms. Die Erzählung wird situiert im Rahmen eines Erinnerungsdiskurses, der über die Grenzen von  Literaturwissenschaft und -kritik hinausweist. Angesichts der Fülle wissenschaftlicher, literarischer und medialer Erzeugnisse zu diesem Thema stellt, geht es die Frage nach ihrer Besonderheit, die es rechtfertigt, sie  als Lektüre für den Deutschunterricht vorzuschlagen.

Kammler, Clemens (Hrsg.) (2006): Literarische Kompetenzen - Standards im Literaturunterricht. Klett/Kallmeyer, Seelze.

  • In der aktuellen Diskussion über die Standardisierbarkeit und Messbarkeit schulischer Leistungen hat sich die Unterscheidung zwischen „harten“ und „weichen“ Fächern eingebürgert, wobei man als weich gemeinhin Fächer bezeichnet, in denen hermeneutisch interpretierende Aussagen und qualitative Evaluationsverfahren überwiegen.  Dass mit einer solchen Unterscheidung die Gefahr einer Hierarchisierung einhergeht, liegt auf der Hand. In dem Band, an dem sich namhafte LiteraturdidaktikerInnen beteiligt haben, geht es um die Frage, inwieweit Bildungsstandards im Literaturunterricht möglich und sinnvoll sind. Diese Frage wird bezogen auf konkrete Gegenstände des Literaturunterrichts und entsprechende Jahrgangsstufen, in denen sie behandelt werden können. Benannt werden Möglichkeiten ihrer ergebnisorientierten Evaluation sowie Grenzen der Standardisierung und Leistungsüberprüfung. 

Kammler, Clemens / Abraham, Ulf / Baurmann, Jürgen / Feilke, Helmuth / Müller, Astrid / Tophinke, Doris / Wrobel, Dieter: Praxis Deutsch.

 

Reiner Küpper

Küpper, Reiner (2010). Der `Ghostwriter´ des `Herrenreiters´ - Der Diskurs Edgar Julius Jungs und die für den Vizekanzler Papen verfasste Marburger Rede vom 17. Juni 1934. Ein Beitrag zur Analyse der Sprache im frühen Nationalsozialismus. LAUD-Paper No. A767.

  • Am Beispiel der seinerzeit politisch hoch brisanten 'Marburger Rede', die der rechtskonservative Publizist Edgar Julius Jung für den damaligen Vizekanzler Franz von Papen verfasste, wird im Sinne der klassischen Studie des Sprachwissenschaftlers Utz Maas ein Beitrag zur Analyse der Sprache im (!) Nationalsozialismus geleistet. Die detaillierten diskurslinguistischen Untersuchungen werden in den damaligen politischen Hintergrund der frühen NS-Herrschaft eingeordnet. Auf diesem Fundament werden die heutigen Versuche, Hochkonservativen wie Edgar Julius Jung (der im Verlauf der Röhm-Affäre ermordet wurde) eine Vorbildfunktion zuzusprechen, problematisiert.

Küpper, Reiner (2009): Als der Geist der Gemeinschaft eine 'übervölkische' Sprache fand: T.S. Eliot und die Konservative Revolution. LAUD-Paper No. A735.

  • In diesem Beitrag werden Analogien zwischen der politischen Argumentation des englischen Dichters und Sozialkritikers T. S. Eliot und der deutschsprachiger Vertreter der so genannten 'Konservativen Revolution' der Zwischenkriegszeit, insbesondere Hugo von Hofmannsthals, aufgezeigt. Darüber hinaus wird auf der Basis einer detaillierten linguistischen Analyse ein Vergleich mit den für den deutschen Publizisten Edgar Julius Jung typischen sprachlichen Konstruktionen vorgenommen. Auf dieser Grundlage wird gewissermaßen - um einen zeitgenössischen Terminus aufzugreifen - eine 'übervölkische' antidemokratische Argumentationsstruktur erkennbar. Sodann wird die Frage diskutiert, inwieweit solche hochkonservativen Diskurse sich von NS-Diskursen unterscheiden; abschließend wird ein Wiederaufleben solcher Diskurse in der heutigen Rechtspresse problematisiert.

Küpper, Reiner (2008): Angewandte Hypertext-Rhetorik. Studien zur Kommunikationsqualität von Lern- und Informationshypertexten, Duisburg: Universitätsverlag Rhein-Ruhr. [Habil. Duisburg-Essen], 484 S.

  • Analysiert wird die Kommunikationsqualität von Lern- und Informationshypertexten. Die Monographie geht von der These aus, dass die Rhetorik auch für die Evaluation von Online-Lernumgebungen von Nutzen sein kann, wenn die Optimierung der Kommunikationsqualität erzielt werden soll. Hierzu wird zunächst der historische Hintergrund aufbereitet. Bei der Analyse der neuesten Entwicklungen ist die zentrale Fragen die nach der Gebrauchstauglichkeit ('usability‘) von Online-Lernangeboten. Im empirischen Teil des Projekts wird die Kommunikationsqualität von (deutschen und angelsächsischen) Lern- und Informationshypertexten zur deutschen Nachkriegsgeschichte evaluiert. Zudem wird die Fachsprache von ausgewählten Informationshypertexten analysiert. Schließlich wird die Lernwirksamkeit von Hypertextsystemen hinterfragt, wobei auch der Frage nachzugehen ist, inwieweit Links als Lernimpulse fungieren.

Küpper, Reiner (2007): Ein Jetliner auf Schienen? Ein Praxisbericht zur Kommunikationsqualität von Online-Lernumgebungen. Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie, H. 72, S. 147-161.

  • Untersucht wird die Kommunikationsqualität von Lern- und Informationshypertexten. Der Artikel geht von der These aus, dass die Rhetorik auch für die Evaluation von Online-Lernumgebungen von Nutzen sein kann, wenn letztlich eine Verbesserung der Kommunikationsqualität im Vordergrund des Interesses steht. Der Artikel konzentriert sich auf die Analyse der neuesten Entwicklungen und geht der heute zentrale Fragen nach der Gebrauchstauglichkeit ('usability‘) von Online-Lernangeboten nach. Überdies wird auf pädagogische Fragen abgehoben, wobei speziell der Frage nachgegangen wird, inwieweit Links als Impulse fungieren. Auf diesem Hintergrund wird abschließend eine kritische Beurteilung der Lernwirksamkeit von Hypertextsystemen vorgenommen.

 

Johannes F. Lehmann

Lehmann, Johannes F. (2013): Einführung in das Werk Heinrich von Kleists. Wissenschaftlichen Buchgesellschaft, Darmstadt.

  • Heinrich von Kleist, von seinen Zeitgenossen überwiegend verkannt, ist heute einer der am meisten interpretierten Autoren der deutschen Literatur. In der Radikalität, in der Kleist die Unmöglichkeit der Erkenntnis und der sprachlichen Verständigung literarisch in Szene setzt, ist er seiner Zeit weit voraus. In der Obsession für politische und emotionale Ausnahmezustände sowie für Identitäts- und Ordnungskrisen ist Kleist zugleich eine zentrale Reflexionsfigur der Moderne.
  • Auf der Grundlage der neuesten Forschungsdiskussionen wird Kleist im Feld der gesellschaftlichen, politischen, wissenschaftlichen und ästhetischen Tendenzen seiner Zeit verortet. Zugleich werden Kleists zentrale Themen und Motive sowie die Form und die Intensität ihrer Darstellung als Auseinandersetzungen mit wichtigen Fragen der Moderne verständlich gemacht.

Lehmann, Johannes F. (2012 ): Im Abgrund der Wut. Zur Kultur- und Literaturgeschichte des Zorns. Litterae 107. Rombach, Freiburg i. Br.

  • Seit den Anfängen der abendländischen Kultur- und Literaturgeschichte sind Zorn und Wut zentrale Motive literarischer Texte. Zugleich sind sie Gegenstand intensiver theoretischer Reflexionen in verschiedensten Feldern des Wissens. Das Buch führt beide Aspekte in diskursgeschichtlicher Perspektive zusammen: Ausgehend von den antiken Voraussetzungen (von Homers Ilias bis Senecas De ira) stellt es den epochalen Umbruch in der Codierung des Zorns an der Schwelle zur Moderne ins Zentrum. War der Zorn Jahrhunderte lang als Wunsch nach Rache aufgrund gekränkter Ehre oder verletzten Rechts definiert worden, wird er seit Ende des 18. Jahrhunderts unter der neuen Kategorie des Gefühls (und mehr und mehr unter dem Namen Wut ) mit Begriffen von Energie und Widerstand beschrieben: als Gefühl einer »Beeinträchtigung unseres eigenen Ich s« (Burdach). Während von der Antike bis zur Neuzeit der Zorn Ehre und Recht verteidigt, bewacht die moderne Wut: das Leben, das Begehren und das Glück. Die Studie untersucht anhand von Diskursen und Texten vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert sowohl die theoretischen Folgen und Weiterentwicklungen dieses Umbruchs als auch die Konsequenzen für das Erzählen von Zorn und Wut.

Lehmann, Johannes F. / Borgards, Roland / Bergengruen, Maximilian (Hrsg.) (2012): Die biologische Vorgeschichte des Menschen. Zu einem Schnittpunkt von Erzählordnung und Wissensformation. Litterae 189. Rombach, Freiburg i. Br.

  • Mit immer größerer Selbstverständlichkeit wird der Mensch heute von der Soziobiologie bis zu den aktuellen Neurowissenschaften in den Horizont seiner biologischen Vorgeschichte gerückt. Dies geschieht einerseits vor dem Hintergrund biologischen und vor allem evolutionsbiologischen Wissens, wie es sich seit dem späten 18. Jahrhundert entwickelt hat. Andererseits geschieht es unter Rückgriff auf das Erzählschema der Vorgeschichte.
  • Der Band fragt in historischer und theoretischer, literatur- und wissensgeschichtlicher Perspektive nach den Überschneidungen von biologischer Wissensformation und literarischer Erzählordnung bei der Erzeugung eines der wirkungsmächtigsten Narrative unserer Zeit.

Lehmann, Johannes F. (2009): Don Karlos. Schroedel Interpretationen. Band 7. Braunschweig.

  • Friedrich Schillers "Don Karlos", entstanden kurz vor der Französischen Revolution, setzt zentrale Forderungen der Aufklärung in Szene. Zugleich zeigt das "dramatische Gedicht", wie diese Ideen privater und politischer Freiheit an den alten Machtsystemen von Königtum und Kirche scheitern. Dabei rücken die Techniken der Macht ebenso schonungslos in den Blick wie die Motive und Abgründe menschlichen Handelns.

Lehmann, Johannes F. (Hrsg.) (2005): Maximilian Bergengruen, Roland Borgards, Sexualität, Recht, Leben. Zur Entstehung eines Dispositivs um 1800. München.

  • Mit der Trias von „Sexualität, Recht, Leben um 1800“ nehmen die hier versammelten Beiträge Themen auf, die sowohl in den Geistes- und Kulturwissenschaften, in den Naturwissenschaften und in der Rechtswissenschaft als auch in einer breiteren kulturellen und politischen Öffentlichkeit zu den drängendsten Fragen der Gegenwart zählen. Insbesondere der Diskurs über das Leben erhält seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine für die Moderne herausgehobene, aber zugleich schwer erkennbare Position, weil er vielerorts nicht explizit geführt wird, sich aber auf den ‚Nebenschauplätzen‘ der Medizin, Physiologie, Anthropologie, Rechtswissenschaft, Philosophie und vor allem auch in der Literatur der Goethezeit um so wirksamer herausbildet. Dabei erweisen sich Sexualität und Recht als Felder, in denen das Leben in theoretischer wie praktischer Hinsicht auf intensive Weise als ihre Voraussetzung und ihr Gegenstand verhandelt wird; und umgekehrt katalysieren wiederum Sexualität und Recht als diskursive Bedingungen und Praktiken die Erforschung des Lebens. Der komplexe Zusammenhang von Sexualität, Recht und Leben um 1800 bildet einen hochsensiblen Schnitt- bzw. Überkreuzungspunkt heterogener, aber doch zusammenhängender Diskurse. Diesen Zusammenhang an Hand detaillierter Analysen von Diskursen, Theorien und erzählten Geschichten aufzudecken, ist Ziel der hier versammelten Studien.

 

Simone Loleit

Loleit, Simone (2008): Wahrheit - Lüge - Fiktion. Das Bad in der deutschsprachigen Literatur des 16. Jhs. Transcript, Bielefeld. (Dissertation)

 

Bettina Noack

Noack, Bettina (2010): Gedächtnis in Bewegung. Die Erinnerung an Weltkrieg und Holocaust im Kino. Paderborn. (Dissertation)

  • Abstract:
    An Spielfilmen lässt sich zeigen, wie der Zweite Weltkrieg und der Holocaust das Empfinden von geschichtlicher Zeit in Europa und den USA bis in die 1980er Jahre bestimmt haben. In ihrer Wirkung sind die beiden Ereignisse in den letzten zwei Jahrzehnten symbolhafter geworden und prägen nicht mehr eine eigentliche Zeiterfahrung. Davor existierte ein lebendiges, von Zeitzeugen getragenes Gedächtnis, das in den älteren Filmen zum Ausdruck kommt und Gegenstand der Untersuchung ist.

Steffen Pappert

Beißwenger, Michael / Pappert, Steffen (2019): Handeln mit Emojis. Grundriss einer Linguistik kleiner Bildzeichen in der WhatsApp-Kommunikation. Essen, Universitätsverlag Rhein-Ruhr

  • Kann man sich aus linguistischer Perspektive mit Emojis beschäftigen? Man kann. Und: Man muss. Denn die große Beliebtheit, derer sich kleine Bildzeichen in der internetbasierten Kommunikation erfreuen, legt nahe, dass Emojis wichtige Aufgaben bei der sozialen Organisation und Gestaltung von Kommunikation übernehmen. Im Zentrum dieses Buches stehen Emojis im Gebrauch: Es geht um die Frage, in welchen Funktionen Emojis von Kommunikationsbeteiligten, die zueinander in ganz unterschiedlichen Beziehungen stehen, vor dem Hintergrund konkreter Kommunikationsanlässe und einer jeweiligen kommunikativen Vorgeschichte genutzt werden. Michael Beißwenger und Steffen Pappert entwickeln einen Beschreibungsrahmen, der aus linguistischer und pragmatischer Perspektive aufzeigt, was Emojis für die Herstellung und Sicherung von Sinn und Verstehen in dialogisch-sequenzieller Kommunikation leisten. Die Anwendung dieses Beschreibungsrahmens wird an zahlreichen Beispielen aus privaten WhatsApp-Interaktionen vorgeführt.

Mell, Ruth M. / Pappert, Steffen (2019): 1968 – Sprache und kommunikative Praktiken. Universitätsverlag Winter (Literaturhinweise zur Linguistik 8), Heidelberg.

  • ,1968‘ spielt in der Geschichte des öffentlichen Sprachgebrauchs in der Bundesrepublik Deutschland sowie aus kommunikationsgeschichtlicher Perspektive eine wichtige Rolle. So gilt diese Zeit als Auslöser bzw. Katalysator für wichtige Veränderungen in der öffentlichen Kommunikation, etwa auf den Feldern der Wirtschafts- und Bildungspolitik, der Frauen- und Sexualethik oder der Umweltdiskussion. Diese Bibliografie ist ein Beitrag zur Erforschung der Sprach-, Kommunikations- und Kulturgeschichte zu ,1968‘, mit dem Ziel, einen Einblick in die Forschungsbestände und Quellen des Gegenstands ,1968‘ zu ermöglichen. Der Fokus der angeführten Beiträge liegt dabei auf sprachwissenschaftlichen Zugängen, der Kulturwissenschaft sowie benachbarten Disziplinen.

Brinker, Klaus / Cölfen, Hermann / Pappert, Steffen (2018): Linguistische Textanalyse. Eine Einführung in Grundbegriffe und Methoden. (9., durchgesehene Auflage) Erich Schmidt Verlag, Berlin.

  • Die "Linguistische Textanalyse" von Klaus Brinker ist inzwischen zu einem Standardwerk der Sprachwissenschaft geworden. Ebenso verständlich wie fachlich kompetent geschrieben, ermöglicht auch die 9. Auflage einen umfassenden Einblick in die linguistische Textanalyse. Die Einführung hat das Ziel, theoretisch und methodisch bestimmt durch die Textlinguistik, die Struktur und die kommunikative Funktion konkreter Texte transparent zu machen und nachprüfbar zu beschreiben. Dadurch vermittelt sie grundlegende Einsichten in die Regelhaftigkeit von Textkonstitution und Textrezeption. Die Autoren legen mit dieser Einführung in die linguistische Textanalyse eine durchgehend anwendungsbezogene Darstellung vor. Vor dem Hintergrund zentraler textlinguistischer Ansätze wird ein integratives Analysemodell entwickelt, das an Texten aus verschiedenen Kommunikationsbereichen anschaulich verdeutlicht wird. Den systematisch aufeinander aufbauenden Kapiteln wurden Zusammenfassungen und Hinweise zur weiterführenden Lektüre beigegeben. Eine umfangreiche Bibliographie und ein Sachregister runden den Band ab. Für die vorliegende 9. Auflage wurde die grundlegend überarbeitete und durch vier neue Kapitel aktualisierte Vorauflage durchgesehen, an einigen Stellen präzisiert sowie durch eine Auswahl neuester Literaturhinweise komplettiert.

Pappert, Steffen / Michel, Sascha (Hrsg.) (2018): Multimodale Kommunikation in öffentlichen Räumen. Texte und Textsorten zwischen Tradition und Innovation. Stuttgart, Ibidem

  • Der öffentliche Raum wurde in der Linguistik lange als ein Kontextfaktor („Öffentlichkeit“) betrachtet, der zu einer binären pragmatischen Charakterisierung von Kommunikaten beiträgt. Im Zuge der Linguistic Landscape-Forschung wird der öffentliche Raum jedoch als zentrale Gestaltungsressource für Sprache und Kommunikation neu definiert. Dies hat weitreichende Konsequenzen für die Parametrisierung von Kommunikationsformen und Textsorten; traditionelle Kommunikationsformen sowie Textsorten verändern sich, neue entstehen, neue Kommunikationskonstellationen bilden sich heraus und Kommunikate werden zunehmend multimodal komplexer. Dieser Band aus den Perspektiven Germanistischer Linguistik greift diese Aspekte auf, indem er sich Kommunikationsformen und Textsorten im öffentlichen Raum sowie unterschiedlichen Ausprägungen der Textsortenvernetzung aus verschiedenen theoretischen und empirisch-methodischen Zugängen widmet.

Rolf Parr

Dauven-van Knippenberg, Carla / Moser, Christian / Parr, Rolf / Wagner-Egelhaaf, Martina (Hg.) (2019): Text – Körper – Textkörper. Synchron. Heidelberg (Amsterdam German Studies).

  • Texte und Körper stehen in einer mehrfachen, nicht nur metaphorischen Beziehung: Literarische Texte bilden vielfach menschliche, tierische, pflanzliche und dingliche Körper ab, und sie tun es mittels der Sprache, die im literarischen Medium zu Schrift wird. Der vorliegende Band geht der Frage nach, wie mittels Sprache und Schrift Körperlichkeit repräsentiert bzw. geschaffen wird. Dabei tritt nicht zuletzt der ›Körper‹ der Schrift, d.h. die konkrete Materialität der Buchstaben und des Buches als Medium einer literarischen Körperpoetik in den Fokus. Das Spektrum der Beiträge, die das Phänomen ›verkörperte Texte‹ auf unterschiedliche Weise in den Blick nehmen, umfasst literatur-, sprach-, medien- und tanzwissenschaftliche sowie psychoanalytische Perspektiven.

Delhey, Yvonne / Parr ,Rolf / Wilhelms, Kerstin (Hg.) (2019): Autofiktion als Utopie // Autofiction as Utopie. Wilhelm Fink. Paderborn (Szenen/Schnittstellen).

  • Wie wird in autofiktionalen Texten die eigene Lebensgeschichte als utopische Erzählung gestaltet? Der Band widmet sich dieser Frage hinsichtlich der gesellschaftlichen, raumzeitlichen und medialen Dimension der utopischen Autofiktion. Die Utopie-Forschung hat sich schon seit längerer Zeit von idealisierten Zukunftsvisionen verabschiedet und diskutiert Utopie unter anderem als ‚Impuls‘, ‚Methode‘ oder als ein ‚Bewusstsein‘, das sich nicht mit dem bestehenden Sein identifiziert. Hier setzt der Band an und fragt speziell nach dem Utopischen in autofiktionalen Lebensentwürfen.

Mein, Georg / Donahue, William Collins / Parr, Rolf (Hrsg.) (2018): Andererseits. Yearbook of Transatlantik German Studies, Vol. 5/6 (2017), Bielefeld, Transcript

  • andererseits is a collaborative project undertaken by students and faculties of universities in the USA (Duke and the University of Notre Dame), in Luxembourg (University of Luxembourg), and in Germany (University of Duisburg-Essen). It provides a forum for research and reflection on topics related to the German-speaking world and the field of German Studies. Works presented in the publication come from a wide variety of genres including book reviews, poetry, essays, editorials, forum discussions, academic notes, lectures, as well as traditional peer-reviewed academic articles. By publishing such a diverse array of material, we hope to demonstrate the extraordinary value of the humanities in general, and German Studies in particular, on a variety of intellectual and cultural levels. This edition features contributions by Carsten Dutt, Klaus Modick, Tanja Nusser, Thomas Pfau, Margarethe von Trotta, and others.

Honold, Alexander / Parr, Rolf (Hg.) (2018): Grundthemen der Literaturwissenschaft: Lesen. Berlin und Boston, de Gruyter

  • Trotz der literaturtheoretischen Aufwertung des Lesens durch die Arbeiten von Barthes, Jauß und Iser seit den 1960er Jahren und der ihnen nachfolgenden sozialgeschichtlichen Orientierung der Philologien, ist das Lesen aus einer dezidiert literaturwissenschaftlichen Perspektive bisher noch nicht umfassend in den Blick genommen worden. Vielmehr dominierten im Feld der Leseforschung seit den 1990er Jahren eher didaktische, buch- und kommunikationswissenschaftliche sowie soziologische Fragestellungen. Nichtsdestotrotz gab und gibt es eine breit gefächerte Forschung zum Lesen aus literaturwissenschaftlicher Perspektive, die jedoch eher verstreut publiziert und bisher nicht an einem zentralen Ort sichtbar ist. Vor diesem Hintergrund bündelt der Band erstmals die neuere literaturwissenschaftliche Leseforschung und bezieht sie in interphilologischer Perspektive konsequent auf theoretische, geschichtliche, soziale und medienkulturwissenschaftliche Grundfragen und -probleme der Literaturwissenschaft. Über bloße Bestandsaufnahmen hinaus, bieten die Beiträge dabei Einblicke in neuere Forschungen und die Entwicklung zukünftiger Fragestellungen.

Balint, Iuditha / Nusser, Tanja / Parr, Rolf  (Hrsg.) (2017): Kathrin Röggla. München, edition text + kritik

  • Kathrin Röggla (*1971 in Salzburg) gehört zu den meistrezipierten deutschsprachigen AutorInnen der Gegenwart. Ihr Werk ist breit gefächert und umfasst sowohl Prosa als auch Texte für Radio, Fernsehen und Theater. Die ästhetischen Dimensionen der Texte Kathrin Rögglas und die in ihnen problematisierten Diskurse, Themen und Phänomene werden in der Forschung häufig als repräsentativ für einen neuen Realismus gesehen, der dem Anspruch auf Dokumentarizität und Authentizität gerecht zu werden sucht, dabei aber gleichzeitig die Fiktionalitätstauglichkeit und den Konstruktionscharakter der tangierten Bereiche hervorhebt. Die in diesem Band versammelten Beiträge nehmen literarische, essayistische, filmische, dramatische und akustische Werke Rögglas in den Blick. Sie gehen literarischen Traditionslinien nach, untersuchen poetologische Eigenheiten der Werke und legen in ihnen verhandelte Diskurse offen.

Dembeck, Till / Parr, Rolf (Hrsg.) (2017): Literatur und Merhsprachigkeit. Ein Handbuch. Narr, Tübingen.

  • Das Forschungsgebiet „Literatur und Mehrsprachigkeit“ erfährt in der internationalen Literatur- und Kulturwissenschaft zurzeit einen beachtlichen Aufschwung, denn die Analyse literarischer Mehrsprachigkeit verspricht einen neuartigen Zugang zum Verhältnis von Literatur und Phänomenen kultureller sowie sozialer Differenz. Das Handbuch geht davon aus, dass sich die Erforschung literarischer Mehrsprachigkeit in erster Linie durch ihre Fragerichtung und ihre Methodik auszeichnet. Es stellt daher die Methoden vor, die für die Analyse literarischer Mehrsprachigkeit zur Verfügung stehen, und bietet zugleich kulturhistorische Hintergrundinformationen für ihre Interpretation. So eröffnet es auch neue Perspektiven auf die spezifische Sprachlichkeit literarischer Texte. Damit stellt das Handbuch angehenden ebenso wie etablierten Literatur- und Kulturwissenschaftlern dringend benötigte Werkzeuge zur Erschließung der Sprachvielfalt in der Literatur zur Verfügung.

Parr, Rolf / Bertschik, Julia Hrsg.) (2017): Jahrbuch der Raabe-Gesellschaft 2017. de Gruyter. Berlin / Boston.

  • Das Raabe-Jahrbuch 2017 enthält die bei der Jahrestagung der internationalen Raabe-Gesellschaft gehalten Vorträge, ergänzt um weitere Beiträge und einen umfangreichen Rezensionsteil. Damit stellt sich das Jahrbuch zugleich als ein Organ auch der Realismusforschung insgesamt dar.

Hahn, Daniela / Mohnkern, Ansgar / Parr, Rolf  (Hrsg.) (2017): Kulturelle Anatomien: Gehen. Synchron, Heidelberg. (Amsterdam German Studies)

  • Auch wenn uns das Gehen des Menschen so selbstverständlich wie alltäglich erscheint, ist aus kulturwissenschaftlicher Perspektive bislang wenig dar­über nachgedacht worden, welche Bedeutung dieser wohl menschlichsten aller Bewegungsweisen in Kultur, Gesellschaft und den Künsten der Moder­ne zukommt. Wie wurde das Gehen in Literatur, Film und Theater themati­siert und inszeniert? Welche Beziehungen zwischen Natur und Kultur sind mit dem Gehen verbunden und werden dadurch in Gang gesetzt? Auf welche Weisen kreuzen sich im Gehen anatomisch-körperliche Merkmale mit kul­turellen Vorstellungen, Erfahrungen, Projektionen, aber auch mit (bio)poli­tischen Zurichtungen und ästhetischen Regimen? Um die kulturelle Praxis des Gehens und ihre Anatomien im Verhältnis zu ihren philosophischen, kulturellen, künstlerischen, literarischen, medialen und auch metaphori­schen Ausgestaltungen zu erkunden, schlagen die Beiträge je unterschied­liche Zugänge am Schnittpunkt von Anatomie und Ästhetik vor. Sie bieten eine erste Bestandsaufnahme für künftige kulturwissenschaftliche ›Theo­rien des Gehens‹ im Spannungsfeld von Alltag, Wissenschaft und Künsten.

Caspers, Britta / Hallenberger, Dirk / Jung, Werner / Parr, Rolf (Hrsg.) (2016): Theorien, Modelle und Probleme regionaler Literaturgeschichtsschreibung. Essen: Klartext 2016 (Schriften des Fritz-Hüser-Instituts, Bd. 30)

  • Regionale Literaturgeschichtsschreibung bringt gegenüber traditionell nationalphilologischer einige Besonderheiten mit sich. Dazu gehört die Frage nach der Konstitution des Gegenstandes der jeweils in den Blick genommenen Regionebenso wie die nach der Präsenz von Globalität in der Regionalität. Mit dieser hat man es immer dann zu tun, wenn regionale Ballungsräume wie das  Ruhrgebiet konstitutive Merkmale von Globalisierung aufweisen. Regionale Literaturgeschichtsschreibung muss ihre Konzepte daher jenseits solcher Binarismen wie ›Globalität‹ versus ›Lokalität‹ entwickeln. Der vorliegende Band stellt dazu theoretisch-methodische Konzepte sowie praktische Ansätze regionaler Literaturgeschichtsschreibung vor und erprobt in ersten Fallstudien deren Operationalität.

Fauth, Søren R. / Parr, Rolf (Hrsg.) (2016): Neue Realismen in der Gegenwartsliteratur. Fink, Paderborn. (Szenen/Schnittstellen)

  • Ist die Rede von ›Realismus‹ nichts anderes als ein »unendlich dehnbarer Sack, in dem man alles, was man will, verstauen kann« (Roman Jakobson)?  Was das Label ›Realismus‹ angeht, herrscht auf dem Terrain der Gegenwartsliteratur Gedrängel. Selbst für kaum miteinander vergleichbare Texte ist von ›realistischem Schreiben‹ die Rede: mal in Form von ähnlichen, mal aber auch höchst unterschiedlichen poetologischen Selbst- und Fremdbeschreibungen. Offensichtlich ist es nicht so einfach zu sagen, worin der spezifisch ›realistische‹ Zug eines Textes oder einer Schreibweise jeweils genau besteht und auf welche Weise welche Texte welche Realismuseffekte hervorbringen. Wie diese in der Gegenwartsliteratur konzipiert, praktiziert und reflektiert werden, zeigen die Beiträge dieses Bandes für die Zeit von 1960 bis heute, indem sie neue Zugriffe auf ›realistische‹ Texturen erproben.

Parr, Rolf / Bertschik, Julia Hrsg.) (2016): Jahrbuch der Raabe-Gesellschaft 2016. de Gruyter. Berlin / Boston.

  • Das Raabe-Jahrbuch 2016 enthält die bei der Jahrestagung der internationalen Raabe-Gesellschaft gehalten Vorträge, ergänzt um weitere Beiträge und einen umfangreichen Rezensionsteil. Damit stellt sich das Jahrbuch zugleich als ein Organ auch der Realismusforschung insgesamt dar.

Göttsche, Dirk / Krobb, Florian / Parr, Rolf (Hrsg.) (2016): Raabe-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler. Stuttgart.

  • Wilhelm Raabes literarische Entwicklung als einer der führenden Autoren des späteren 19. Jahrhunderts führt von der Wiederanknüpfung an Vormärztraditionen über die kritische Annäherung an das sich durchsetzende Paradigma des programmatischen Realismus in den frühen 1960er Jahren zu eigenständigen Modellen realistischen Erzählens im mittleren und späteren Werk. Hier stellt Raabe die ideologischen, erkenntnistheoretischen und ästhetischen Parameter realistischen Erzählens immer schärfer auf die Probe, um an der Jahrhundertwende in der Infragestellung bürgerlichen Selbst- und Weltverständnisses an die Schwelle zur Moderne zu gelangen. Auf der Grundlage des aktuellen Forschungsstandes gibt das Handbuch erstmals einen umfassenden Überblick über das Gesamtwerk Wilhelm Raabes (Erzähltexte, Lyrik, Zeichnungen) sowie seine literatur- und kulturgeschichtlichen Kontexte. Hinzu treten biografische, editorische, poetologische und rezeptionsgeschichtliche Grundlagen zum Verständnis von Raabes Leben und Werk. Als führender Autor des 19. Jahrhunderts war Raabe nicht nur Vertreter des Realismus, sondern stellte die ideologischen, erkenntnistheoretischen und ästhetischen Parameter realistischen Erzählens immer schärfer auf die Probe, um am Jahrhundertende an die Schwelle zur Moderne zu gelangen.

Parr, Rolf / Wesche, Jörg / Bastert, Bernd / Dauven-van Knippenberg, Carla (Hrsg.) (2015): Wiederholen / Wiederholung. Synchron, Heidelberg. (Amsterdam German Studies)

  • Ästhetik ist ein Differenzphänomen, das letzten Endes auf verschiedenen Formen des Wiederholens bzw. der Wiederholung beruht. Dabei hat man es – wie der vorliegende Band zeigt – in Malerei, Literatur, Film, Fernsehen und Computerspiel in der Regel mit nicht-identischen Formen der Wiederholung zu tun: Es wird zwar wiederholt, aber auch etwas verändert, wodurch ästhetischer Reiz allererst entsteht. Die Beiträge nehmen mit ihren Analysen zu Phänomenen der Wiederholung daher in unterschiedlicher Weise auch Bezug auf das Zusammenspiel von ästhetisch-inhaltlichen Fragen und Elementen der Wiederholung mit den spezifischen  Bedingungen, die in der technisch-medialen Reproduktion begründet sind, und dies vom Buchdruck über Fotografie, Grafik, Film und Fernsehen bis hin zum Computer. Gefragt wird nach theoretischen und ästhetischen Modellen, um das Wiederholen bzw. die Wiederholung zu denken; nach dem Verhältnis von Wiederholung zu Wiederabdruck, Redundanz und Serialität; nach Variation, Parodie und Remake sowie nach Formen von Wiederholungen in der Literatur.

Parr, Rolf / Krobb, Florian (Hrsg.) (2015). Jahrbuch der Raabe-Gesellschaft 2015. DeGruyter, Berlin / Boston.

Dauven-van Knippenberg, Carla / Moser, Christian / Parr, Rolf (Hrsg.) (2015): Räumliche Darstellung kultureller Begegnungen. SYNCHRON Wissenschaftsverlag.

  • Räume sind nicht nur geographische Gegebenheiten einer als empirisch ›real‹ gedachten Wirklichkeit, sondern stets auch kulturell, das heißt in Literatur, Malerei, Architektur, Schauspiel, Film und Medien semantisch konstituierte Räume. Bereits das biblische Diktum »Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde« lässt sich in diesem Sinne als Akt der Etablierung zweier Räume und einer daraus resultierenden Grenze zwischen ihnen verstehen - wenn man so will als Genotyp aller Semantisierungen von Räumen und der sie unterscheidenden Grenzen, zwischen Hier und Dort, Eigenem und Fremdem, Innen und Außen, Begegnung und Konfrontation, Identität und Alterität. Die Grenze, die ausschließt und zugleich auch einschließt, ist somit einer der wichtigsten Modi menschlicher Raumerzeugung. Um solche aus Grenzziehungen resultierende Semantisierungen von Räumen, die verbinden und Begegnungsmöglichkeiten schaffen, die aber auch ausschließen und damit auf Konfrontation hin angelegt sein können, geht es in diesem Band. Mit ihm wird der Versuch unternommen, die vielfältig abgestuften Erfahrungen von räumlichen Dimensionen kultureller Begegnungen zu konzeptualisieren, indem aus verschiedenen Zeiten sowie in je unterschiedlichen medialen Formen und Sprachen kulturelle Manifestationen von ›Räumlichkeit‹ analysiert werden.

Parr, Rolf / Gruber, Bettina (Hrsg.) (2015): Linker Kitsch. Bekenntnisse - Ikonen - Gesamtkunstwerke. Fink, Paderborn.

  • Gibt es einen spezifisch ›linken‹ Kitsch in Abgrenzung zu politisch ›rechtem‹? Dieser vernachlässigten, für das Verständnis ›linken Denkens‹ seit der Französischen Revolution aber wichtigen Frage gehen die Beiträge dieses Bandes nach. Gezeigt wird, dass ›linkes‹ Denken aus ganz anderen Gründen kitschanfällig ist als sein ›rechtes‹ Pendant, auch wenn die Pathosformeln sich mitunter frappierend ähneln. Denn während rechte Ideologien den Veränderungsdruck der Moderne kompensieren, streben linke eher danach, ihn nach dem Motto ›Mehr desselben‹ zu überbieten. Dieses Phänomen ›linker Kitsch‹ nimmt der Band anhand von sprachlichen, bildlichen und filmischen Beispielen in historischer wie auch theoretischer Perspektive in den Blick, sodass es in seinem konstitutiv transmedialen Charakter zur Geltung kommt.
  • ISBN: 3770549961

Parr, Rolf / Krobb, Florian (Hrsg.) (2015ff). Jahrbuch der Raabe-Gesellschaft. De Gruyter, Berlin/Boston.

Kammler, Clemens / Parr, Rolf / Schneider, Ulrich-Johannes (Hrsg.) (2014²): Foucault-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Korrigierte Sonderausgabe. Metzler, Weimar/Stuttgart.

Parr, Rolf (2014): Die Fremde als Heimat. Heimatkunst, Kolonialismus, Expeditionen. Konstanz University Press, Konstanz.

  • Rolf Parr nimmt vor allem drei brisante Konstellationen diskursanalytisch in den Blick: erstens die Südafrika- Begeisterung deutscher Schriftsteller während der Burenkriege (1899 bis 1902). Sie geht einher mit der Idee einer nachgeholten Heimatkunst, in der Südafrika zu einer Art deutschem ›Adoptiv-Vaterland‹ wird.
    Zweitens untersucht Parr die koloniale Inbesitznahme von Fremde als Heimat, an der sich die deutsche Kolonialliteratur abarbeitet, und drittens die der Expeditionsreisen in der Zwischenkriegszeit mit ihrer symbolischen Inbesitznahme der Fremde für die Heimat. Letztere ist verknüpft mit einem Denkmodell von Erkundungen der Ferne bei anschließender Rückkehr zur Heimatbasis.
  • ISBN 978-3-86253-051-9

Parr, Rolf / Ernst, Thomas / Conter, Claude D. (Hrsg.) (2014): Guy Helminger. Ein Sprachanatom bei der Arbeit. Synchron, Heidelberg.

  • Abstract:
    Gedichte, Theaterstücke, Hörspiele, Drehbücher, Blogs und Romane gehören zum umfangreichen Werk des Schriftstellers Guy Helminger. 1963 in Luxemburg geboren, schreibt er hauptsächlich auf Deutsch. Ein neuer Sammelband nähert sich seinen Texten nun auf ungewöhnliche Weise: Er enthält die drei Poetikvorlesungen, die Helminger im Sommer 2012 als Poet in Residence an der UDE gehalten hat, als Texte und als Mitschnitte auf DVD. Sprache als Körper auf dem Seziertisch des Schriftstellers – in seinen Essener Vorträgen gewährte Guy Helminger Einblicke in seinen „Anatomieraum“. Ergänzt werden die Vorlesungen durch Beiträge von WissenschaftlerInnen des Luxemburger Centre national de littérature Mersch, der Université du Luxembourg und der Universität Duisburg-Essen. Der Band, Ergebnis einer schon länger bestehenden produktiven Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen, eröffnet so neue Zugänge zu Helmingers Werk und der großen Bandbreite seines Sch
    reibens.
  • ISBN: 978-3-939381-69-3

Amann, Wilhelm / Mein, Georg / Parr, Rolf (Hrsg.) (2010): Globalisierung und Gegenwartsliteratur. Konstellationen, Konzepte, Perspektiven. Synchron, Heidelberg.

Parr, Rolf / Friedrich, Peter (Hrsg.) (2009): Gastlichkeit. Erkundungen einer Schwellensituation. Synchron, Heidelberg.

Fauth, Søren R. / Parr, Rolf / Rohse, Eberhard (Hrsg.) (2009): »Die besten Bissen vom Kuchen«. Wilhelm Raabes Erzählwerk: Kontexte, Subtexte, Anschlüsse. Wallstein, Göttingen.

Parr, Rolf (unter Mitarbeit von Jörg Schönert) (2008): Autorschaft. Eine kurze Sozialgeschichte der literarischen Intelligenz in Deutschland zwischen 1860 und 1930. Synchron, Heidelberg.

Kammler, Clemens / Parr, Rolf / Schneider, Ulrich-Johannes (Hrsg.) (2008): Foucault-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Weimar/Stuttgart.

Amann, Wilhelm / Mein, Georg / Parr, Rolf (Hrsg.) (2008): Periphere Zentren oder zentrale Peripherien? Kulturen und Regionen Europas zwischen Globalisierung und Regionalität. Synchron, Heidelberg.

Kammler, Clemens / Parr, Rolf (Hrsg.) (2006): Foucault in den Kulturwissenschaften. Eine Bestandsaufnahme. Heidelberg: Synchron.

 

Nia Perivolaropoulou

Perivolaropoulou, Nia (2012): Siegfried Kracauer: Les Employés. Suivi de commentaires de W. Benjamin, Ernst Bloch et Theodor W. Adorno. Ed. Nia Perivolaropoulou, trad. Claude Orsoni, préface de Nia Perivolaropoulou. Les Belles Lettres, Paris.

Schlicht, Corinna / Marsch, Eva (Hrsg.) (2012): Von Geschichten, die ausziehen, das Leben zu erkunden. Einblicke in Julia Francks Erzählwelten. Universitätsverlag Rhein-Ruhr, Duisburg.

  • Lehrprojekt "Büchermacherinnen"
    Dieser Sammelband versteht sich als Einladung, Julia Franck zu lesen und den Textwelten nachzuspüren, die die Berliner Autorin in ihren Romanen und Erzählungen entwirft: Sie erinnert an den Zweiten Weltkrieg und die DDR, erzählt von gescheiterten Familien oder großen Lieben und heimlichen Gelüsten. Immer fokussiert sie dabei die Innenwelten ihrer Figuren, deren Begehrensstrukturen und Ängste sowie die psychosozialen Bedingungen, unter denen die Menschen leben. Dieser Band stellt alle Romane und Erzählungen vor und bietet neben einer ausführlichen Bibliographie Einzelartikel zu Julia Francks Veröffentlichungen, die jeweils eine kurze inhaltliche Skizze, den Forschungsstand und das Presseecho sowie eine strukturelle Analyse mit einer Deutungshypothese enthalten. In einem Interview kommt die Autorin selbst zu Wort.

Perivolaropoulou, Nia (Hrsg.) (2010): Siegfried Kracauer: Théorie du film. La Rédemption de la réalité matérielle. Ed. Nia Perivolaropoulou (avec Ph. Despoix), trad. Daniel Blanchard et Claude Orsoni, préface de J.L. Leutrat, introduction de Philippe Despoix et Nia Perivolaropoulou. Flammarion, Paris.

Perivolaropoulou, Nia (Hrsg.) (2006): Siegfried Kracauer: L’Histoire. Des avant-dernières choses. Ed. Nia Perivolaropoulou (avec Ph. Despoix), trad. Claude Orsoni, préface de J. Revel, postface Nia Perivolaropoulou et Philippe Despoix. Stock, Paris.

Despoix, Philippe / Schöttler, Peter (dir.) avec la collab. de Nia Perivolaropoulou: Siegfried Kracauer, penseur de l’histoire. Paris: Ed. de la Maison des Sciences de l’homme / Sainte-Foy (Quebec): Les Presses de l’Université de Laval 2006.

 

Ursula Renner-Henke

Renner-Henke, Ursula (2014): Hugo von Hofmannsthal: Sämtliche Werke. Kritische Ausgabe. Veranstaltet vom Freien Deutschen Hochstift. Bd. XXXII Reden und Aufsätze 1 (1891-1901). Hg. von Johannes Barth, Hans-Georg Dewitz, Mathias Mayer, Ursula Renner und Olivia Varwig. S. Fischer-Verlag, Frankfurt a.M.

Leggewie, Claus / Renner-Henke, Ursula / Risthaus, Peter (Hrsg.) (2013): Prometheische Kultur. Wo kommen unsere Energien her?  Fink, Paderborn.

  • ISBN: 978-3-7705-5601-4
  • Von der Elektrizitätswirtschaft bis zur Esoterik ist die Rede von »Energien«. Eine Reflexion dieses Begriffes hat in der Kulturwissenschaft bisher jedoch kaum stattgefunden, obwohl er zu ihren Grundbegriffen zählt. Ausgehend vom Mythos des Prometheus, göttlicher Vordenker unserer technischen Zivilisation, ergründen Philosophen, Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und Künstler die Ursprünge, Transformationen und Grenzen unserer Energien.

Renner-Henke, Ursula / Bosse, Heinrich (Hrsg.) (2010): Themenheft: Literarisches Verstehen. Der Deutschunterricht 62, Heft 4.

Renner-Henke, Ursula (2010): Literaturwissenschaft - Einführung in ein Sprachspiel. (Hg. zusammen mit Heinrich Bosse). 2. überarb. Aufl. Grundkurs. 3. Rombach, Freiburg.

Renner-Henke, Ursula / Bauer-Funke, Cerstin / Erb, Andreas / Ißler, Roland (Hrsg.) (2010): Theater über Tage. Rhema-Verlag. Münster.

Renner-Henke, Ursula (2010): Arthur Schnitzler: Lieutenant Gustl. Mit einem Kommentar von Ursula Renner unter Mitarbeit von Heinrich Bosse.  2. überarb. Aufl. Suhrkamp BasisBibliothek, Bd. 33. Berlin.

Renner-Henke, Ursula / Schneider, Manfred (Hrsg.) (2006): Häutung. Lesarten des Marsyas-Mythos. Fink, München.

Renner-Henke, Ursula / Hülk, Walburga (2005): Biologie, Psychologie, Poetologie - Verhandlungen zwischen den Wissenschaften. Königshausen und Neumann, Würzburg.

 

Roswitha Reinbothe

Reinbothe, Roswitha (2006): Deutsch als internationale Wissenschaftssprache und der Boykott nach dem Ersten Weltkrieg. Frankfurt a. M.

  • Hervorgegangen aus dem Forschungsprojekt: Der Boykott gegen die deutsche Sprache in der internationalen Wissenschaftskommunikation nach dem Ersten Weltkrieg, gefördert von der DFG 2001-2003.
  • Abstract:
    Die Arbeit untersucht die Gründe für den Rückgang der deutschen Sprache in der internationalen Wissenschaftskommunikation nach dem Ersten Weltkrieg. Eine wichtige Rolle spielte dabei ein von den alliierten Akademien der Wissenschaften betriebener Wissenschafts- und Sprachboykott gegen die deutschen und österreichischen Wissenschaftler. Diese wurden von internationalen wissenschaftlichen Vereinigungen, Kongressen und Publikationen ausgeschlossen. Davon betroffen war auch die deutsche Sprache. Der Boykott wurde begründet mit der Machtpolitik der deutschen Wissenschaftler im internationalen Wissenschaftsbetrieb und mit ihrem chauvinistischen Verhalten im Krieg. Anhand von umfangreichem Quellenmaterial behandelt die Arbeit die internationale Wissenschafts- und Sprachenpolitik vom 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg in der Astronomie, Geophysik, Geodäsie, Geographie, Mathematik, Chemie und Medizin. Die Rivalitäten im internationalen Wissenschaftsbetrieb, die Motive und Instrumente des Boykotts, die Gegenaktionen, die Verhandlungen über die Wiederaufnahme der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und die Auswirkungen werden ausführlich geschildert.

Reinbothe, Roswitha / Ammon, Ulrich / Jianhua, Zhu (Hrsg.) (2007): Die deutsche Sprache in China. Geschichte, Gegenwart, Zukunftsperspektiven. München.

  • Abstract:
    Der Sammelband beschäftigt sich mit der Geschichte des Deutschunterrichts und des Deutschlernens in China und mit der heutigen Situation. Behandelt werden kultur- und sprachpolitische Maßnahmen, Institutionen, Motive, Funktionen, Ziele und Probleme des Deutschlernens sowie deutsche Förderorganisationen. Beiträge der Autorin:
  • Modernisierungsbestrebungen in China und die deutsche Kolonial- und Bildungspolitik (S. 13-26), Deutsche Schulen in China vor dem Ersten Weltkrieg (S. 27-40), Deutsche Hochschulgründung in China vor dem Ersten Weltkrieg (S. 41-53), Sprachliche Schwierigkeiten im deutschen Unterricht in China (S. 54-67), Die deutsche Sprache in chinesischen und deutschen Bildungseinrichtungen in China nach dem Ersten Weltkrieg (S. 68-81).

Reinbothe, Roswitha (Hrsg.) (2009): Tongji-Universität in Shanghai. Dokumente zur Gründungsgeschichte. Wiesbaden.

  • Abstract:
    Anfang des 20. Jahrhunderts gründete die deutsche Regierung zusammen mit deutschen Ärzten in Shanghai 1907 die Deutsche Medizinschule für Chinesen und schloss dieser, unterstützt von der deutschen Wirtschaft, 1912 eine Ingenieurschule mit Lehrwerkstatt an. Eine Sprachschule bereitete die Schüler auf das deutschsprachige Fachstudium vor. Diese Deutsche Medizin- und Ingenieurschule für Chinesen in Shanghai war das erste große Projekt deutscher auswärtiger Sprach- und Kulturpolitik. Aus ihr ging später die renommierte Tongji-Universität hervor. Erstmals werden aus den Archiven Dokumente zur Gründungsgeschichte der Tongji-Universität veröffentlicht. Die Dokumente zeigen die Interessen, Vorbereitungen und Maßnahmen, die zur Schulgründung führten, die Einrichtungen und Lehrpläne sowie Erfahrungen und Konflikte im Schulbetrieb, die Schließung der Schule im Ersten Weltkrieg, die provisorische Weiterführung und schließlich den Wiederaufbau 1924 als chinesische Tongji-Universität. Deren technische Ausrüstung durch die deutsche Industrie und die Fortsetzung des deutschsprachigen Unterrichts bei deutschen Dozenten schufen Grundlagen für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit, die auch heute an der Tongji-Universität gepflegt wird.

 

Corinna Schlicht

Schlicht, Corinna / Ernst, Thomas (2014): Körperdiskurse in deutschsprachigen Liedtexten von der Weimarer Republik bis zur Gegenwart. Universitätsverlag Rhein-Ruhr, Duisburg.

  • ISBN: 978-3-942158-82-4
  • Der menschliche Körper wird in den Kulturwissenschaften und dort insbesondere in der Geschlechterforschung als eine Größe verstanden, die nicht jenseits ihrer diskursiven Konstruktion wahrgenommen werden kann. Künstlerische Werke sind die herausragenden Reflexionsorte, an denen die Körperdiskurse einer bestimmten Kultur beleuchtet werden. Dabei variieren Semantik und Wertungen je nach historischem Diskurszusammenhang, in dem Körper, ihre Zustände, ihr Begehren und ihre kulturelle Wahrnehmung zum Gegenstand werden. Die literaturwissenschaftlichen Beiträge des vorliegenden Bandes untersuchen die künstlerische Reflexion über Körper am Beispiel deutschsprachiger Liedtexte, wie sie sich im 20. Jahrhundert vom Chanson der Weimarer Republik über die Popmusik, den Punk und das politische Lied bis hin zum Rap entwickelt haben.

Schlicht, Corinna / Stachelhaus, Thomas (Hrsg.) (2013): Grenzgänge: Die Filme Tom Tykwers. Karl-Maria Laufen, Oberhausen. (=Autoren im Kontext - Duisburger Studienbögen Band 13)

  • ISBN: 978-3-87468-301-2
  • Der Filmregisseur, Drehbuchautor, Komponist und Produzent Tom Tykwer gehört derzeit wohl zu den erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Filmemachern. Seit Tykwers Debüt DIE TÖDLICHE MARIA (1993) sind bislang – neben verschiedenen Kurzfilmen – neun abendfüllende Kinofilme entstanden, zuletzt CLOUD ATLAS (2012), eine Co-Arbeit mit den MATRIX-Machern Lana und Andy Wachowski. Die Forschung hat sich bislang nur punktuell mit den Filmen Tykwers beschäftigt, sodass es lohnenswert erscheint, einen resümierenden Überblick zu unternehmen. Die Beiträger*innen haben sich im Kontext der germanistischen Filmstudien an der Universität Duisburg-Essen sowohl in Seminaren als auch innerhalb von Forschungsprojekten mit Tykwers Filmen auseinandergesetzt. Aus diesen Diskussionszusammenhängen sind die vorliegenden Artikel entstanden.
     

Schlicht, Corinna (Hrsg.) (2011): Stimmen der Gegenwart. Beiträge zu Literatur, Film und Theater seit den 1990er Jahren. Autoren im Kontext - Duisburger Studienbögen Band 12). Karl Maria Laufen, Oberhausen.

  • Tagungsband in der Reihe "Autoren im Kontext"
    Autoren im Kontext - Duisburger Studienbögen sind im Jahr 1998 mit Mitteln aus einer Leuchtturmprojekt-Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen von Prof. Dr. Gerhard Köpf ins Leben gerufen worden. In der Reihe Autoren im Kontext – Duisburger Studienbögen arbeiten (Jung-) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fächerübergreifend an den unterschiedlichsten Themenfeldern der neueren Literaturwissenschaft, den Filmstudien und der Kulturwissenschaft.
    Über Stimmen der Gegenwart nachzudenken, heißt, sich auf gleich zwei recht flüchtige Dinge einzulassen. So wie die Stimme verhallt, sobald sie erklungen ist, so ist die Gegenwart – will man sie festhalten – bereits zu Vergangenheit geworden. Das Feld der so genannten Gegenwartsliteratur und das sie begleitende Getön aus dem Feuilleton ist also in der
    wissenschaftlichen Nachbetrachtung quasi das Echo von Theater-, Kino- und Literaturereignissen einer bestimmten Zeit. Der vorliegende Band widmet sich den Stimmen, das meint den Texten, Romanen, Stücken und Filmen verschiedener deutschsprachiger Autorinnen und Autoren, die in den letzten zwanzig Jahren die Kritik und die Rezipienten in besonderer Weise beschäftigt haben, wie u.a. Julia Franck, Sven Regener, Caroline Link, Dani Levy, Elfriede Jelinek oder Juli Zeh. Es zeigt sich, dass die Beiträgerinnen und Beiträger mit ihren Analysen und Reflexionen einen Gegenwartschor haben erschallen lassen, der es wohl erlaubt, auf thematische wie ästhetische Tendenzen dieser (postmodernen) Zeit zu
    schließen.

 

Ulrich Schmitz

Schmitz, Ulrich / Voßkamp, Patrick (Hrsg.) (2012): Sprache und Geld. Beiträge zur Pekunialinguistik. Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie 81.

  • Geld, wie Sprache, ist eine ebenso einfache wie schwierige Angelegenheit. Jedes Kind erwirbt Sprache mühelos; doch später haben fast alle Menschen ihre liebe Not mit Missverständnissen und Schwierigkeiten, sich in unterschiedlichsten Situationen angemessen auszudrücken. Und Geld? James Buchan, langjähriger Korrespondent der Financial Times, meint, dass Geld „die Sprache darstellt, die nahezu jedes menschliche Wesen spricht und versteht“. Geld – eine Sprache? Obendrein die universale? Die in diesem Band versammelten zwölf Beiträge beleuchten speziell zwei Fragen: Was hat Sprache mit Geld zu tun? Und wie wird über Geld gesprochen?

Voßkamp, Patrick / Schmitz, Ulrich (Hrsg.) (2012): Sprache und Geld. Beiträge zur Pekunialinguistik. Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie 81.

  • Geld, wie Sprache, ist eine ebenso einfache wie schwierige Angelegenheit. Jedes Kind erwirbt Sprache mühelos; doch später haben fast alle Menschen ihre liebe Not mit Missverständnissen und Schwierigkeiten, sich in unterschiedlichsten Situationen angemessen auszudrücken. Und Geld? James Buchan, langjähriger Korrespondent der Financial Times, meint, dass Geld „die Sprache darstellt, die nahezu jedes menschliche Wesen spricht und versteht“. Geld – eine Sprache? Obendrein die universale? Die in diesem Band versammelten zwölf Beiträge beleuchten speziell zwei Fragen: Was hat Sprache mit Geld zu tun? Und wie wird über Geld gesprochen?

Schmitz, Ulrich (Hrsg.) (2011): Zwischen Sozio- und Computerlinguistik. Sprache und Datenverarbeitung - International Journal for Language Data Processing 35.1.

  • This issue presents five papers read at the 40th Annual Meeting of the German Association of Applied Linguistics (GAL) at Leipzig 2010, representing different approaches to interdisciplinary cooperation  of sociolinguistics and computational linguistics.

Hass, Ulrike / Schmitz, Ulrich (Hrsg.) (2010): Lexikographie im Internet. Lexicographica. International Annual for Lexicography 26. Berlin, New York.

  • This volume deals with media-related conditions and constraints of today’s online-lexicography. Chances as well as problems and the challenges in this field are described, be they technical, cultural or economic. The authors outline the current achievements and point to what has not yet been accomplished. The users’ perspective as well as the case of multilingual dictionaries are explicitly addressed. All in all, the contributions to this volume highlight some special focuses – the impact of corpus linguistics on lexicography, especially on online-lexicography, and the predominant interest in structures of access to information. Therefore some further developments have to be pointed out in order to emphasize their relevance for the quality of dictionaries.  An additional documentation section provides an extensive overview of important addresses, sorted by region.

Schmitz, Ulrich / Sondershaus, Christian (Hrsg.) (2006-2010): Duo Deutsch. Integriertes Sprach- und Lesebuch für den gymnasialen Deutschunterricht. Bd. 5 - 10 [in verschiedenen Länderausgaben und mit diversen Begleitmaterialien]. München.

  • Auf die Kerncurricula ausgerichtetes, vollständig integriertes  Sprach- und Lesebuch für den Deutschunterricht der gymnasialen Sekundarstufe I mit Begleitmaterialien für Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler.  Die SchülerInnen erwerben Wissen und Kompetenzen, insbesondere auch Medien- und Methodenkompetenz, induktiv und selbsttätig in thematisch orientierten Lernzusammenhängen. Durch gezieltes Wiederholen und Vertiefen sowie durch Anwendung des Erlernten in neuen Zusammenhängen sichern die SchülerInnen ihr Wissen nachhaltig. Zahlreiche Angebote aus den Bereichen Szenisches Spiel, Gestaltende Interpretation, Projektarbeit und Spiel mit Sprache fördern gestalterisches Arbeiten und die Entwicklung von Kreativität.

Friedrich, Udo / Huber, Martin / Schmitz, Ulrich (2008): Orientierungskurs Germanistik. Stuttgart.

  • Einzige deutschsprachige Einführung in die gesamte Germanistik. Anhand systematischer Kategorien (Zeichen, Performanz, Medialität, Textualität, Erzählen, Rhetorik, Ästhetik) werden Inhalte, Fragestellungen und wissenschaftliche Zusammenhänge auf hohem Niveau, doch leicht verständlich dargestellt.

Cölfen, Hermann / Schmitz, Ulrich (Hrsg.) (2007): Hypermedia - Nutzen und Perspektiven. Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie (OBST) 72.

  • In acht Beiträgen werden Nutzen und Perspektiven hypermedialer Techniken und Botschaften aus sprachwissenschaftlicher Perspektive dargestellt und diskutiert.

Renner, Ursula / Schmitz, Ulrich (Hrsg.) (2005): Sehflächen lesen. Der Deutschunterricht 57.4.

  • Der größte Teil visueller Botschaften besteht heutzutage aus Sehflächen, auf denen außer Schrift alle möglichen anderen Arten sichtbarer Zeichen angeordnet sind. Das vorliegende Heft spürt der Verbindung zwischen materiell realisierten Texten und Bildern nach. Die Beiträge greifen am Beispiel des Utrecht-Psalters Text-Bild-Gefüge in Büchern auf oder zeigen anhand W.G. Sebalds letztem Prosatext "Austerlitz", wie Bilder als Bedingung der Möglichkeit von Erzählen funktionieren. Darüber hinaus befasst sich das Heft mit den frühen visuell-poetischen Arbeiten von Jochen Gerz, dessen Werke sich durch irritierende intermediale Konstellationen von Bild und Text auszeichnen. Weitere Beiträge beschreiben die Einheit und die Beziehungen von Bild und Sprache in Comics, die Möglichkeit von Text-Bild-Kompositionen im Unterrichtsmaterial und plädieren für eine fächerübergreifende Didaktik der Differenz von Bild und Text.

 

Bernhard Schröder

Müller, Thomas / Schröder, Bernhard / Stuhlmann-Laeisz, Rainer (Hrsg.) (2009): Gottlob Frege: Grundgesetze der Arithmetik. Begriffsschriftlich abgeleitet. Band I und II. In moderne Formelnotation transkribiert und mit einem ausführlichen Sachregister versehen. Mentis, Paderborn.

Fisseni, Bernhard / Schmitz, Hans-Christian / Schröder, Bernhard / Wagner, Petra (Hrsg.) (2005): Sprachtechnologie, mobile Kommunikation und linguistische Res­sour­cen. Beiträge zur GLDV-Tagung 2005 in Bonn. Peter Lang, Frankfurt.

Liane Schüller

Jung, Werner / Schüller, Liane (2019): Orwells Enkel. Überwachungsnarrative. Aisthesis, Bielefeld

  • Überwachung ist allgegenwärtig und bestimmt unseren Alltag. Dabei ist das Phänomen selbst schon alt, und alle früheren totalitären Staatsapparate haben sich dieser Kontrollmechanismen bedient. Nur hat sich die aktuelle Situation unter den Bedingungen der ›digitalen Revolution‹ dramatisch verändert und verschärft. Grund genug, danach zu fragen, wie in Literatur und Film im Anschluss an George Orwells foundation text "1984" die Thematik behandelt worden ist. Die meisten Beiträge dieses Sammelbandes gehen auf eine Tagung zurück, die die Herausgeberin und der Herausgeber in Kooperation mit dem Institut für Germanistik der Universität Duisburg-Essen am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen veranstaltet haben.

Lipkowski, Eva / Schüller, Liane (2019): Deutschunterricht inklusiv. Literatur- und sprachdidaktische Praxisbeispiele zum Thema Sprache, Sprechen und Einschränkungen des Sprechens. Waxmann, Münster

  • Dieser Band knüpft an die Veröffentlichung der Autorinnen zum Thema Hören und Einschränkungen des Hörens an. Er vernetzt literatur- und sprachdidaktische mit linguistischen Gegenständen zu Sprache, Sprechen und Einschränkungen des Sprechens und regt so einen konstruktiven Umgang mit der Heterogenität der Lehr- und Lernvoraussetzungen in inklusiven Schulklassen an. Es werden Unterrichtsvorschläge für den Deutschunterricht entwickelt, die sich insbesondere auf Filmbeispiele, aber auch auf literarische Texte und Hörmedien beziehen, die verschiedene Beeinträchtigungen des Sprechens thematisieren, u.a. Das Piano, The King's Speech, Mary und Max sowie Rico, Oskar und die Tieferschatten. Der Band soll Studierenden und Lehrenden des Faches Deutsch als Studienbuch dienen und Dozentinnen und Dozenten, die in der Lehramtsausbildung tätig sind, dazu anregen, Sprache und Sprechen zu reflektieren und in ihre Lehre einzubinden. So kann der Deutschunterricht das Verständnis von Schülerinnen und Schülern für das Wesen von Kommunikation sowie für das allgemeine und individuelle Entstehen von Sprache und Beeinträchtigungen des Sprechens vertiefen.

Lipkowski, Eva / Schüller, Liane (2017): Perspektiven für  den inklusiven Deutschunterricht. Literatur- und sprachdidaktische Praxisbeispiele zum Thema Hören und  Höreinschränkungen. Waxmann, Münster

  • Entstanden aus der universitären Lehrpraxis zum inklusiven Deutschunterricht verbindet der vorliegende Band literatur- und sprachdidaktische mit linguistischen Bereichen. Die Konzentration auf den Schwerpunkt Hören ermöglicht einen exemplarischen Einblick in den Zusammenhang von sensorischen Einschränkungen, Spracherwerb und literarischem Lernen, um einen Beitrag zu der aktuellen Diskussion im Kontext einer inklusiven Deutschdidaktik zu leisten. Fachwissen zum Hören, zu Hörbeeinträchtigungen, Förderbereichen und Therapiekonzepten wird mit Blick auf die in den Kernlehrplänen verankerten Lernbereiche, kooperativen Lehr-Lern-Konzepte und ausgewählten Unterrichtsmethoden mit konkreten didaktisch-methodischen Anregungen für den Deutschunterricht der Sekundarstufen verknüpft. Die Überlegungen zur Thematisierung ausgewählter literarischer Texte und Filme eignen sich auch für den fächerübergreifenden Unterricht in inklusiven und nicht-inklusiven Klassen. Das Studienbuch richtet sich an Lehrpersonen in Universität und Schule, an Studierende und Referendare und kann die Planung der unterrichtlichen Praxis und die Reflexion über gemeinsames Lernen unterstützen.

Jörg Wesche

Malinowski, Bernadette / Wohlleben, Doren / Wesche, Jörg (Hrsg.) (2011): Fragen an die Sphinx. Kulturhermeneutik einer Chimäre zwischen Mythos und Wissenschaft. Winter, Heidelberg.

  • (Sammelband zu einer interdisziplinären und internationalen DFG-Konferenz) Sphinx, ein Mischwesen zwischen Mensch und Tier, versinnbildlicht wie kaum ein anderes Fabelwesen die Chancen und Gefahren menschlicher Grenzüberschreitung. Die Faszinationskraft dieser fast fünftausend Jahre alten Chimäre oszilliert zwischen Diesseits und Jenseits, Eros und Thanatos, Intellekt und Einbildungskraft, verführerischer Kunst und vernichtender Gewalt. Die Sphinx-Figur in ihren künstlerisch-literarischen Metamorphosen, ihren metasymbolischen und metamythologischen Implikationen auszuleuchten und in ihrem ästhetischen, epistemologischen und ethischen Provokationspotential zu entdecken, setzt sich der Band zum Ziel. Dabei wird der Sphinx-Mythos als kulturhermeneutisches Modell erstmals in seiner komparatistisch-interdisziplinären Breite erschlossen (u.a. mit Beiträgen aus der Ägyptologie, Literatur- und Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte und Psychiatrie).

Bremer, Kai / Lampart, Fabian / Wesche, Jörg (Hrsg.) (2007). Schreiben am Schnittpunkt. Poesie und Wissen bei Durs Grünbein. Reihe Litterae 154. Rombach, Freiburg i. Br.

  • (Sammelband zu einer interdisziplinären, druch die Thyssen-Stiftung geförderten Konferenz) Kunst und Theorie, Poesie und Poetologie, Lyrik und Neurophysiologie: Das auffälligste Charakteristikum im Profil des Berliner Lyrikers, Essayisten und Übersetzers Durs Grünbein ist die enge Verschränkung zwischen dichterischer Praxis und theoretischer Reflexion, in der literarische Traditionsräume überschritten und um natur- und kulturwissenschaftlich ausgerichtete Perspektiven erweitert werden. Zugleich kommentiert Grünbein die eigene ästhetische Entwicklung mit Selbstdistanz und begrifflicher Präzision. Im Zentrum des Bandes stehen drei Themengebiete, die in exemplarischen Einzelstudien untersucht werden. 1. Grünbein im Literaturbetrieb, 2. Literatur, Musik und Geschichte, 3. Dialog mit den Wissen-schaften. Ziel ist es, aus der Perspektive verschiedener Disziplinen (Biologie, Germanistik, Geschichte, Italianistik, Komparatistik, Kulturwissenschaft, Musikwissenschaft, Philosophie und Physik) die Vielfalt der ästhetischen Positionen eines Autors zu bestimmen, der sich selbst zwischen Kultur und Wissen immer wieder neu bestimmt.

 

Evelyn Ziegler

Ziegler, Evelyn / Eickmans, Heinz / Schmitz, Ulrich / Uslucan, Haci-Halil / Gehne, David H. / Kurtenbach, Sebastian / Mühlan-Meyer, Tirza / Wachendorff, Irmi (2018): Metropolenzeichen: Atlas zur visuellen Mehrsprachigkeit der Metropole Ruhr. UVRR, Duisburg.

  • Der Atlas zur visuellen Mehrsprachigkeit der Metropole Ruhr präsentiert die Ergebnisse eines Forschungsprojekts, das von Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftlern, Integrationsforschern und Stadtsoziologen der Universität Duisburg-Essen und der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt wurde. Anhand von ca. 700 Abbildungen (Karten, Fotos und Grafiken) wird gezeigt, mit welchen sichtbaren Zeichen der Mehrsprachigkeit der öffentliche Raum der Metropole Ruhr ausgestattet ist. Angesichts der internationalen Herkunft der Bevölkerung interessiert insbesondere, inwieweit sich die Vielfalt der Bevölkerung in der Vielfalt der Sprachen widerspiegelt, wo und warum welche Sprachen (z.B. Deutsch, Englisch, Polnisch und Türkisch) verwendet werden und wie die Sichtbarkeit der Sprachen von der Bevölkerung bewertet wird. Grundlage ist eine Querschnittsstudie für die Städte Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund.

Christen, Helen / Patocka, Franz / Ziegler, Evelyn (2011): Struktur, Gebrauch und Wahrnehmung von Dialekt. Präsens, Wien.

  • Der vorliegende Band enthält Ergebnisse der Sektionen "Syntax" und "Dialektsoziologie, Neue Medien und Literatur" des im September 2009 in Zürich abgehaltenen 3. Kongresses der Internationalen Gesellschaft für Dialektologie des Deutschen (IGDD). Die germanistische Dialektologie hat sich in den letzten Jahren sichtlich gewandelt und modernisiert. Die traditionellen, in ihrer für die Dialektologie auch weiterhin höchst relevanten sprachwissenschaftlichen Subdisziplinen wie Phonetik/Phonologie oder Lexikologie haben sehr effektiven Zuwachs bekommen. Längst kann nicht mehr die Rede von einer wissenschaftlichen Unergiebigkeit der dialektalen Syntax sein, und auch die Verbindung von Soziolinguistik und Dialektologie ist heute selbstverständlich. Dieses Buch möchte die gegenwärtigen Aktivitäten anhand von aktuellen Forschungsbeiträgen vorstellen.

Gilles, Peter / Scharloth, Joachim / Ziegler, Evelyn (2010): Variatio delectat: Empirische Evidenzen und theoretische Passungen sprachlicher Variation. Für Klaus J. Mattheier zum 65. Geburtstag. P. Lang, Frankfurt a. M.

  • Kein anderes Konzept ist für die Soziolinguistik von fundamentalerer Bedeutung als das der Varietät. Die Disziplin entwickelte sich ausgehend von der Erkenntnis, dass im Sprachgebrauch sozialer Gruppen Bündel sprachlicher Merkmale signifikant kookkurieren. Seit ihren Anfängen wurden in der Soziolinguistik viele Versuche unternommen, sprachliche Variation theoretisch zu fassen. Dieser Band bündelt nun die gegenwärtig wichtigsten Ansätze zur Beschreibung und Erklärung sprachlicher Variation. Im Zentrum stehen der Begriff der "Varietät" und konkurrierende Konzepte  zur Modellierung sprachlicher Variation wie "Stil" und "kommunikative Praktik". Begriffsarbeit und wissenschaftstheoretische Reflexion werden ergänzt durch Fallstudien, die zeigen, welche Bedeutung die Beschäftigung mit sprachlicher Variation für das Verständnis von Sprachgeschichte, Sprachwandel, Standardisierung und Destandardisierung sowie sprachliche Interaktion hat.

Christen, Helen / Ziegler, Evelyn (2008): Sprechen, Schreiben, Hören - Zur Produktion und Perzeption von Dialekt und Standardsprache zu Beginn des 21. Jahrhunderts. [unter Mitarbeit von Mirjeta Reçi]. Präsens, Wien.